Dieses Jahr hat sich das Redaktionsteam zusammengeschlossen und einen gemeinsamen 7 Runden Mock Draft für die Green Bay Packers untereinander abgestimmt. Hierfür wurden die gängigen Mock Draft-Simulatoren benutzt. Viel Spaß!

Falls ihr noch mehr Lust auf Mock Drafts habt, gibt es diese im PackersTalk Germany zu hören. In Folge 90 gibt es zwei Siebenrunden-Mock Draft von Markus und Nik. In Folge 92 gibt es einen kompletten Erstrunden-Mock Draft von Chris, Jo und Markus mit Christian als Comissioner. Hört gerne mal rein!

Runde 1 Pick 29: Teven Jenkins, Offensive Tackle, Oklahoma State

Mit Teven Jenkins fiel der letzte Spieler mit einer Erstunden-Grade von meinem Board noch bis an die 29, weshalb es fast ein No-Brainer war. Der Best Player Available trifft auf einen potentiellen Need auf Right Tackle und das alles ohne einen Trade – viel besser kann es nicht passieren. Im Predraft-Prozess steigt die Wertschätzung von Jenkins in letzter Zeit etwas, es ist also gut möglich, dass man für Jenkins hochtraden müsste.

Jenkins ist ein sehr physischer Spieler, der im College ausschließlich Right Tackle gespielt hat. Ein großes Problem bei diesem Pick ist, dass er kein sonderlich beweglicher Spieler er – er kommt besser an der Line of Scrimmage zurecht und passt nicht unbedingt in das Outside Zone Scheme der Packers. Trotzdem darf das am Ende kein Grund sein, einen Spieler von Jenkins’ Qualität nicht zu picken, auch wenn der diskutierte Alternativpick Christian Barmore (DT, Alabama) bestimmt ebenfalls interessant sein könnte. Wenn ihr noch mehr zu Jenkins lesen wollt, könnt ihr das im Scouting-Bericht der Offensive Tackles tun. (Nik)

Runde 2 Pick 62: Elijah Molden, Cornerback, Washington

Ein Ziel, bei dem wir uns einig waren war: Die Packers brauchen einen zweiten guten und verlässlichen Corner neben Alexander. Da wir in Runde eins Hilfe für AR12 geholt haben, kommt jetzt Hilfe für Jaire. Wir haben hin und her überlegt ob wir einen reineren “Outside” Corner nehmen oder den sichereren Pick, der überall im Defensive Backfield spielen kann. Letztendlich, auch im Hinblick auf diese “Star” Position genannte Spielweise des neuen DC haben wir uns für letzteres entschieden.

Molden ist auch einer der kleineren Corner im Draft, aber er macht dies durch seine Spielintelligenz mehr als wett. Er ist kein Überathlet, aber er hat eine durchaus ausreichende Spielgeschwindigkeit. Er ist ein absoluter Ausnahmespieler als Zonenverteidiger, da er dort seine Spielintelligenz und seine schnelle Reaktionsgabe wunderbar einsetzen kann. Aber auch in Manndeckung ist er mehr als ausreichend. Zusätzlich war er am College absolut zuverlässig und hat kein Spiel verpasst. Das alles in Verbindung mit seiner Variabilität im Defensive Backfield macht ihn für uns zu einem sehr gutem Pick in der zweiten Runde. Mehr zu Molden findet ihr auch im Scouting-Bericht der Cornerbacks. (Markus)

Runde 3 Pick 92: Dyami Brown, Wide Receiver, North Carolina

Auch bei den Wide Receivern sehen wir Bedarf für Verbesserung, wenn auch nicht so dringend wie auf anderen Positionen. Daher waren wir sehr komfortabel mit der Entscheidung erst in Runde 3 einen WR zu holen. Wir sind der Meinung uns würde ein echter X/Z Receiver mehr weiterhelfen, der auch Aufmerksamkeit von Adams weg verlagern kann.

