Ein Sieg entfernt vom Einzug in den Super Bowl. Vor der Brust einen Gegner gegen den man in der Regular Season eine empfindliche Niederlage einstecken musste und die schlechteste Performance der gesamten Saison hinlegte. Das alles klingt ähnlich wie im vergangenen Jahr, als die Packers zum NFC Championship Game nach San Fransico reisten. Und doch sind die Voraussetzungen grundsätzlich verschieden. Die Packers stellten dieses Jahr die beste Offense der NFL und keiner stellten den Record von 13-3 in Frage, wie das noch im letzten Jahr der Fall war. Außerdem haben sich die Packers durch ihre gute Regular Season das Heimspielrecht im Championship Game erspielt. Alles ist angerichtet für ein packendes Spiel um den Einzug in den Super Bowl.

Recap Divisional Round

Alles konzentrierte sich auf das Duell beste Offense gegen beste Defense und am Ende siegte die beste Offense klar. Die Packers schenkten den Rams insgesamt 32 Punkte ein und ließen über den Spielverlauf nur wenig Zweifel über den Sieger dieser Partie aufkommen. Lediglich im dritten Quarter wurde es kurz spannend, als die Rams bis auf ein Score an die Packers heranrücken konnte. Doch anders als in einigen Spielen der Regular Season blieb der Fuß der Offense auf dem Gaspedal und die Rams konnten letztendlich mit ihrer eigenen Offense nicht mehr Schritt halten.

Die Defense der Rams konnte zudem keine Bigplays in Form von Turnover liefern und die eigne Offense dadruch unterstützen. Überraschend war insbesondere wir erfolgreich die Packers den Ball am Boden bewegen konnten. Die Packers liefen für 188 Yards und für 5,2 Yards pro Run. Gegen die zweitbeste Laufdefense der Liga (Yards/Versuch) durchaus überraschend. Fairerweise muss man anmerken, dass Aaron Donald mit seiner Rippenverletzung merklich nicht bei 100% war. Trotzdem hatte grade die Interior Line der Packers (Jenkins-Linsley-Patrick) ein überragendes Spiel im Run- wie auch im Passblocking.

Die Defense der Packers ließ 18 Punkte der Rams zu und hatten insgesamt kein überragendes – aber ein solides Spiel. Über die Mitte waren die Packers mal wieder anfällig im Passspiel und auch Cam Akers hatte es im Laufspiel häufig zu einfach. Die Packers hatten zudem merklich Probleme mit der no Huddle Offense der Rams. Letztendlich war die Defense aber in entscheidenden Momenten zur Stelle und konnte die Offense der Rams wieder vom Feld schicken. Das gelang der Defense der Rams nicht und die Packers zogen schließlich uneinholbar davon und dürfen sich auf das zweite Championship Game in Folge vorbereiten!

Der Gegner

Die Buccaneers belegten Platz zwei in der AFC South hinter den Saints mit einem Record von 11-5. Damit zogen sie als bestes Wildcard-Team in die Playoffs ein.  Dort trafen sie in der ersten Round auf das Washington Football. Die Bucs waren hier der klare Favorit, taten sich gegen die starke Defense des Washington Football Teams aber schwer. Letztendlich konnte die Bucs mit 31:23 die Oberhand behalten. Washington musste mit Backup Quarterback Tyler Heinike antreten, der ein gutes Spiel zeigte und das Spiel lange eng hielt. Washington hatte im letzten Quarter sogar die Chance mit dem letzten Drive auszugleichen, gaben den Ball aber letztendlich nach einem Turnover on Downs an die Bucs zurück, die dann nur noch abknien mussten.

