In diesem Bericht werden alle Spieler auf der Position des Safety aufgelistet die eine Note von Runde 1 bis 3 bekommen haben, danach nur noch einzelne Spieler welche ich interessant finde.
Die Packers haben zurzeit ein gutes Starter Duo mit Savage und Amos. Dahinter aber findet sich nicht viel Qualität und Savage hat im letzten Jahr gezeigt wie effektiv er sein kann, wenn er im Bereich hinter der Box agieren darf und mehr Freiheiten bekommt. Man könnte also mit einem dritten guten Safety Savage mehr Freiheiten geben oder man holt einen ähnlichen Spielertyp und lässt die beiden sich abwechseln. Unser neuer DC kommt ja von den Rams die letztes Jahr bereits viel mit drei Safeties gearbeitet haben. Ansonsten wäre eine wenig mehr Qualität bei den Backups wünschenswert.

Trevon Moehrig – Größe: 6´1 (185 cm) Gewicht 202 lbs (92 kg) – TCU Horned Frogs

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Der beste Safety dieses Drafts fällt vor allem durch seine extrem gute Deckung und Spielintelligenz auf. Er ist der klare Fixpunkt seiner Defense und stellt seine Kollegen immer wieder in die richtige Position. Er selbst ist auf einem absoluten Top Level was Zonendeckung angeht, es ist beeindruckend wie gut er auf die Offensive reagiert und wie er Routenkonzepte antizipiert und zerlegt. Seine Athletik ist auf einem guten Level, um auch in der NFL als Single High das ganze Feld abzudecken. Grundsätzlich kann er auch als Tackler gegen jeden bestehn, wenn er seine Technik aufs Feld bekommt und er seine Speed mit reinbekommt ins Tackling.
Er ist nicht der kräftigste Spieler auf der Safety Position und braucht seine Speed um wirklich effektiv zu tacklen. Auch werden Blocker ihn einfach neutralisieren. Seine Manndeckung ist meistens in Ordnung, nur wenn er gefragt ist in einer Route zu justieren bekommt er Probleme. Man würde sich auch wünschen er würde gegen den Lauf bessere Winkel (Angles) nehmen, um seine Gegner zu stoppen und ihnen nicht eine Tür offen zu lassen. Einige Stimmen kritisieren auch seine Physis, die mehr die eines Cornerback als eines Safety ist.
Wenn man einen richtigen Saftey sucht ist man hier richtig, er wird seinem Team nur bedingt, wenn überhaupt, in der Box weiterhelfen. Aber das wäre auch eine Verschwendung seines Talents. Er gehört in die Coverage und dort wird er für jedes Team eine Bereicherung sein. Man sollte nur nicht von ihm verlangen kleine, wendige Passempfänger in Manndeckung zu nehmen. Für mich gerade noch so eine Erstrundenbewertung. Mit dem Skillset würde ich ihn auch sehr gerne bei den Packers sehen.


Jamar Johnson Größe: 6´ (183 cm) Gewicht 202 lbs (93 kg) – Indiana Hoosiers

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Hat Justin Fields einige Male aufs Glatteis geführt und daher kommt sein Hype. Er ist ein guter Coverage Allrounder mit sehr gutem Spielverständnis und hoher Spielintelligenz. Er zeigt immer wieder gute Moment als Ballhawk und kann so Fehler der Offense bestrafen. Er kann diese Fehler auch provozieren, wie er gegen Fields gezeigt. Seine Athletik ist solide gut in den meisten Bereichen. Er zeigt ein solides Tackling mit guten Winkeln gegen den Ballträger, wenn er einen geraden Anlauf hat kann er auch mal richtig einschlagen.
Man sollte nur Manndeckung gegen WR vermeiden, denn er ist nicht wirklich agil. Man würde sich auch wünschen er würde seine Tacklings immer durchziehen, er hört da manchmal zu früh auf. Seine fehlende Agilität zeigt sich auch gegen den Lauf. Auch hat er Probleme gegen Fakes gezeigt.
Er ist sehr weit und dürfte keine Probleme als “Plug and Play” Spieler haben. Ich denke er ist als klassischer Safety am besten aufgehoben, im Slot ist er nur gegen TE zu gebrauchen. Er ist ein klarer Zweitrundenpick und dürfte auch den Packers weiterhelfen, da er mindestens der zweitbeste Cover Safety wäre