Deswegen haben wir uns für Dyami Brown entschieden, der diese Rollen exzellent bespielen kann und gleichzeitig auch schon Erfahrungen im Slot gesammelt hat. Seine Stärke, Defensiven vertikal auseinander zu ziehen, soll die Räume für Adams und Co öffnen. Wir sehen in ihm eine bessere Version von MVS und erhoffen uns von ihm den Effekt den MVS bisher hat vermissen bzw. nur zeitweise durchblicken lassen. Detaillierteres findet ihr im Scouting-Bericht der Wide Receiver. (Markus)

Runde 4 Pick 135: Osa Odighizuwa, Defensive Tackle, Texas A&M

Kenny Clark braucht Hilfe, soviel ist sicher. Da wir uns am Anfang gegen einen DT entschieden haben und danach andere Positionen sowohl wichtiger als auch besser besetzt waren, muss jetzt an Tag drei Hilfe her. Natürlich brauchen die Packers mehr Masse gegen den Lauf in der Defensive Line aber wir wollten auch den Pass Rush durch die Mitte nicht vernachlässigen.

Deshalb haben wir uns in diesem Fall für Odighizuwa entschieden. Er bietet einen starken Bull Rush gegen den Pass, mit einiger Upside. Er war gegen Lauf auch in Ordnung. Dadurch wird er zu einem Allrounder, mit dem wir hoffen, die DLine sowohl gegen den Lauf die zu stabilisieren, als auch im Pass Rush durch die Mitte zu verstärken, wodurch Kenny oder die Smiths profitieren würden. Eine ausführliche Einschätzung zu Odighizuwa gibt es im Scouting-Bericht der interior Defensive Line. (Markus)

Runde 4 Pick 142: Rodarius Williams, Cornerback, Oklahoma State

Wir wollten definitv zwei Corner im Draft holen. Sowohl um die Tiefe zu stärken, als auch um für Konurrenz für die “Veteranen” zu sorgen. Denn bei Cornerbacks kann man nie genug gute Spieler haben und auch wenn King und Sullivan zurückgeholt worden sind, hat man ihnen nur kurzfristige Verträge gegeben. Sie wären also leicht durch einen besseren, günstigeren Rookie zu ersetzen. Hier kommt Williams ins Spiel.

Rodarius Willams ist einer älteren Spieler im Draft, der schon weit fortgeschritten in seiner Entwicklung ist und so ein Spieler ist, der sofort reinkommen könnte und Leistung bringen kann. Der Allrounder hat keine herausragenden Stärken (sonst wäre er nicht mehr an dieser Draftposition vorhanden), aber kann in Manndeckung gegen die meisten Spieler mithalten und kann auch als Zonen Verteidiger eine solide Rolle spielen. Er geht lieber auf Nummer sicher und schlägt den Ball weg, als dass er versucht, diesen zu fangen. Auch gegen den Lauf ist er Willens, seinen Job zu machen. Dass er bisher nur als Outside Corner gespielt hat, ist auch kein größeres Problem, da im Zweifel Molden oder Alexander den Slot abdecken können. (Markus)

Runde 5 Pick 173: Shi Smith, Wide Receiver, South Carolina

Die Packers würden Stand heute alle ihre Wide Receiver nach der Saison 2021 verlieren und dem gilt es vorzubeugen. Also haben wir uns umgeschaut, wer denn noch so alles vorhanden ist an Tag drei und uns letztendlich dazu entschlossen, einen Spieler zu nehmen, der so aktuell nicht im Kader vorhanden ist und eventuell schon in diesem Jahr einen Platz im Kader einnehmen könnte.

Shi Smith von South Carolina ist ein kleiner Slot-Receiver, der auch in den Special Teams eine Rolle spielen kann. Er war nämlich sowohl als Gunner, als auch als Returner am College aktiv. Obwohl seine QBs eher wechselhaft waren, hat er immer eine gute Rolle gespielt und im Slot eine sichere Anspielstation geboten. Dank seiner starken Beschleunigung und sehr guten Beweglichkeit ist er eine echte Waffe bei allen kurzen und schnellen Routen aus dem Slot heraus. Hatte aber auch schon seine Momente bei mittleren oder tiefen Pässen. Weiteres zu Smith im Scouting-Bericht der Wide Receiver. (Markus)

Runde 5 Pick 178: Jaret Patterson, Runningback, Buffalo

Matt LaFleur hätte gerne drei RBs die er wechselnd einsetzen kann. Soviel wissen wir. Da Williams nicht mehr da ist, dieser aber durch Dillon ersetzt wird, wird eine neue Nummer drei gesucht. Da Dexter Williams es immer noch nicht geschafft hat, irgendwie auf sich aufmerksam zu machen, denken wir, der neue RB sollte ein ähnliches Skill Set wie Dex haben.

