In diesem Bericht werden alle Spieler auf den Positionen Offensiv Guard oder Offensiv Center aufgelistet die eine Note von Runde 1 bis 3 bekommen haben, danach nur noch einzelne Spieler welche ich interessant finde.
Die Packers haben letztes Jahr zwei Guards gezogen, von denen einer ( Runyan) bereits kurze Einsatzzeiten bekommen hat, der andere ( Stepaniak) verbrachte das ganze Jahr auf allen möglichen Verletztenlisten und hat noch keinen Snap gespielt. Selbiges gilt auch für den Center Hanson, dieser verbrachte die letzte Saison im Practice Squad. Da die Packers Center Linsley haben ziehen lassen ist eine Lücke entstanden, welche die Stabilität der Line bedroht. Man könnte Multitalent Jenkins ihn ersetzen lassen, aber dann wäre die Linke Guard Position vakant und nur mäßig besetzt. Rechts haben die Packers noch Lucas Patrick und Billy Turner, beide nur ausreichende Lösungen. Patrick könnte zwar noch Center, aber das wäre mehr schlecht als recht. Da beide nur noch kurz ( ein Jahr für Patrick, zwei für Turner) unter Vertrag stehen, sollte man die Zukunft im Blick behalten. Auch muss man Turner eventuell als Tackle einsetzen, sollte man hier keinen weiteren mehr finden. Es wird also ein Spieler gesucht den man guten Gewissens dieses Jahr spielen lassen kann und der im Optimalfall den Verlust von Linsley in Zukunft ausgleichen kann.

Alijah Vera-Tucker – Größe: 6´4 1/2″ ( 194 cm) Gewicht: 308 lbs (139,7 kg) – USC Trojans

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Vera-Tucker ist ein sehr kompletter Spieler, mit einer sehr guten Spielintelligenz und Übersicht. Allgemein ich konnte im Grunde nichts finden was er schlecht kann, er ist in jedem Bereich gut, wo er besser als gut ist ist in seiner Einstellung die mir sehr gefällt, da er jeden Block zu Ende spielen will und wie er sich lateral bewegt, das ist wirklich herausragend.
Ich musste wirklich suchen und kann hier nur Negativpunkte aufführen, weil ich jetzt mal seine durchschnittlichen Maßen als Negativpunkte nehme. Er ist auch manchmal etwas inkonstant mit seinen Händen, aber das war es.
Er ist in wirklich jedem vorstellbarem Bereich gut, nicht sehr gut oder herausragend, aber gut. Die besseren Bereiche hab ich oben herausgestellt. Er passt meines Erachtens zu jedem Team, aber man muss ihn in der ersten Runde nehmen, da er auch als Left Tackle gut war und so eine wichtige Flexibilität bietet. Wobei man hier einschränken muss die Center Position müsste man ihm erst beibringen.

Creed Humphrey – Größe 6´4″ ( 192 cm) Gewicht 302 lbs ( 137 kg) – Oklahoma Sooners

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Ich mag seinen Einsatz im Spiel, er ist jemand der immer durchzieht. Er ist einer besten iOL dieses Jahr, wenn es um den Einsatz der Hände geht ( Ringer Hintergrund hilft natürlich), er hat einen sehr guten Punch und kann mit seinen Hände jede Situation lösen. Man merkt er kennt seine Limits und er spielt sehr gut an diesen vorbei. Besonders gut finde ich wieviel er mit seinen Kollegen kommuniziert und sie dirigiert. Man merkt ihm seine hohe Football IQ an. Er kann auch einen soliden Anker setzen und so Power Rusher stopppen.
Was man leider sieht ist seine limitierte Athletik, es fällt leider sehr auf wie wenig beweglich er ist. Er hat merklich Probleme gegen agile Gegner und wenn er mehr im Raum blocken muss. Auch Gegner mit langen Armen und Power geben ihm Schwierigkeiten. Wenn er aus einem Block hinter die DLine kommen muss, also nur gerade nach vorn ist er nicht der schnellste dort.
Insgesamt ein sehr guter Spieler mit Limits, um die aber bisher sehr gut drumherum spielen konnte/durfte. Er hat bisher sehr gut performt und ich traue ihm auch zu das weiter zu tun, in wie weit er noch Potential hat, bleibt abzuwarten. Er könnte maximal noch stärker werden, ich glaube an seiner Mobilität lässt sich nicht mehr viel machen. Trotzdem ist er ein Top Zweitrundenpick, der lange starten wird.
Er ist kein Fit für die Packers.