Richie Grant Größe: 6´ (183 cm) Gewicht 197 lbs (89 kg) – UCF Knights

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Spielt mit extrem viel Energie, tritt an und hat gleich mal zwei Schritte aufgeholt auf alle anderen. Er hatte keinerlei Probleme als Single High Safety das ganze Feld abzudecken, zumindest von einer Speed Perspektive. Sein Tackling ist gut und er führt es solide aus. Er ist ein Ballhawk und hat tatsächlich noch die ein oder andere Interception liegen gelassen. Es wirklich beeindruckend wie gut er Passempfänger stören kann. Auch gegen den Lauf zeigt er einiges und er ist immer um den Ball herum.
Leider ist er nicht der spielintelligenteste, es passiert ihm immer wieder, dass er auf Fakes herein fällt oder ihm ein Passempfänger in seiner Zone entwischt. Er könnte auch bessere Winkel gegen Ballträger nehmen. Seine Manndeckung war kaum zu sehen, aber man ahnt auch warum wenn man seinen Backpedal sieht, der dürfte ihn nämlich in Schwierigkeiten bringen. So toll sein Antritt auch ist, er scheint nicht die beste Top Speed zu haben, denn er wird schneller langsamer als andere Spieler gegen Ende von Spielzügen.
Einer der älteren Spieler in diesem Draft, er wird 24 wenn die Saison beginnt. Für mich jemand der bei keiner Safety Aufstellung Probleme haben wird, man sollte ihn nur noch nicht in Manndeckung schicken. Als Zweitrundenpick definitiv jemand den man reinstellen und starten lassen kann. Man muss aber noch mit ihm arbeiten. Er wäre ähnlich zu Savage und man könnte mit ihm ein gutes Safety Trio formen, wenn die Packers es denn möchten.

Hamsah Nasilrideen Größe: 6´3 (190 cm) Gewicht 215 lbs (98 kg) – Florida State Seminoles

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Florida State und ein “positionless” Defensive Player, na bei wem klingelts? So gut wie sein berühmter Vorgänger ist er leider nicht. Auch er ist ein extrem athletischer Spieler, der sich gut bewegt und mit seinen langen Armen einiges erreichen kann. Er spielt bockstark gegen den Lauf und hinterlässt da die ein oder andere Delle im Helm. Wenn der Ball in der Luft ist und er ihn die ganze Zeit vor sich hatte kann er diesen gut tracken, leider springt nicht immer zählbares dabei heraus. Seine Manndeckung war sehr gut.
Leider war in der Zonendeckung nicht so toll, da liegt noch einiges an Arbeit vor ihm im Bezug auf Spielverständnis und wie er seine Zone zu spielen hat. Auch fliegt er ganz gerne mal an Ballträgern vorbei. Auch er fällt gerne mal auf Fakes und Täuschungen rein und gibt seine Zone preis.
Man kann ihn auf das Level von Derwin James bringen, fraglich ist nur wie gut er von seiner Kreuzbandverletzung zurückkommt ( nur zwei Spiele 2020 und er hat sichtbar anders gespielt als 2019) und wie lange es dauert bis man ihn in der Zonendeckung auf Niveau gebracht hat. Auch er muss zu einem DC, welcher mit so einem LB/S Hybrid umgehen kann, wir haben letztes Jahr gesehn wie unterschiedlich so etwas verlaufen kann ( Chinn in Carolina super, Simmon in Arizona schlecht). Dem neuen DC der Packers traue ich nicht zu mit so jemandem umgehen zu können. ich würde ihn in Runde 2 einstufen.


