Mit dem 173. Pick draften die Green Bay Packers einen Nose Tackle: Tederall “TJ” Slaton, DT, Florida.
(auf dem Bild links)

TJ ist einer von den “schweren Jungs” der Defensive Line. Mit seinen 330lbs (150kg) ist der Nose Tackle ein echtes Problem für viele Offensive Linemen. Gegen ihn Push zu erzeugen, ist sehr schwierig, Slaton zieht daher häufig Double Teams. Und selbst die werden mit einem Monster wie ihm ihre Probleme bekommen. Er schießt sehr explosiv nach vorne und trifft die interior Offensive Line des Gegners so mit enorm viel Explosivität, die erstmal aufgenommen, gestopt und in andere Richtung gelenkt werden muss. Dabei bewegt er seine Beine gut. Ich würde keinem Team empfehlen, in seine Richtung zu laufen.

Im Pass Rush kann Slaton nicht allzu viel bringen, sein Bull Rush ist durch seine Stärke aber ebenfalls effektiv. Gerade gegen Pocket-Quarterbacks (Tom Brady husthust) könnte er durchaus seine Störenfried-Rolle finden. Generell arbeitet Slaton im Runstop wie im Pass Rush mit einem konkreten Plan und weiß immer, was er tun möchte.

Seine fehlende Pass Rush-Effektivität ist natürlich ein Problem, jedoch spielten die Packers zumindest mit dem alten Defensive Coordinator sehr häufig mit Z und/oder Gary inside, wenn es an klare Passing Downs ging, weshalb Slaton der fehlende Pass Rush als “2 Down Tackle” nicht allzu viel ausmacht. Des Weiteren hat Slaton so seine Probleme mit der Balance. Wenn er von einem starken Spieler von der Seite angegriffen angegriffen wird, kommt er häufig aus dem Tritt, da sein Ziel ganz klar “nach vorne gehen” ist.

Eine “Red Flag” bei Slaton ist außerdem, dass er bei Florida bereits eine Suspendierung hinter sich hat. Slaton hätte – wie 3 weitere Spieler – nicht den “Gator Standards” entsprochen, weshalb er 2019 den Season Opener verpasste. Die 3 anderen Spieler zeigen es aber schon: Suspendierungen sind bei Florida normal, gehört quasi “zum guten Ton”. Gerade in der Defense fallen wieder und wieder Spieler mit schlechtem Verhalten auf. Es bleibt also zu hoffen, dass Slatons Karriere nicht wie die seines ehemaligen Teamkollegen Jachai Polite (Drittrundenpick der Jets 2019) schon vor der ersten Saison quasi vorbei ist.