In der Divisional Round gab es dann das insgesamt dritte Duell in dieser Saison mit den New Orleans Saints. Die Bucs setzen sich mit 30:20 durch und profitierten von einem unterirdischen Spiel von Drew Brees, der vermeintlich sein letztes NFL der Karriere bestritten hat und zum dritten Mal in Folge in der Divisional Round der Playoffs gescheitert ist. Die Bucs brauchten gar nicht ihr bestes Spiel auszupacken. Drew Brees warf drei Interceptions und Jared Cook fumbelte einen Ball. Mit insgesamt vier Turnovern wird es selbstverständlich schwer ein solches Spiel zu gewinnen.

Dabei haben die Saints in der Regular Season die Bucs zweimal geschlagen. Im November noch besiegten die Saints die Bucs mit 38:3. Das zeigt eindrucksvoll was solche Ergebnisse in den Playoffs noch für eine Relevanz haben. Keine! Nicht nur das sollte auch aus Packers Sicht Hoffnung auf ein besseres Spiel machen, als jenes in Woche 6 der Regular Season.

Ways to win – Packers Defense vs. Bucs Offense

Die Offense der Buccaneers wird getragen von individuellem Top-Talent auf fast jeder offensiven Position. Während Byron Leftwich (Offensive Coordinator) und Bruce Arians (Head Coach) den größten Teil der Saison eher fragwürdige Playcalls und oft unnötig komplizierte Gameplans  entwarfen. Im Prinzip wurde der Offense das Leben sehr häufig schwer gemacht, statt sie zu entlasten. Die Bucs hatten beispielsweise eine vergleichsweise hohe First Down Run-Quote und implementierten wenige Play-Action und Motion-Elemente in ihren Play Designs – alles Faktoren, die eine Offense heutzutage nachweislich unterstützen. All das führte zu regelmäßigen langen Third Downs, die Tom Brady mit individueller Qualität lösen musste.

Allerdings scheint es so, als hätte Arians in der späten Bye Week (Week 13) einige Anpassungen getätigt. Seit Week 14 verwendet die Offense die oben genannten Elemente deutlich konstanter und wirkt insgesamt viel flüssiger. Pünktlich zu den Playoffs hat die Buccaneers Offense dann ihren leistungsmäßigen Höhepunkt in der Saison erreicht.

Buccaneers Offense – Individuelle Qualität, wo man nur hinsieht

Wenn man die Bucs Offense individuell aufarbeiten will, führt diese Saison kein Weg daran vorbei, mit Tom Brady zu beginnen. Der sechsmalige Super Bowl Champion wechselte bekanntlich in der Offseason aus New England in ein völlig gegensätzliches Offense-Scheme, was seine Leistung in keiner Weise beeinflusst hat. Eher wurde Brady noch sogar stärker, als die vergangenen Jahre. Mit seinen nun unfassbaren 43 Jahren zeigt Brady keinerlei Anzeichen von mangelnder Armstärke. Er spielte stattdessen eine der besten Deep Passing-Saisons seiner gesamten Karriere. Brady spielt weiterhin mit wahnsinniger Accuracy in allen Bereichen des Feldes und beschützt dabei den Ball extrem gut.

Sein Waffenarsenal ist gleichzeitig wohl auch das beste in der gesamten NFL. Sowohl in der Spitze, als auch in der Breite sind die Bucs auf der Wide Receiver Position überragend besetzt. Dementsprechend findet der Großteil der Offense mit 61% der Snaps auch aus 11-Personell (also mit drei WR) statt. Mit Mike Evans verfügen die Buccaneers über eines der gefährlichsten Deep Threats der Liga, was sich tempomäßig sowie bei Jump Balls bemerkbar macht. Gegen ihn sah Jaire Alexander im Week 6 Matchup ziemlich gut aus. Gut vorstellbar, dass Pettine ihn auch am Sonntag wieder als primäres Matchup für Evans vorsieht, auch wenn er seine Cornerbacks traditionell nicht mit dem Wide Receiver über das Feld laufen lässt, sondern eher jedem Cornerback eine Seite überlässt (aus Defense Sicht: Alexander links, King rechts). King fehlte zudem im ersten Matchup verletzungsbedingt. Zumindest dieser Bereich sollte defensiv einigermaßen kontrolliert werden können.