Ar´Darius Washington Größe: 5´8 (172 cm) Gewicht 176 lbs (80 kg) – TCU Horned Frogs

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Auch er ist ein guter Coverage Safety wie sein Nebenmann. Er spielt sehr geduldig und hat ein ausgezeichnetes Verhalten in der Zone. Der antizipiert die Routen gut und wo der Gegner hinpassen will. Er bleibt auch lange mit seinen Augen auf dem QB in Manndeckung was ihm helfen kann. Grundsätzlich kann er auch mit den meisten Spielern in Manndeckung mithalten. Es ist herausragend wie flüssig er sich bewegt und wieviel Power er für seine Größe generiert. Sein Tackling ist für seine Größe in Ordnung, auch wenn er gezwungen ist auf die Knöchel der Gegner zu zielen. Seine Tacklingtechnik ist trotzdem gut.
Man würde sich wünschen er würde in einigen Situationen schneller reagieren. Da lässt er den ein oder anderen Catch zu. Auch fehlt ihm die Länge um gegen große Spieler effektiver zu sein. Auch seine Speed ist leider nur durchschnitt, ebenso wie sein Antritt. Das er so lange mit den Augen auf dem Qb bleibt, führt leider dazu, dass er immer wieder Gegner in Manndeckung aus den Augen verliert. In der Box hat er Probleme, ebenso wie gegen alle Läufe, da nimmt er nicht immer die besten Winkel und wenn er sich nicht unter Blockern durchducken kann hat er das Duell auch schon verloren.
Man wird ihn auf seine Größe reduzieren und das ist falsch, natürlich hat er durch sie Nachteile, aber er spielt gut um diese herum und er ist einer der besten Cover Guys in diesem Draft. Gegen den Lauf sollte man aber nicht zu sehr auf ihn zählen. Auf dürfte er zu langsam sein, um in der NFL allein hinten absichern zu können. Aber im Verbund dürfte er seine Rolle schnell finden. Für mich im Dunstkreis zweite/dritte Runde. Er wäre auch passend für die Packers, denn er wäre eine gute Egänzung als dritter Mann zu den Starten und er ist deutlich besser als der Rest der Gruppe.


James Wiggins Größe: 5´11 (180 cm) Gewicht 209 lbs (95 kg) – Cincinnati Bearcats

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Absolut verlässlicher Tackler, er kann auch mal Wumms mit in den Tackle bringen, aber meist verlässt er sich darauf den Gegner die Gegner Textbuch mäßig zu Boden zu bringen. Athletisch einer der besten der Klasse ( auch wenn er wohlweislich die Agilitätsdrills ausgelassen hat). Er hat die Speed und die Power die man braucht. Er ist ein guter Allrounder in der Coverage und hat hier auch schon alles gespielt und dürfte auch in der NFL nirgendwo Probleme haben. Es gibt auch nichts zu meckern im Bezug auf Timing, Ball Tracking und Antizipation. Seine Reaktion ist schnell, auch gegen den Lauf.
Was auffällt er muss sich nicht in jeden Kontakt reinwerfen, er schaut auch gerne mal zu wenn schon zwei, drei Mitspieler am Gegner dran sind. Er ist zwar gut in Coverage, aber er hat auch mal Aussetzer drin. Er dürfte Probleme in Manndeckung haben, denn es ist offensichtlich warum er die Agilitätstests beim Pro Day ausgesetzt hat. Gegen Tight Ends sollte es gehn, aber alle anderen dürften ihn ohne Probleme auswackeln. Auch er hat seine Krankenakte schon ordentlich gefüllt mit Kreuzband, Meniskus und Wadenproblemen.
Sein Skills würden ihn meines Erachtens in die zweite Runde schicken, aber er ist schon alt ( Redshirt Senior und bereits 24 Jahre alt) für einen Rookie. Zusammen mit der Krankenakte dürfte ihn das fallen lassen. Daher ist er für mich ein guter Drittrundenpick. Auch er ist jemand den man in Green Bay gebrauchen könnte, er wäre, wenn gesund, ein “Plug and Play” Spieler und eine gute Nummer 3.