Wyatt Davis – Größe 6´4″ ( 192 cm) Gewicht 315 lbs (143 kg) – Ohio State Buckeyes

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Der bessere Ohio State iOL Spieler. Er hat mich mit seinem Punch beeindruckt, der schickt seine Gegner teilweise in andere Sphären. Allgemein hat er viel Power und dazu noch eine ordentliche Beweglichkeit. Das mündet darin, dass er gerade bei Blocks bei denen er sich selbst bewegt extrem viel Power generiert. Sowohl allein als auch bei Doppelteams. Er lebt viel von seiner Athletik, die ihm bisher viele gute Ergebnisse besorgt hat. Er hat eine ziemlich gute Übersicht und Spielintelligenz bei Zone Blocks.
Wo er noch besser werden kann ist bei seiner Balance, er kommt da teilweise zu hoch und gibt seinen Gegner einen Vorteil da sie tiefer sind als er (= Leverage). Auch vergisst er manchmal seine Füße und wird dadurch wacklig. Sein Punch führt dazu das er selten in einen echten Handfight kommt, daher kann ich schwer sagen wie gut er in diesem Bereich ist. Auch wenn er auf den Gegner warten muss ist sein Anker nicht so stark wie man erwarten würde.
Ich finde ihn stärker als seinen Nebenmann, und das nicht nur im wörtlichen Sinne, er hat einige Sachen die man polieren müsste, aber hier hat man einen guten Spieler der meines Erachtens in jedem Schema, als Guard, gut funktionieren sollte. Für mich knapp an der ersten Runde vorbei und deswegen eine sehr gute Zweitrunden Note. Auch für die Packers würde er passen.


Landon Dickerson – Größe 6´6″ ( 197 cm) Gewicht 333 lbs (151 kg) – Alabama Crimson Tide

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Er ist jemand der ständig nach Arbeit sucht und versucht seinen Kollegen zu helfen. Ich finde gut wie er es schafft innerhalb kleiner Bereich erstaunlich schnell zu agieren, auch nach vorne ( auch gegen Blocker kann er mit Expolsivität arbeiten). Er besitzt eine solide Balance und kann einen mittel guten Anker werfen gegen Power Rushes. Allgemein ist er deutlich besser wenn er seine Kraft als Blocker einsetzen kann. Auch seine Punches sind schnell und kraftvoll. Er hat in seiner Collegezeit jede Position mal gespielt ( Tackle bei Florida State und dann Guard/Center bei Alabama) und er ist auch entsprechend smart um seine Kollegen in Position zu bringen.
Was auffällt ist wie schnell ihm die Speed ausgeht, er schafft es selten seinen explosiven Antritt nach der DLine gegen LB zu halten. LB und auch agilere Dliner stellen ihn wirklich vor Probleme. Acuh lateral bewegt er sich nicht gut, er ist einfach zu langsam nach seinem Start. Leider ist er kein guter Handfigter, wenn er mit seinem Punch nicht gewinnt kann er kaum Handfights gewinnen.
Leider ist seine Verletztungsanfälligkeit ein Riesenthema, er hat bisher kaum ein Jahr geschafft ohne signifikante Verletzung. Seine Teamkollegen lieben ihn, wenn man den Interviews glauben schenken kann. Er ist definitv ein kraftvoller Blocker, der nicht zu den Packers passt. Es ist sehr schwer einzuordnen wo er letzten Endes gezogen wird, sein Skillset würde ich in der zweiten Runde einordnen.