Mit Chris Godwin, dem vermeintlich besten Slot Receiver der Liga, werden die Packers jedoch voraussichtlich größere Probleme bekommen. Als sehr guter Route Runner mit zuverlässigen Händen ist er die Waffe, die bei den Bucs am meisten Targets bekommt (ca. sieben Targets pro Spiel). Auch in der Red Zone strahlt er neben Evans große Gefahr aus und da Godwin überwiegend aus dem Slot kommt, wird er in der Regel mit Sullivan und unseren Linebackern zu tun bekommen. Ein relativ klares Missmatch zugunsten der Bucs.

Das beste Waffenarsenal der gesamten NFL?

Dazu kommen Antonio Brown (Verletzungsstatus weiterhin „day to day“), der in einzelnen Spielen diese Saison schon sehr produktiv und stark in den Gameplan eingebunden war. Er spielt beinahe ausschließlich als Outside Receiver, während Scotty Miller als Deep Threat in dieser Saison auch aus dem Slot schon Schaden angerichtet hat. Zuletzt sollte man Tyler Johnson, den Rookie aus Runde 5 des Drafts, auf jeden Fall erwähnen. Er bekommt zwar sehr wenige Spielanteile (17 Targets in der Regular Season), hat aber dabei schon mehrfach sein Potential angedeutet.

Auf der Tight End Position sind Rob Gronkowski und Cameron Brate ganz klar die beiden Starter. Im ersten Matchup hatte Gronkowski gegen die Packers sein wohl bestes Spiel bei den Buccaneers, seine Fähigkeiten kennen die meisten. Aber auch Cameron Brate ist ein solider Route Runner mit ordentlichen Händen, der gerade in den letzten zwei Playoff-Spielen als Possession Target für Brady sehr produktiv gewesen ist.

Die Buccaneers werden vermutlich die Mitte des Feldes im Passspiel sehr aggressiv attackieren und der Großteil des Gameplans wird auf den Slot (Godwin) und die Tight Ends ausgelegt sein. Insbesondere Chandon Sullivan, die Linebacker und auch die Safeties werden starke Leistungen zeigen müssen, um das Passspiel von Brady relativ konstant in den Griff zu bekommen.

Brady unter Druck setzen

Was im Week 6 Machtup absolut gar nicht funktioniert hat, war Brady unter Druck zu setzen. Sollte das wieder der Fall sein, wird es für die Coverage quasi unmöglich die Buccaneers Offense zu stoppen. Die besten O-Liner in Pass Protection sind defintiv Ali Marpet (LG) und Rookie Tristan Wirfs (RT). Die Ansätze für den Pass Rush der Packers sollten deshalb ziemlich deutlich bei Donovan Smith (LT) und Aaron Stinnie (RG), der nominell nur Backup für den derzeit verletzten Alex Cappa ist, liegen.

Pettine muss hier versuchen durch das Scheme möglichst viele 1 vs. 1 Matchups für Kenny Clark gegen Stinnie zu kreieren und auf der anderen Seite sollte die Hoffnung auf Zadarius Smith liegen, da er ja zumeist gegen die gegnerischen Left Tackles spielt. Donovan Smith ist nicht so schlecht, dass er ihn einfach dominieren wird, deshalb brauchen die Packers auch von Zadarius individuell einen starken Tag.

Run Game der Bucs

Ein weiterer Punkt, der Probleme bereiten könnte, ist das Rushing Game der Bucs. Sowohl Ronald Jones, als auch Leonard Fournette sind eher im Bereich „Power Backs“ einzusortieren und bekommen beide einigermaßen viele Snaps. Grundsätzlich hat Tampa Bay zwar kein effektives Laufspiel (Platz 25 in Yards per Carry), jedoch ist die Offensive Line definitiv in der Lage gegen Soft Boxes (Boxes mit sieben oder weniger Defense Spielern) zu dominieren.
Genau das könnte in diesem Spiel zum Problem werden, denn die Packers können sich angesichts der Waffen, über die die Bucs im Passing Game verfügen, kaum erlauben konstant die Box vollzustellen, wie sie es beispielsweise gegen die Titans oder Bears (Week 16 und 17) getan haben.