Andre Cisco Größe: 6´1 (185 cm) Gewicht 216 lbs (98 kg) – Syracuse Orange

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Wieder jemand mit dem eine Defensive umzugehen verstehen muss, aber in anderer Form. Denn Cisco ist ein Ballhawk mit mittlerer Coveragequalität. Seine Qualität als Ballhawk (Hände, Balltracking und Timing) sind sehr gut. Dank seiner Speed kommt er auch immer rechtzeitig an. Auch der Rest seiner Athletik ist auf gutem Niveau. Sein Tackling kann gut sein und er ist auch Willens es zu machen. Was nicht bei jedem positiv bewertet wird, ich aber schon positiv bewerte ist sein Hang sich Freiheiten zu nehmen um den Ball zu jagen, ob der Call ihm das erlaubt, ist ihm relativ schnuppe. Dank seines Erfolgs kann man wenig dagegen sagen.
Leider spielt er seine Coverage eher auf der schlechten Seite von mittel, denn wenn er mal in seiner Zone bleibt wirkt er zügig überfordert wenn mehr als ein Spieler darin ist und positioniert sich schlecht. Allgemein wirkt er nicht wie ein Spieler mit dem größten Spielverständnis. Auch in Manndeckung unterlaufen ihm immer wieder technische Fehler. Sein Hang zur Freiheit wirde auch gegen den Lauf deutlich, da er unfassbar komische Winkel nimmt und so teilweise komplett abseits von Gut und Böse durch die Gegend fliegt.
Es ist unfassbar schwierig zu sagen wo man in Einordnet. Denn seine Produktion sucht ihresgleichen. Seine Skills hingegen sagen da liegt noch einiges an Arbeit vor ihm. Man spielt mit ihm im Grunde 10+1 denn man wird immer seine Freiheiten ausbügeln müssen. Das könnte das ein oder andere Team abschrecken ( hier verabschieden sich gerade Bill Belichick und seine Leute). Ich geb ihm mal eine Drittrunden Note. Für die Packers als Nummer drei Safety sicherlich interessant, aber man muss ihn wollen und hoffen er schafft auch in der NFL die Produktion vom College. Sonst produziert der Big Plays für die andere Seite.


Brady Breeze Größe: 6´ (183 cm) Gewicht 197 lbs (89 kg) – Oregon Ducks

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Einer der vielen Spieler aus dem Oregon Backfield im Draft. Es fällt auf wie er immer wieder um den Ball herum ist, er ist unfassbar instinktiv mit einer extrem hohen Spielintelligenz und guter Reaktionsfähigkeit. Er macht eine Menge wichtiger Plays und schmeißt sich in alles und jeden rein der grad den Ball in der Hand hat. Er hat ein guten Antritt um die wichtigen letzten Schritte zu machen, um zum Erfolg zu kommen. Dank seiner mentalen Fähigkeiten und seines Spielverständnisses ist er ein sehr guter Zonenverteidiger und kann gegen den Lauf meist adequat reagieren.
Leider ist er athletisch limitert. Ihm fehlen spürbar ein, zwei Stufen Endgeschwindigkeit, er ist ziemlich unbeweglich und auch seine Power ist man gerade durchschnitt. Dadurch stellt er kaum einen Faktor in Manndeckung da und auch sollte er keine zu großen Zonen abdecken müssen. Sein Tackling ist auch noch nicht immer gut in seiner Form und Ausführung. Gegen Blocker wusste er sich kaum zu helfen, wenn sie einmal an ihm dran waren.
Man wird ihn richtig einsetzen müssen, damit er Erfolg hat. Seine Athletischen Limitierungen dürften ihn fallen lassen, wohin weis ich nicht. Ich würde ihm als Note eine Runde 3 geben, aber es gibt viele Experten die ihn weitaus tiefer haben ( aufgrund der athletischen Limitierung). Er passt leider nicht ins athletische Profil der Packers, als Spieler könnte er sicherlich eine gute Rolle in Green Bay spielen.