Josh Myers – Größe 6´5″ ( 195 cm) Gewicht 310 lbs (141 kg) – Ohio State Buckeyes

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Ich mag seine Mischung aus Masse und Beweglichkeit. In allen Zonen blocks sah er gut aus, auch gerade gegen LB war er sehr erflogreich. Doppelteams waren seine Spezialität, er kann dort mit seinem Punch erstaunlich viel Bewegung kreieren und Lücken für den RB öffnen. Seine Hände können sehr gut sein und einige Situationen entschärfen. Dank seiner Masse kann er einen soliden Anker gegen Power Rushes setzen. Es spricht viel für seine Spielintelligenz wie er immer wieder Arbeit findet und seine Kollegen unterstützt.
Leider fehlt bei einzelnen Sachen die Konstanz, er bringt seine Blocks nicht immer zu Ende, er verfehlt seine Punches genauso oft wie er sie trifft und allein kann er nur selten Bewegung an der LoS kreieren. Auch finde ich seine Balance, für seine Beweglichkeit, ziemlich wacklig, da hat er gerade in Bewegung doch immer wieder Probleme. Er hatte auch einzelne Wackler drin gegen exotische Blitze ( Stunts, verzögert).
Er ist grundsolider Pick in Runde 2. Er wirkt für den Lauf deutlich komfortabler als in der Passprotection. Was mich ein wenig stört ist die Masse der Doppelteams, seine Kollegen war nämlich auch nicht übel und so könnten einige positive Situationen mehr aufgrund der Zusammenarbeit enstanden sein.
Er passt gut ins Schema der Packers, man dürfte sich im Passblock, zumindest am Anfang noch nicht zuviel erwarten.


Trey Smith Größe 6´5 1/2″ ( 196 cm) Gewicht 321 lbs (146 kg) – Tennesee Volunteers

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Einer der kraftvolleren Spieler in diesem Draft, er besitzt einen bombensicheren Anker und ne Menge Kraft im Oberkörper. Sein Punch ist ne Wucht und und er hat gleichzeitig auch eine gute Technik sollte ein Gegner seinen Punch überleben. Wenn er nach vorne blocken darf schiebt er so gut wie jeden Gegner aus dem Weg. Er blockt sehr gut ins Second Level rein und dort die LB, er hält seine Run Lane gut offen. Wie er dort blockt spricht für ein gutes Spielverständnis.
Aufgrund seiner Masse ist er nicht der mobilste. Auch wirkt er manchmal etwas unbeholfen wenn er kurze schnelle Bewegungen machen muss. Er spielt sehr aufrecht und gibt seinen Gegnern so die Möglichkeit mit Leverage zu gewinnen. Wenn er keinen Anker setzen darf, ist sein Pass Blocking leider begrenzt. Wenn er in Bewegung ist kommt er auch immer wieder in Balance Probleme, hier muss er dringend kontrollierter werden. Er spielt ziemlich inkonstant was seinen Willen Blocks zu Ende zu bringen angeht.
Er hat bei Tennessee sowohl Tackle als auch Guard gespielt, aber ich denke für Tackle ist seine Beweglichkeit einfach zu gering. Er ist als Guard deutlich besser aufgehoben. Er hatte Probleme mit Blutgerinnseln in seiner Lunge, hier werden die Ärzte entscheiden müssen in wie weit er das Risiko wert ist. Ein klarer Power Blocker, der für die Packers nicht geeignet ist. Runde 3 für mich.

