Und ehe man sich versieht bricht das letzte Viertel der Regular Season an. Woche 14 und nur noch vier Spiele bis zu den Playoffs. Für die Packers geht es zu den Detroit Lions. Sollten die Vikings gegen die Bucs nicht gewinnen und die Packers die Lions schlagen, wären die Packers bereits sicher in den Playoffs. Für die Lions geht es prinzipiell um nicht mehr viel. Sicherlich werden sie den Packers im Division Duell den Sieg jedoch nicht kampflos überlassen.

Recap Week 13

Die Packers schlagen die Eagles und ließen während dem Spielverlauf nur wenige Zweifel über den Sieger aufkommen. Erst als die Eagles Carson Wentz auf die Bank verbannten und Rookie Jalen Hurts zum Einsatz kam, wurde es noch einmal spannend. Hurts konnte einen 4. Versuch & 18 in einen Touchdown ummünzen. Die Packers mussten im anschließenden Drive schnell wieder punten und der Return wurde prompt von Jalen Raegor zum Touchdwon in die Endzone getragen. Es war erst der vierte Return Touchdown in der gesamten NFL-Saison, allerdings schon der zweite gegen die Packers.

Im nächsten Drive konnte dann Jones mit seinem längsten Lauf der Karriere über 77 Yards den alten Abstand wieder herstellen und endgültig den Deckel auf ein Spiel drauf machen, welches ansonsten von den Packers dominiert wurde. Auch die Defense konnte anschließend noch einmal glänzen und Darnell Savage konnte seine dritte Interception dieser Saison verbuchen. Wie er den Ball fing war durchaus sehenswert und der ein oder andere Receiver kann sich hier durchaus mal eine Scheibe von abschneiden.

Die Packers Defense konnte sieben Sacks erzielen, hielt die Offense der  Eagles bei 278 Total Yards und ließ nur zehn Punkte über das gesamte Spiel zu. Eine ordentliche Leistung, die man gegen eine schwächere Offense jedoch nicht überbewerten sollte. Erwähnenswert außerdem der 400. Touchdown von Aaron Rodgers, der zusammen mit Davante Adams nicht zu stoppen war. Adams fing zwei  Touchdowns an diesem Abend, inklusive dem 400. Es war übrigens ebenfalls Adams der Rodgers 200. Touchdown fing. Damals feuerte er den Ball auf die Tribüne. Dieses mal überreichte Adams Rodgers den Ball, der sicherlich einen besonderen Platz in seiner Sammlung bekommt.

Der Gegner

Die Lions sind einmal mehr eine Enttäuschung. Die Erwartungen vor der Saison waren wieder einmal hoch. Erfüllen konnten sie die Lions nicht und so ist es nicht verwunderlich, dass nach einer Klatsche im Thanksgiving-Spiel Matt Patricia seinen Posten als Head Coach der Lions räumen musste. Trotz zahlreichem Talent im Team, hat er es wieder nicht geschafft für gute Ergebnisse zu sorgen. Nach seiner Zeit bei den Patriots konnte er die Erwartungen, insbesondere an die Defense, nie erfüllen. Seine Bilanz in Detroit fällt ernüchternd aus.

Die Lions stehen aktuell mit einem Record von 5-7 auf dem vierten Platz in der NFC North. Nach einem Comeback-Sieg gegen die Bears am vergangenen Wochenende, haben die Lions sogar noch theoretische Chancen auf die Playoffs. Dafür müssten sie wohl alle verbleibenden Spiele gewinnen was angesichts der kommenden Gegner (Packers, Titans, Bucs und Vikings) als eher schwierig einzustufen ist.

Nach dem Rauswurf von Patricia sind die Lions auf der Suche nach einem neuen Head Coach und damit auch mit den Gedanken vermutlich schon eher in der nächsten Saison, als auf dem Rest der aktuellen. Der Kader der Lions ist immer noch mit guten Spielern und Talent gespickt. Sollten die Lions in der Offseason einen passenden und guten Head Coach aggregieren können, ist mit dem Team aus Motor City im nächsten Jahr sicher wieder zu rechnen.

Ways to win – Packers Defense vs. Lions Offense

Die Lions haben gegen die starke Defense der Bears 34 Punkte aufs Scoreboard gepackt. Das zeigt, dass die Lions in der Offense keinesfalls zu unterschätzen sind. Matthew Stafford hatte gegen die Bears vielleicht sein bestes Spiel in dieser Saison und hat die Lions zum Sieg getragen. Dabei fehlten mit Swift und Golladay noch zwei wichtige Stützen der Offense.

