Woche 15 und nur noch drei Spiele in der Regular Season. Nach letzter Woche ist aber klar, dass wir mindestens noch ein weiteres Packers Spiel als Zugabe bekommen. Nach letztem Jahr holen sich auch dieses Jahr die Packers den Titel in der NFC North und sind damit automatisch qualifiziert für die Playoffs. Die letzten drei Spiele also entspannt angehen? Mitnichten! Nach den Ausrutscher der Saints bei den Egales sind die Packers in der Pole Position für die Bye Week in der Wildcard Round. Die Packers haben es selbst in der Hand und können mit drei Siegen aus den letzten drei Spielen den First Seed fix machen. Erste Hürde dabei in Woche 15 die Carolina Panthers, die in der Nacht von Samstag (!) auf Sonntag im Lambeau Field auf unsere Packers treffen.

Recap Woche 14

Am Ende gewinnen die Packers das Spiel bei den Lions relativ souverän. Es war nicht so dominant wie man vielleicht erwarten konnte, aber am Ende hat die Offense mal wieder nichts anbrennen lassen. Rodgers lieferte mit 3 Touchdowns und einen Rushing Touchdown mal wieder ein überragendes Spiel und setzt ein weiteres Ausrufezeichen im Duell um den MVP-Award, während sein vermutlich ärgster Rivale Patrick Mahomes sage und schreibe drei Interceptions gegen die Dolphins geworfen hat.

Auch die Leistung von MVS und Adams wieder einmal herausragend. Bei Adams ist man geneigt sein Spiel mit sieben Receptions, 115 Yards und einem Touchdown als „normal“ abzustempeln. Fakt ist Adams spielt eine herausragende Saison und wirft ebenfalls einen Hut bei den Awards in den Ring zum Offensiv Player of  the Year. MVS hatte nach seinem Fumble gegen die Colts und zwei richtig schwache Spiele gegen die Lions wieder ein richtig gutes Spiel mit einem Touchdown, 85 Yards und sechs Receptions bei sechsTargets. MVS hat damit hoffentlich sein schlechtes Spiel hinter sich gelassen und kann ein wichtiger Bestandteil der Packers Offense im Rest der Regular Season und auch den Playsoffs werden.

Die Defense ließ gegen die Lions am Ende 24 Punkte zu. Die Leistung der Defense war zwar nicht überragend, aber für die Lions an diesem Tag ausreichend. Der Passrush ist die letzten Woche dabei etwas aufgewacht und lieferte auch gegen die Lions wieder vier Sacks. Auch die Laufdefense war mit 3,2 Yards pro Run sehr gut, auch wenn man das Laufspiel der Lions sicherlich nicht überbewerten sollte. Zu guter Letzt soll auch das 57-Yard Field Goal von Mason Crosby nicht unerwähnt bleiben! Ausgerechnet gegen und in Detroit, wo er eins der schlechtesten Spiele seiner Karriere hatte.

Der Gegner

Die Carolina Panthers stehen mit einem Record von 4-9 am Ende der NFC South und kommen aus zwei Niederlagen in Serie gegen die Broncos und Vikings. Der Record der Panthers ist dabei deutlich schlechter als es die Leistung der Mannschaft eigentlich aussagen würde. Sieben der neun Niederlagen ginge mit lediglich einem Score oder weniger verloren. Gegen die Chiefs verlor man mit lediglich zwei Punkten Differenz und gegen die Saints mit drei Punkten Differenz. Diese beiden Spiele alleine unterstreichen, dass die Panthers definitiv nicht zu unterschätzen sind.

Umso beeindruckender, dass die Panthers dies mit einer Offense geschafft haben, die zum größten Teil auf ihren besten Spieler Christian McCaffrey verzichten mussten, der immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hat und auch gegen die Packers vermutlich nicht auflaufen wird (dazu später mehr). Auf der Quarterbackposition haben sich die Panthers in der Offseason mit Teddy Bridgewater verstärkt, der nach einer langen Verletzungspause wieder die Chance als Starting Quarterback in einem NFL Team bekam. Bridgewater spielte eine durchschnittliche bis gute Saison. Anzukreiden sind im insbesondere, dass die Panthers es häufig nicht geschafft haben gegen Ende der Spiele einen Game Winning Drive hinzulegen. Hierfür war Bridgewater mit der Hauptverantwortliche.

Abgerundet wird die Offense durch das Wide Reiceiver Trio Robby Anderson, Curtis Samuel und DJ Moore. Insgesamt eins der besten Wide Receiver Trios in der NFL, die auch die nächsten Jahre in dieser Konstellation zusammen spielen könnten (lediglich der Vertrag von Samuel läuft aus). Nicht nur die Offense ist jung und hat Potenzial sondern auch die Defense. Die Panthers muss man in den nächsten Jahren in der NFC definitiv auf der Rechnung haben.