Quinn Meinerz Größe 6´3″ ( 190 cm) Gewicht 320 lbs (145 kg) – Wisconsin Whitewater Warhawks

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Die Senior Bowl Sensation aus der dritten College Liga ist ein wirklich beeindruckender Spieler, er hat sich beispielweise das snappen selbst beigebracht. Er startet wirklich schnell und nutzt seine langen Arme gut aus um seine Gegner zu überpowern. Was mir gefällt ist wie er jeden “platt machen” will gegen den er spielt. Er blockt mit viel Kraft, hat aber “nur” einen gut durchschnittlichen Punch. Er schafft es gut seine Füße im blocken weiterzubewegen. Auch den Anker den er im Pass Block wirft finde ich gut.
Was mir nicht gefällt ist wie wenig Technik er benutzt, er hat die Angewohnheit gegen die nicht gute Konkurrenz sich auf seine pure Kraft zu verlassen und sie so zu schlagen, in der NFL könnte das nicht mehr so häufig der Fall sein. Auch hat er sich angewöhnt seine Balance sehr weit nach vorn zu verlagern, um seinen Oberkörper noch mehr einsetzen zu können, auch hier das wird in der NFL problematisch.
Er hat bis auf den Senior Bowl gegen keinerlei gute Colleges gespielt, daher würde ich ihn in der dritten Runde einsortieren. Ich denke er könnte noch durch aus einiges lernen und daher hat er noch Potential nach oben. Er hat im College nur Guard gespielt und sich selbst, aufgrund von Corona zum Center umgeschult, wie gut das letztendlich auf NFL Level klappt wird man sehen.
Es wäre natürlich cool einen Wisconsin-Whitewater Spieler nach Green Bay zu holen, aber ich finde ihn nicht athletisch genug für das Schema der Packers.


Aaron Banks Größe 6´5″ ( 195 cm) Gewicht 325 lbs (147 kg) – Notre Dame Fighting Irish

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Er besitzt einen wirklich sehr guten Anker und er weis wie er mit seiner Leverage arbeitet. Er kann wirklich Bewegung an der LoS erzeugen und nutzt dafür seinen guten Punch, seine Power und seine langen Arme um Räume zu schaffen. Er kann auch einige Handfights gewinnen, sollte er mal dazu gezwungen sein. Seine Leistung in Doppelteams ist ziemlich stark und er kommt auch gut aus diesen raus, um den nächsten zu blocken. Allgemein sucht er immer nach Arbeit, um seinen Kollegen zu helfen.
Was mir nicht gefällt ist wie unrund er machmal wirkt, wenn er sich zu weit bewegen muss. Er ist auch wirklich nicht schnell unterwegs. Selbst wenn nur kurz seitlich verschieben muss, öffnen sich Lücken die ausgenutzt werden könnten. Leider hatte er Probleme mit Stunts. Auch er hat Probleme seine Leverage zu halten und beraubt sich so seiner Stärke. Leider seine hände zu inkonstant, er kann damit gewinnen, aber sie sind auch häufiger nur da und er zieht keinen Nutzen aus ihnen.
Wieder so ein typischer Tag 2 Pick bei der iOL, viel Power, aber noch Feinschliff und Korrekturen vonnöten. Für mich ist er ein Drittrundenpick.
Für die Packers und ihr Zone Schema passt er allerdings so gar nicht. Dafür ist er einfach nicht beweglich genug.

Kendrick Green Größe 6´2″ ( 187 cm) Gewicht 305 lbs (138 kg) – Illinois Fighting Illini