Diese Woche wird es deutlich mehr auf die individuellen Performances in der Line ankommen, weil die Entlastung durch Linebacker und Safeties in der Run Defense einfach deutlich geringer sein wird. Da Tampa Bays Run Game fast ausschließlich zwischen den Tackles stattfindet, wäre es im Run Stop extrem wichtig, dass neben Clark ein weiterer interior D-Liner ein gutes Spiel macht und seine Gaps kontrolliert.

Ways to win – Packers Offense vs. Bucs Defense

Wenn man auf das Duell in Woche 6 zurückblickt, gibt es einen zentralen Punkt in welchem die Packers auf dieser Seite des Balls in dieser Woche besser spielen müssen. Die OLine! In Woche 6 hatten die Packers merklich Probleme mit dem Pass Rush der Bucs. Defensive Coordinator Todd Bowles ist bekannt dafür den gegnerischen Quarterback viel zu blitzen. Der Druck kommt dabei über viele verschiedene Wege und insbesondere die Inside Linebacker der Bucs strahlen über den Blitz Gefahr aus. Rodgers und die Packers hatten über den gesamten Spielverlauf in Woche 6 ihre Probleme mit dem Pass Rush der Bucs.

Doch es gibt hier Punkte die Hoffnung machen. Die OLine war nicht auf dem aktuellen Niveau. David Bakhtiari verletzte sich im Laufe des Spiels und wurde von Rick Wagner ersetzt, der ein grauenhaftes Spiel auf Left Tackle hatte. Zwar ist Bakhtiaria nun wieder verletzt, aber die Packers spielen mit Wagner nun auf dessen angestammter Position Right Tackle, wo er absolut zuverlässig ist und gut spielt. Außerdem ist die gesamte OLine spielt deutlich verbessert und scheint auch den Ausfall von Bakhtiari verkraftet zu haben. Teils waren die Probleme in Woche 6 auch auf Rodgers selbst zurückzuführen, der ungewohnt lange den Ball hielt und damit den Bucs überhaupt die Möglichkeit eröffnete ihn unter Druck zu setzen.

Laufspiel gegen eine der besten Rundefenses

Auch für das Laufspiel werden die Packers ein gutes Spiel der OLine benötigen. Auch hier hatten die Packers in Woche 6 erhebliche Probleme. Das lag insbesondere an den beiden Linebackern der Bucs Devin White und Lavonte David. Beide haben mit ihrem Speed jede Lücke unfassbar schnell geschlossen und auch der OLine der Packers keine Chance gelassen sie zu blocken. Für das Rungame wird es wichtig sein, dass Jenkins, Linsley und Patrick schnell auf das Second Level der Bucs kommen, um White und David blocken zu können. Grade die Interior Line der Packers spielt in den letzten Wochen extrem stark und deutlich besser als zu Beginn der Saison.

Das Run Game muss der Grundstein für die Offense sein. Die Bucs waren in Yards/Versuch das beste Team der Regular Season mit lediglich 3,6 zugelassenen Yards pro Run. Spätestens die Divisional Round gegen die Rams hat aber gezeigt, dass die Packers auch gegen solche Gegner den Ball am Boden bewegen können. Aaron Jones und Jamaal Williams hatten gegen die Rams ein überragendes Spiel. Das lag nicht zuletzt an der dominanten OLine und hier insbesondre an Jenkins, Linsley und Patrick die viel Platz für den Lauf schaffen konnten. Die Packers liefen gegen die Rams extrem viel durch die Mitte. Mit dem besseren Spiel der OLine ist das möglicherweise auch ein probates Mittel gegen die Bucs.