Jevon Holland Größe: 6´1 (185 cm) Gewicht 207 lbs (94 kg) – Oregon Ducks

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Der absolute Gegenentwurf zum anderen Oregon Safety. Holland ist ein athletischer Freak mit viel Power und Explosivität. Er bewegt sich gut und ist agil genug um Spieler in Manndeckung nehmen zu können. Gegen den Lauf bringt er viel Power und eine sehr agressive Spielweise gepaart mit der Fähigkeit die Gegner zu Boden zu bringen. Er war einer der Leader der Oregon Defense und sein fehlen im Lineup ( insbesondere da er es war der Defensive immer aufgestellt hat) der 2020er Saison war spürbar. Er war ein erfolgreicher Highlightjäger.
Er spielt häufig zu aggressiv und schießt dadurch übers Ziel hinaus. Auch ist sein Spiel geprägt von einem auf und ab, rät er den Spielzug der Offensive richtig, macht er das Play. Rät er falsch ist er raus. Auch sieht man versierte Route Runner bringen ihn schnell an seine Grenzen. Er ist unfassbar anfällig für Fakes etc. und er wird sichtbar unsicher wenn er den Ball nicht sieht. Man würde sich wünschen er würde sicherer tacklen, denn er hat einige Momente wo diese herangehensweise erfolgreicher gewesen wäre als sein versuchter “Big Hit”. Leider hab ich ihn nicht in tiefen Zonen gesehen.
Holland hat in Oregon mehr Slot als Safety gespielt und ich denke er ist in dieser Rolle auch besser aufgehoben als als tiefer Safety. Denn hier kommt seine Neigung zu raten und auf Teufel komm raus das Big Play zu suchen ihn nicht so teuer zu stehen. Für mich ist sein Spiel zuviel Hit or Miss, deswegen Runde 3. Er hat ein sehr ähnliches Skillset wie Savage, daher könnten die Packers ihn als dritten Mann nehmen und die drei Jungs immer wieder in verschiedenen Formationen aufs Feld schicken.

Tyree Gillespie Größe: 6´ (183 cm) Gewicht 207 lbs (94 kg) – Missouri Tigers

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Gillespie hat für Missouri überall auf dem Feld gespielt und kann von allem ein bisschen was, er bringt eine solide Menge Wucht mit in seine Tackles rein und ist gut unterwegs gegen Outside Zone Runs. Wenn das Feld enger wird kann man ihn auch in Manndeckung einsetzen, da er durchaus weis wie er sich darin behaupten kann. Seine Athletik ist durchweg solide, bis auf seinen Antritt. Er ist gut ausgebildet was die Grundlagen Techniken eines DB angeht und hatte auch einige Momente wo er Pässe wirklich gut verfolgt hat und den Ball wegschlagen konnte.
Wie angesprochen fehlt es ihm spürbar an Antritt, leider ist er nicht spielintelligent genug um das auszugleichen. Er reagiert zwar schnell auf Spielzüge, aber er muss erst sehen was los it. Wenn er zuviel Platz hat werden auch seine Angles gegen den Ballträger sehr durchwachsen. Leider ist er auch in einer Zonendeckung ziemlich inkonstant, es ist nahezu alles dabei von sehr gut bis unfassbar schlecht.
Insgesamt ein Spieler der durchaus gute Grundlagen hat, insbesondere gegen den Lauf, der aber auch definitv noch arbeiten muss. Insbesondere seine Inkonstanz macht einem hier Sorgen. Da ich ihn im aktuellen Zustand nur in speziellen Situationen spielen sehen wollen würden bekommt er eine Runde 4. Er ist sicher jemand der keine Schemaprobleme haben wird, dafür hat er zuviele Positionen gespielt (außer Single High, das sollte er auf keinen Fall spielen), aber ich denke sein Skillset haben die Packers schon. Ob man ihn jetzt zusätzlich noch dazu holen müsste finde daher ich fraglich.