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Green hat die meiste Zeit als Guard verbracht, jedoch auch einige Spiele als Center gemacht und das obwohl er als DT zum College gekommen ist. Er walzt mehr aus dem Snap als das er schnell ist, aber er kann seine Größe sehr gut zu seinem Vorteil nutzen. Ich bin beeindruckt wie beweglich er ist und das in jeder hinsicht. Er kann trotzdem auch seine Masse gut einsetzen um einen Anker zu werfen und die Gegner zu neutralisieren. Seine Hände kann er gut einsetzen.
Leider sind seine Hände viel zu inkonstant und er ist gerne mal zu sehr darauf bedacht seine Gegner festzuhalten. Er wirkt auch manchmal erstaunlich anfällig gegen kraftvolle Gegner. Er hat Balanceprobleme, da er seine Füße nicht kontrolliert bewegt sondern vor allem schnell und hektisch. Auch er hat Probleme mit seiner Armlänge und der seiner Gegner.
Ich bin mir unsicher, er sieht nach mehr Power aus, als er in einigen Situationen hat. Wenn mann mehr Konstanz in seine Hände und Füße reinbekommt, könnte man hier definitiv viel rausholen. Auch muss er noch ein bisschen was lernen, da er bisher nur 3 Jahre OLine spielt.
Er hat definitiv das Skillset was die Packers suchen und ich denke gerade seine Fuß und Handarbeit können die Packers gut korrigieren, ich würd ihn aber eher als Guard als als Center sehn. Für mich liegt er im Bereich 3-4 Runde.


Ben Cleveland Größe 6´6″ ( 198 cm) Gewicht 343 lbs (156 kg) – Georgia Bulldogs

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Er ist ziemlich groß für einen Guard. Trotz dessen kann er einen guten Anker setzen und vertikal an der LoS Bewegung erzeugen und so Räume schaffen. Es besitzt viel Kraft im Oberkörper und kann mit einer guten Balance seine Gegner wirklich wegschieben. Dank seiner Größe besitzt er eine gute Übersicht und kann diese auch ausnutzen um Gegner auszuschalten. Trotz seiner Ausmaße ist er relativ beweglich.
Was er leider überhaupt nicht kann ist seine Länge voll auszunutzen, er lässt immer wieder sehr nah an sich heran, weil er sich mit seiner Power schlagen will. Seine Hände vernünftig einzusetzen hat er auch nicht raus, im Grund hält er diese vor sich, wartet das er sich am Gegner festhalten kann und das wars. Könnte in der NFL die ein oder andere Flagge geben. Aufgrund seiner Größe ist Leverage ein Riesenthema bei ihm, er ist fast immer höher als sein Gegner. Am College konnte seine Power ihn da rausboxen, aber ob das in der NFL auch noch klappt ist ein ?.
Ich würde ihn zumindest mal Tackle ausprobieren, er hat zwar nur Guard im College gespielt und die Anzahl an Wechseln College Guard zu NFL Tackle geht gegen null. Aber bei ihm würde ich es zumindest mal eine Offseason probieren. Auch wenn er dafür vermutlich dann doch zu unbeweglich ist. Ich würde ihn an den Anfang der vierten Runde setzen.
Er könnte gerade ausreichend beweglich genug für die Packers sein, aber super passend ist er nicht.

Drake Jackson Größe 6´2″ ( 187 cm) Gewicht 293 lbs (133 kg) – Kentucky Wildcats

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Es ist auffällig wie schnell er aus dem Snap heraus explodiert, dies hilft ihm schnell hinter die DLine zu kommen und die LB aus dem Spielzug zu nehmen und das kann er auch ziemlich gut. Er ist auch sehr gut wenn er in Bewegung blocken kann ( in dem Fall ist laterale Bewegung gemeint). Er hat durchaus einen effektiven Handeinsatz, wenn er sie in den Fight bekommt. Er schafft es seine doch realtiv geringe Größe effektiv einzusetzen. In Doppelteams ist er auch meist erfolgreich.
Was mir nicht gefällt ist sein Pass Blocking wenn er nicht in Bewegung ist, sein Anker ist kaum vorhanden und sobald seine Gegenüber längere Arme als er haben und oder viel Kraft haben ist es sehr schnell vorbei für ihn. Er kreiert allein auch keinerlei Bewegung an der LoS. Leider hat er die Angewohnheit in Gegner reinzuspringen um über die Geschwindigkeit Power generieren, dies wird problematisch in der NFL.
Insgesamt ist er ein 4.Runden Spieler der ein wenig mehr Basis bietet als die meisten und daher jemand der durchaus einen Vorteil bringen kann, allerdings sind seine Mankos doch relativ offensichtlich, was zu Matchup Problemen führen kann. Was mir gefällt ist, dass er 45 Spiele ohner Verletzung durchgespielt hat.
Wieder jemand der ins Schema der Packers passt, aber er wäre ein qualitativer Rückschritt zu Linsley und man müsste ihn am Anfang definitiv Hilfe zur Seite stellen.