Bei den Bucs könnte just in diesem Spiel Defensive Tackle Vita Vea nach Verletzung zurückkommen und die Aufgabe im Rungame für die Packers deutlich erschweren. Vea fehlte im Hinspiel nach einem Knöchelbruch und wurden nun von den Bucs in dieser designated – d.h. die Bucs haben nun 3 Wochen Zeit ihn von der Injured Reserve Liste zu aktivieren. Vermutlich werden die Bucs erst am Wochenende mitteilen, ob er spielen kann oder nicht.

Passspiel der Packers

Auch im Passspiel sind die Vorzeichen grundsätzlich verschieden zu Woche 6. Die Packers können bei den Wide Receivern aus dem Vollen schöpfen. In Woche 6 fehlte ihnen Allen Lazard und Davante Adams machte sein erstes Spiel nach seiner Verletzung. Lazard dürfte nicht nur ein Faktor im Passspiel sein, sondern ist für die Packers auch der wichtigste Receiver im Runblocking.

Wie auch gegen die Rams wird es für die Packers von essentieller Bedeutung sein Davante Adams einzubinden. In Woche 6 hatte Adams lediglich 6 Receptions für 61 Yards und es waren die Pässe auf ihn, die zu den beiden Interceptions von Rodgers führten. Gegen die Rams haben die Packers eindrucksvoll gezeigt, wie sie Adams auch gegen einen der besten Cornerbacks der Liga in Szene gesetzt haben. Die Bucs haben mit Carlton Davis und Jamel Dean keine schlechten Cornerbacks, die insgesamt aber nicht die Klasse eines Jalen Ramsey haben. Gut möglich, dass Adams gegen die Bucs auch häufiger in Double Coverage genommen wird und die Bucs einem ihre Cornerbacks Safety Hilfe gegen Adams geben.

Davante Adams aus dem Slot

Ein Ansatzpunkt für die Packers dagegen ist es, Davante Adams in den Slot zu stellen. Hier bekäme er es vermutlich dann mit Sean Murphy-Bunting zu tun, der vielleicht der Schwachpunkt der Bucs Defense ist. Auch andere Offense haben das diese Saison gegen die Bucs häufig ausgenutzt. Adams spielt häufiger als andere Wide Receiver Snaps aus dem Slot, um ihm eben diese Matchups zu ermöglichen. Ähnlich wie gegen die Rams, könnte Adams wieder vermehrt Snaps aus dem Slot bekommen.

Sowohl für das Passspiel als auch für das Rungame sind die pre Snap Motions wichtig. In Woche 6 hatten die Packers weder Tyler Ervin, noch Allen Lazard, noch Tavon Austin im Aufgebot. Alle drei sind jene Spieler, die diese Motions für die Packers bevorzugt ausführen. Das könnte ein wichtiges Element für die Packers werden.

Außerdem könnten die Packers vermehrt auf Formationen mit zwei Runningbacks zurückgreifen. Kaum ein Team in der NFL spielt mehr Plays aus zwei Runningbacks-Sets wie die Packers. Grade um den Pass Rush der Bucs zu entschärfen, könnte dies ein probates Mittel sein. Falls die Bucs blitzen, können die Runningbacks ins Passblocking gehen. Ist pre Snap zu erkennen, dass kein Blitz kommt, kann einer dieser Runningbacks oder auch beide von Rodgers auf Passrouten geschickt werden. Gerade Aaron Jones eignet sich hierfür mit seiner Fähigkeiten im Passspiel.

Allgemeines zum Matchup

Die Packers gehen als leichter Favorit in dieses Matchup. Das Spiel aus Woche 6 ist lange her und vieles hat sich seitdem geändert. Kein Grund für die Packers zu viele Gedanken an dieses Spiel in Woche 6 zu verschwenden. Der größte Unterschied ist mit Sicherheit der Heimvorteil. Auch wenn man in Corona-Zeiten das Zulassen von Zuschauern durchaus kritisch sehen darf, werden diese einen gewissen (positiven) Einfluss haben. Außerdem wird es kalt und im Vergleich zum Spiel in Woche 6 sogar verdammt kalt. Temperaturen unter dem Gefrierpunkt werden zum Kickoff erwartet. Dazu sind Schneeschauer möglich.