Talanoa Hufanga Größe: 6´ (183 cm) Gewicht 199 lbs (90 kg) – USC Trojans

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Der nächste sehr variabel einsetzbare Safety, wenn man ihn denn noch so in der NFL können wird. Er hat schon bei USC häufig in der Box gespielt und dort auch gezeigt was er am besten kann: Tackling. Er hat eine gute Football IQ die ihm immer wieder erlaubt einen Schritt schneller zu spielen, als seine reine Athletik es ihm erlaubt. Er spielt in der Box wie ein LB, er ist kräftig und weis sich zu behaupten. Gegen durchschnittliche College Blocker war er auch sehr erfolgreich, gegen gute kaum. In kleinen Bereichen hat er auch einen schnellen Antritt und eine Nase für den Ball, es ist schön zu sehen wie er immer wieder versucht diesen frei zuschlagen.
Leider ist er nicht so gut in tiefer Coverage, dafür fehlt ihm schlicht die Speed und je weiter er vom Ball weg ist, umso schlechter werden die Angles die er nimmt und dann verpasst er eine Menge Tackles. Auch dürfte er für Manndeckung nicht wendig und schnell genug sein. Seine Verletztungshistorie ist leider auch schon gut gefüllt, hier werden die Teams ihn sich genau anschauen, da er schon eine Stahlplatte im Schlüsselbein hat und sich die Schulter so ausgekugelt hat, dass er operiert werden musste.
Er ist ein Box Safety/LB Hybrid. Definitv keiner für die tiefe Deckung. Wer so jemanden sucht könnte ihn eventuell in der dritten Runde nehmen. Für mich fehlt es aber an Qualitäten in der Deckung, als das ich ihn früher als in der vierten Runde nehmen würde. Er ist noch mehr Box Spieler als die beiden jetzigen Safetys der Packers und auch besser als alle anderen Safetys der Packers in der Box. Man könnte ihn also nehmen.

Caden Sterns Größe: 6´(183 cm) Gewicht 202 lbs (92 kg) – Texas Longhorns

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Der Nummer 1 Highschool Rekrut aus Texas im Jahr 2018 ( ein gewisser WR Jaylen Waddle war Nummer 3) fällt durch seine wirklich sehr gute Athletik auf, er ist nicht der kräftigste, aber seine Beweglichkeit und seine Speed sind auf Top Level. Wenn er den Spielzug vor sich hat und auf die Offense und den Ball sehen kann ist er sehr effektiv darin Fehler zu bestrafen, er ist auch gut genug mit seinen Hände um die Bälle festzuhalten. Auch seine reine Technik als DB ( Backpedal, Abläufe in Deckung) ist gut ausgebildet. Er tackelt vorzugsweise die Knöchel des Gegners, die Technik dafür sitzt auch.
Leider führt seine Vorliebe für tiefe Tacklings dazu, dass er immer wieder Kontakt vermeidet und dem Gegner etwas Zeit gibt auf ihn zu reagieren. Auch passiert es immer wieder mal, dass seine Tacklings gebrochen werden. Er legt auch kaum Wucht in die Tacklings. Man würde sich wünschen mit seiner Athletik und seinen Händen würde er mehr antizipieren und versuchen das ein oder andere Play zu riskieren, er vermeidet beides aber konsequent. Auch ist seine Übersicht als Zonendecker etwas eingeschränkt, er reagiert praktisch nicht auf Routen der Gegner. Gegen den Lauf bringt einem Team praktisch nichts, außer er bekommt eine freie gerade Bahn auf den Ball und selbst dann sind seiner Ergebnisse eher gemixt.
Definitv ein Spieler der an Tag drei gezogen wird, ich mag das was er kann und wie er spielt. Man muss mit ihm aber definitv noch an einigen Sachen arbeiten. Ob seine sehr vorsichtige herangehensweise als Safety jetzt wirklich schlecht ist muss jeder selbst entscheiden. Was auffällt nach seinem guten ersten Jahr am College kam in den Jahren danach nicht mehr viel. Deswegen würde ich ihn in der 5. Runde des Drafts einordnen. Er ist definitiv jemand der auch für die Packers interessant ist, gerade mit seinem Skillset könnte er für die Packers eine gute Ergänzung darstellen.