Michal Menet Größe 6´4″ ( 192 cm) Gewicht 301 lbs (137 kg) – Penn State Nittany Lions

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Ich mag wie gut Menet aus dem Snap kommt, er spricht viel vor dem Snap und wirkt als hätte er eine sehr gute Übersicht über das Feld. Er schafft es einen soliden Anker zu werfen und mit seinem schnellen Punch und dem guten Einsatz seiner Hände Gegnern an sich zu binden und sie so aus dem Spielzug zu nehmen. Generell ist er im guten Bereich von Durchschnitt wenn er in Bewegung blockt, bei Doppelteams oder wenn er LB blocken soll.
Was auffällt ist wie sehr er Probleme mit Power hat, wenn seine Gegner dann noch lange Arme haben, wird es sehr schnell, sehr dunkel für ihn. Er schafft es auch nicht die LoS zu verschieben, in keinster Weise, selbst in Doppelteams kriegt er das nicht immer hin. Auch scheint er immer wieder seine Füße zu vergessen und die kleben am Boden, was zu Balance Problemen führt. Leider bringt er kaum Blocks zu ende, er scheint nicht das Bedürfnis zu haben seine Gegner zu Boden zu bringen.
Insgesamt einer für die späteren Runden, er hat eine solide Basis, weswegen er eine 4. Runde Note bekommt. Aber es ist deutlich, dass er noch einiges verbessern müsste, ich bin mir aber unsicher in wie weit das möglich ist.
Aufgrund seiner Stärken passt er okay ins Schema der Packers, er wäre aber kein wirkliches Upgrade zu dem Personal was wir dort schon haben.

Jack Anderson Größe 6´5″ ( 195 cm) Gewicht 314 lbs (142 kg) – Texas Tech Red Raiders

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Was bei ihm auffällt ist wie kontrolliert er schon spielt, er hat eine gewisse gute Aggressivität, aber meist bleibt er sehr kontrolliert und spult seinen Block ab. Er hat eine solide Fußarbeit und auch mit seinen Händen kann er viel gutes anrichten. Er kann einen Anker setzen und so Gegner stoppen, muss diesen aber mit seinen Händen kombinieren, sonst ist dieser nicht stark genug. Seine Power an der LoS ist okay, aber auch nicht überragend. Seine Spielintelligenz bei Zone Konzepten ist deutlich, er schafft es immer wieder gute Lösungen zu finden. Grundsätzlich ist seine Balance sehr okay.
Er ist nicht der beste Athlet, seine Speed und Beweglichkeit ist auf College Level gerade so ausreichend gewesen. Er hat auch immer wieder technische Inkonstanten drin, teilweise von Snap zu Snap macht er die gleiche Sache richtig oder falsch und alles dazwischen. Ihm passiert sehr häufig, dass er sehr aufrecht spielt und so seine Leverage aufgibt.
Er ist ein klassischer Spieler zum entwickeln. Man muss ihm gar nicht viel beibringen, aber man muss Sachen ausbügeln und ihm einen Feinschliff geben. Man wird auch abwarten müssen wie gut er in der NFL in Sachen Athletik ankommt. Daher für mich ein klasischer Pick in den Runden 4-5. Auch für Green Bay könnte er passen, ich sehe ihn aber nicht weiter vorn als einen Runyan, man hätte von ihm vermutlich erst 2022 wirklich etwas.