Die Vikings gingen im frühen Fernseh-Slot am Sonntag unter und bereiteten den Weg für die Packers in Richtung Division-Titel. Und Green and Gold beschritt den Weg, besiegte den alten Rivalen aus Detroit mit 31:26 (14:14) und sicherte sich zum 16. mal die Krone. Our NFC North-Champions are the Green Bay Packers!

1st Quarter

Man muss aber gestehen, dass der Weg bis dahin doch sehr steinig war. Die Lions wollten sich dem Rivalen nicht kampflos ergeben und legten mit dem ersten Drive sehr gut los. Nach etwas mehr als fünfeinhalb Minuten führte Matthew Stafford Detroit in die Endzone und TJ Hockenson veredelte zur Führung. Die Antwort der Packers war allerdings beeindruckend. Nach einem Touchback fand Aaron Rodgers erst EQ St. Brown für 15 Yards. Im Anschluss folgte der Auftritt von Davante Adams, der erst dem Cornerback die sichere Interception wegschnappte und dann leichtfüßig den Slalom-Parcours in die Endzone vollendete. 7:7 nach dem ersten Viertel und die Packers dazu noch in guter Feldposition.

2nd Quarter

Und diese nutzten sie gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts. Rodgers Pass auf Marques Valdes-Scantling geriet etwas in den Rücken, doch der Receiver sammelte spektakulär und akrobatisch den zweiten Packers-Touchdown des Abends. 14:7 – es sah also gut aus. Zumal sich Stafford im Folge-Drive gleich zwei Sacks (Lowry und Gary) für 17 Yards Raumverlust einfing und der Ballbesitz schnell wechselte. Allerdings konnten die Packers daraus keinen Nutzen ziehen. Und so kamen die blauen Lions zum Ausgleich. DeAndre Swift lief zum Ausgleich in die Endzone. Noch aber war jedoch genug Zeit, doch die Lions konnten einen Passversuch auf Lazard verteidigen und die Packers mussten punten. 35 Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit also nochmal Ballbesitz Lions, doch bei der Hail Mary von der DET 43 passte Adrian Amos auf. Aufgrund einer Strafe gegen Preston Smith gab es jedoch die zweite Chance. Diesmal kam der Clarksche D-Zug durch und sorgte dafür, dass Stafford nicht einmal zum Pass kam.

3rd Quarter

Mit Ballbesitz für Green and Gold ging es in die zweite Halbzeit. Und die Packers starteten mit einem langen Drive (fast neun Minuten) und einem tollen Mix aus Pass- und Laufspiel. Auch von einer Strafe (Holding gegen Patrick) ließen sie sich nicht abbringen. Das Sahnehäubchen namens Touchdown servierte dann der Chef selbst. Keine Anspielstation, aber viel Platz für Aaron Rodgers und dieser lief aus sechs Yards zur 21:14-Führung. Und jetzt passte die Defense auf, sorgte erneut für einen schnellen Wechsel des Spielgeräts. Mehr passierte im dritten Viertel nicht.

4th Quarter

Die Packers nahmen den Ballbesitz mit ins letzte Viertel. Aaron Jones und Jamaal Williams spielten den Türöffner, sorgten in diesem Drive für 42 Yards Raumgewinn. Robert Tonyan klingelte nicht mehr, sondern Durchschritt völlig freistehend die Tür und sorgte nach dem Pass von AR12 für die beruhigende 28:14-Führung. Aber die Lions sind halt gefährlich und eine dicke Watschn von den Packers wollten die Rivalen nun nicht kassieren. Nochmals gelang ihnen ein schöner Drive, abgeschlossen durch einen kurzen Lauf von Kerryon Johnson. Kommt da nochmal Spannung auf? Wir machen es kurz: nicht wirklich. Zwar ist der Drive der Packers zu schnell zu Ende, dazu kassiert man im Special Team noch eine Strafe. Doch Mason Crosby ist in diesem Jahr einfach Mr. Zuverlässig und erhöht aus 57 Yards auf 31:21. Und trotz eines starken Returns von Agnew, ließen die Packers selbst nur noch ein Field Goal zu. Matt Prater sorgte für den Endstand von 31:24. Die restlichen 109 Sekunden vergingen dann mit kurzen Läufen und der Victory Formation.

Fazit

Es war enger als man es aufgrund des Tabellenstandes vermuten durfte, doch letztlich setzen sich die Packers verdient durch. Die Spielfreude war da, der Mix aus Lauf- und Passpiel war sehr gut. Dazu ein Aaron Rodgers in Galaform (Rating 133,6) und ganz starke Receiver. Dass nur zwei Drives der Packers gepuntet werden mussten, sagt wohl alles über die offensive Leistung. Defensiv war das auch in Ordnung. Die Probleme, gerade bei Pässen auf den Tight End und in den Slot, sind zwar vorhanden gewesen, ich gehe sogar soweit, dass die gute Defensivarbeit (von der Strafe abgesehen) bei der Hail Mary wohl das Momentum auf die Seiten der Packers gezogen hat.

Spieler des Spiels

Man will sich nicht ausmalen, wo die Packers wohl stehen würden, wenn der Quarterback nur einen Prozent schlechter als Rodgers ist. 26 von 33 Pässen an den Mann gebracht, 290 Yards und 3 Touchdowns erworfen, dazu erlief der alte Mann auch noch für einen Touchdown selbst. Das nennt man dann wohl MVP-Form.
Ebenfalls sehr gut war das Receiver-Duo Adams (115 Yards, 1 TD) und MVS (85 Yards, 1 TD, 6 von 6). Defensiv muss man die Einzelleistung von Darnell Savage (8 Tackles, 1 TFL, 1 Sack) herausheben.