Stafford hat genug Waffen, um die Packers Defense zu attackieren. Allen voran sind hier Kenny Golladay und TJ Hockenson zu nennen. Golladay fehlt zuletzt mit einer Hüftverletzung, könnte aber nach längerer Abstinenz gegen die Packers nun wieder zum Einsatz kommen. Neben Golladay haben die Lions außerdem noch Marvin Jones, der eine solide Saison spielt. Dazu kommt TJ Hockenson in seinem zweiten NFL Jahr. Hockenson hat einen ordentlichen Sprung gemacht und ist eine wichtige Stütze in Passspiel der Lions. Die Packers haben gegen starke Tight End´s in Coverage durchaus ihre Probleme. Hier kommt der Ausfall von Raven Greene, der hier mit seiner Physis gegen die Tight Ends häufig noch am besten aussah, erschwerend hinzu. Möglicherweise werden wir Adrian Amos häufiger in der Box oder sehen, um in Coverage gegen Hockenson zu unterstützen.

Das öffnet andererseits Räume für die Wide Receiver. Die Packers vertrauen hier ihrem stärksten Conerback Jaire Alexander aber komplett und zeigten zuletzt auch häufiger eine Man Coverage ohne Safety Hilfe gegen den besten Receiver des Gegners. Alexander hat das Potenzial seinen Gegenspieler ein ganzes Spiel in Schach zu halten. Sollte Golladay, der beste Receiver der Lions, ausfallen gilt das umso mehr.

Das Laufspiel der Lions ist kaum ein Faktor und kann von den Packers sicherlich mit weniger Priorität verteidigt werden. Das kommt den Packers zweifelsfrei entgegen. Swift fehlte hier zuletzt merklich. Adrian Peterson ist kein Runningback mehr, der mehr als 20 Carries pro Spiel bekommt, sondern eher in Short Yardage Situationen punktuell zum Einsatz kommt. Kerryon Johnson ist in seinem dritten NFL Jahr deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben und aktuell nur noch die Nummer drei bei den Lions.

Ways to win – Packers Offense vs. Lions Defense

In der Defense sind die Lions anfällig. Die Defense belegt derzeit Platz 28 in der NFL. Nur die Jets, Falcons und Jaguars lassen pro Passversuch mehr Yards zu (7,9) als die Lions. Grade die Linebacker sind in Coverage extrem verwundbar und sollten mit den Motions Plays der Packers ihre Probleme gegen den Pass wie auch gegen den Lauf haben. Bei den Packers fällt jedoch der wichtigste Spieler für diese Motions aus. Tyler Ervin musste im Spiel gegen die Eagles vorzeitig das Feld verlassen und ist mittlerweile von den Packers auf IR geschoben worden.

Gut möglich, dass Neuzugang Tavon Austin nun diese Rolle in der Offense übernimmt. Für die Packers sind diese Motions von essentieller Bedeutung für die komplette Offense. Man darf gespannt sein, ob und wie gut Austin Ervin hier ersetzen kann.

Auch gegen den Lauf ist die Lions Defense alles andere als sattelfest. Kein Team hat mehr Rushing Touchdowns zugelassen (20) als die Lions in der laufenden Saison. Total Yards sind zwar immer mit Vorsicht zu genießen, aber auch hier haben nur vier Teams mehr Yards kassiert als die Lions. Insgesamt gibt es aus Lions Sicht defensiv wenig Ansatzpunkte. Zudem tauchte auch noch Jeff Okudah am Mittwoch auf dem Injury Report auf. Die Packers sollten wieder die Möglichkeit haben hier über 30 Punkte offensiv zu gehen. Aus Sicht der Lions stellt sich eher die Frage, ob sie diese Pace mit ihrer eigenen Offense mitgehen können, oder nicht.

Injury Report

Die Packers haben diese Woche einige Spieler auf die Injured Reserve List schieben müssen. Der bereits erwähnte Tyler Ervin wird mindestens einen Monat ausfallen. Raven Greene mit einer Schulterverletzung hat Chancen zu den Playoffs wieder fit zu sein. Außerdem wurde Billy Winn auf IR geschoben.

Jace Sternberger befindet sich wie EQ St. Brown im Concussion Protocol. Der Einsatz für beide am Sonntag wohl eher unwahrscheinlich. Alle anderen konnten mindestens eingeschränkt trainieren und wie immer wird der Rest der Woche erst zeigen, wer tatsächlich ausfällt.

Bei den Lions sind Jeff Okudah, Kenny Golladay und D’Andre Swift die Spieler die es gilt im Auge zu behalten. Golladay und Okudah haben am Mittwoch nicht trainiert. Swift zumindest eingeschränkt.

Prediction

Offensiv muss man sich bei den Packers nach den vergangenen Spielen und dem jetzt kommenden Gegner eigentlich keine Gedanken machen. Die Lions haben jedoch eine Offense, die man keinesfalls unterschätzen darf. Mit zwei weniger guten Defenses auf beiden Seiten könnte es zu einem Shootout kommen, was wohl dann auch die einzige Chance der Lions sein dürfte, um mit den Packers Schritt zu halten. In engen Spielen entscheiden dann oft Turnover oder die Special Teams das Spiel. Zuletzt nicht gerade die Stärke der Packers. Ein Trap-Game welches auf dem Papier leichter aussehen könnte, als es am Ende ist. Am Ende werden sich die Packers dank der guten und konstanteren Offense aber durchsetzen können. Mein Tipp: 38:29