Das wird für die Jungs aus Florida eine echte Herausforderung. Natürlich zählt Boston nicht zu wärmsten Orten der USA und Tom Brady wird in seiner Karriere ähnlich viele Spiele in der Kälte gemacht haben, wie ein Aaron Rodgers. Aber eben dieses Jahr noch nicht. Die Packers trainieren seit erreichen der Playoffs quasi ausschließlich draußen, um sich an diese Temperaturen zu gewöhnen. Das können die Bucs schlicht nicht. In wie weit das dann das Spiel der Bucs beeinflusst muss man abwarten. Ein Vorteil für die Packers ist es aber zweifelsfrei.

Brady gegen Rodgers ist über die vergangenen 10-15 Jahre vielleicht DAS Duell der Quarterbacks. Die Bucs haben die Möglichkeit als erstes Team überhaupt im eigenen Stadion einen Super Bowl zu spielen. Nach über 10 Jahren könnten auch die Packers wieder in einen Super Bowl einziehen. Matt LaFleur wird gefragt sein, um aus den Fehlern in Woche 6 die richtigen Schlüsse zu ziehen. Die Offense der Packers muss den Weg zum Sieg ebnen.

Injury Report

Bei den Packers haben am Mittwoch alle Spieler trainiert. Dillon, der sich im Spiel gegen die Rams am Oberschenkel verletzte, konnte ebenfalls wieder trainieren. Auch Keke der lange im Concussion Protocol steckte hat wieder trainiert und kann vermutlich am Wochenende wieder spielen. Auch Krys Barnes, der sich im Spiel gegen die Rams den Daumen gebrochen hat, wird spielen können.

Bei den Bucs haben Antonio Brown und Jason Pierre Paul nicht trainiert. Gelistet waren außerdem auch Chris Godwin und Mike Evans. Außerdem tauchen noch Ronald Jones, Sean Murphy-Bunting, Jordan Withehead, Ali Marpet und Jeremiah Ledbetter auf dem Injury Report auf. Auch hier wird sich erst zum Wochenende hin entscheiden wer ausfällt.

Predictions

Chris: Ich denke, dass die Defense große Probleme haben wird, die Buccaneers Offense konstant zu stoppen. Auf der anderen Seite vermute ich aber auch, dass unsere eigene Offense deutlich produktiver als in Week 6 sein wird. Das Week 6 Spiel war ohnehin in vielerlei Hinsicht ein Outlier (kein Turnover, keine Flags der Bucs, viele Spieler deutlich an/über ihrer Leistungsgrenze), weshalb ich mir kaum vorstellen kann, dass das Spiel einen ähnlichen Verlauf nimmt.
Am Ende wird es ein Shootout und die Packers gewinnen mit 33:30 die Conference im Lambeau Field und ziehen nach 10 Jahren und zwei herzzerreißenden Niederlagen in Championsship Games in den Super Bowl ein!

Jo: Die Packers werden ein gänzlich anderes Gesicht als in Woche 6 zeigen. Die Defense wie auch die Offense ist deutlich verbessert. Grundstein für einen Erfolg gegen die Bucs wird ein gutes Laufspiel sein. Ähnlich wie gegen die Rams lässt sich damit im Laufe des Spiel Zeit und Gegner kontrollieren. Im Passspiel müssen die Packers ähnlich geduldig sein, wie gegen die Rams. Big Plays werden sich im Laufe des Spiels ergeben. Die Packers Defense wird letztendlich den entscheidenden Turnover liefern und Mason Crosby mit auslaufender Uhr schießt unsere Packers in der Super Bowl! Mein Tipp: 28:25