Damit kommen wir zu Patterson aus Buffalo, einem kleineren RB der aber unfassbar agil auf den Füßen unterwegs ist. Er könnte wirklich ein Steal sein, denn er fliegt bisher komplett unter dem Radar. Seine schnellen Schritte, sein Motor, der immer auf 100% läuft, sein kompakter Körper mit viel Kraft und trotzdem viel Beweglichkeit haben ihm immer wieder geholfen, sich durch die Spieler zu wühlen und noch Yards rauszuholen, wo eigentlich keine waren. Er hat auch die nötige Geduld und Übersicht für das Outside Zone Schema der Packers. Im Passspiel ist er leider relativ unbekannt bzw. war keine große Hilfe im Blocking, weswegen er als Nummer drei gut aufgehoben ist. (Markus)

Runde 6 Pick 214: Paris Ford, Safety, Pittsburgh

Nachdem mit Molden und Williams die Cornerback Position gefüllt worden ist, kommt nun die andere Gruppe der Defensiv Backs an die Reihe. Hier war unser Gedankengang, dass die Packers einerseits einen besseren dritten Safety brauchen, um den Startern mal eine Pause gönnen zu können, andererseits haben die Rams bereits viel mit drei Safeties gespielt. Da der neue DC von dort kommt, könnte er dieses System auch in Green Bay etablieren wollen.

Paris Ford wurde in Pittsburgh zuerst als Cornerback ausprobiert, nachdem er dort nur mäßig erfolgreich war, wurde er wieder zurück auf die Safety Position gestellt. Dort hat er eine Menge Ergebnisse geliefert. Er zeichnet sich durch einen unfassbaren Antritt aus, mit dem er immer wieder in die Position kommt um Bälle abzufangen oder Passempfänger zu stören. Er war sehr gut darin aus wenigen Möglichkeiten viel zu machen. Da er aber auch klare Limitierungen hat, wird er im Draft fallen. Als dritten Safety können wir uns so einen Spieler mit einer Nase für Turnovers aber durchaus vorstellen. (Markus)

Runde 6 Pick 220: K.J. Britt, Linebacker, Auburn

Wir haben Vertrauen, dass unsere beiden letztjährigen Rookies einen Sprung nach vorne machen werden und sich selbst so verbessern, dass sie zu soliden Starting LB werden. Trotzdem ist diese Entwicklung nicht vorhersehbar und dass beide Spieler so einen Sprung machen, ist dann doch vielleicht mehr Wunschdenken als realistische Vorstellung. Deswegen haben wir uns entschieden, auch bei den Linebackern noch einen Spieler in den Konkurrenzkampf mit hinein zu werfen.

Da wir in der sechsten Runde nicht mehr die größte Auswahl haben, ist unsere Entscheidung auf einen Spieler gefallen, der seine Stärken eindeutig gegen den Lauf hat: KJ Britt. Der Junge ist ein sehr kräftiger Linebacker, der aber auch einer der “Emotionalen” Leader auf dem Feld war. Wir denken, gerade diese Eigenschaften, stark gegen den Lauf und seine mentale Einstellung würden den Packers gut tun. (Markus)

Runde 7 Pick 256: Ta’Quon Graham, Defensive Tackle, Texas

Die defensive Line braucht Hilfe, insbesondere gegen den Lauf. Soviel war uns allen klar, da wir am Anfang einen OT genommen haben und erst in Runde 4 einen DT, haben wir uns entschlossen, einen weiteren Spieler in den Konkurrenzkampf der DLine zu werfen, in der Hoffnung, damit am Ende eine bessere DLine aufs Feld zu bringen als letzte Saison.

Ta´Quon Graham aus Texas ist ein ausgewiesener Run Stopper auf seiner Position, der aber auch Power Elemente mitbringt, um die Pocket des QB als Gesamtkonstrukt zum Einsturz zu bringen. Das gute ist: Bei Texas hat überall in der DLine schon Erfahrungen gesammelt und er ist mit dem drittbesten RAS-Score ( 9.68) auch athletisch ein Spieler, der ins Profil der Packers passt. Sollte er an dieser Position noch vorhanden sein, dürfte er dank seiner Stärken, Variabilität und seiner Athletik einen echten Steal für die Packers darstellen. (Markus)