Ways to win – Packers Defense vs. Panthers Offense

Wichtigste Nachricht aus Sicht der Packers sicherlich, dass Christian McCaffrey vermutlich nicht rechtzeitig zum Spiel fit wird und den Panthers damit weiter fehlt. Das Rungame der Panthers konzentriert sich damit auf Mike Davis und Curtis Samuel, der zwar nominell Wide Reiceiver ist, von den Panthers aber auch gerne als Runnigback eingesetzt wird. Grundsätzlich ist das Laufspiel ohne McCaffrey deutlich schwächer einzuschätzen. Den Panthers fehlt ohne McCaffrey nicht nur ein guter Runer, sondern auch ein guter Receiver.

Im Passspiel gibt es jedoch durchaus gute Matchups für die Panhters Offense. Die Packers sind bekanntermaßen anfällig in der Coverage über die Mitte. Das betrifft besonders die Linebacker. Bridgewater wird den Ball in der Regel immer sehr schnell los und lässt somit dem gegnerischen Passrush wenig Angriffspunkte. Am liebsten wird er den Ball dabei über die Mitte los. Underneath-Routes und Yards after Catch sind eines der Kernelemente der Panthers Offense.

Mit der Verletzung von Sullivan aus dem Lions-Spiel und seinem möglichen Ausfall als unser Slot-Corner ein valider Angriffspunkt für die Panthers. Wahrscheinlich wird Will Redmond die Snaps von Sullivan übernehmen, sollte dieser tatsächlich ausfallen. Nachdem Savage zuletzt aber häufiger in der Box und an der Line of Scrimmage eingesetzt wurde, wäre es auch denkbar dass Redmond auf Safety spielt und Savage hin und wieder Slot-Corner spielt.

In die Karten spielen wird den Packers ebenfalls der mögliche Ausfall von DJ Moore. Erste Receiver der Panthers wäre damit Anderson, der es Outside dann in der Regel mit Jaire Alexander zu tun bekommen würde. Ein Matchup bei dem sich die Packers eigentlich auf Alexander verlassen können. Ein kleines Fragezeichen würde ich hier jedoch bei tiefen Routen sehen, wo Anderson mit seinem Speed Alexander schlagen könnte. Möglicherweise wird man Alexander weniger in Single-Man Coverage sehen als zuletzt und Amos und oder Savage tiefe Routen gegen Anderson zusätzlich absichern.

Ways to win – Packers Offense vs. Panthers Defense

Die Packers haben über die letzten Wochen konstant gezeigt, dass sie über eine der besten Offense der Liga verfügen. Jetzt wartet eine Panthers Defense, die man zum Mittelfeld der NFL zählen kann. Ein Auge gilt es auf die OLine der Packers zu werfen. Mit Wagner und Patrick haben zwei Spieler nur eingeschränkt trainieren können und könnten gegeben falls ausfallen. Die Panthers konnten in dieser Saison jedoch lediglich erst 19 Sacks erzielen. Einer der schlechtesten Werte in der NFL. Unter normalen Bedingungen und mit der Standardbesetzung sollten die Packers die Line of Scrimmage dominieren können und damit wieder einen wichtigen Grundstein für eine gute Offense liefern.

Das Rungame der Packers war gegen die Lions verbessert. Die Panthers haben eine durchschnittliche Rundefense und lassen im Schnitt 4,4 Yards pro Carry zu. Insbesondere mit länger andauerndem Spiel und einer Führung im Rücken, werden die Packers den Ball auch gegen die Panthers wieder gut laufen können und damit Zeit und Gegner kontrollieren.

Die Passing Defense der Panthers lässt relativ wenig Yards pro Play zu. Insbesondere Big Plays kassieren die Panthers wenig und lassen die meisten Receiving Yards im Bereich unter 20 Yards zu. Für die Packers und Rodgers bedeutet dies Big Plays und tiefe Pässe nicht zu sehr zu forcieren und die Drives geduldig zu Ende zu spielen.

Mit Jeremy Chinn haben die Panthers einen extrem gut aufspielenden Rookie in ihren Reihen, der insbesondere in den letzten Woche extrem von sich reden macht. Chinn ist flexibel einsetzbar und spielt sowohl als Linebacker als auch als Cornerback. Chinn ist in den letzten Wochen heiß gelaufen. Auf ihn gilt es ein Auge zu haben.

Injury Report

Bei den Packers ist der Injury Report mal wieder gut gefüllt. Am Mittwoch nicht trainiert hat jedoch nur Jace Sternberger, der sich noch immer im Concussion Protocol befindet. Limitiert trainiert haben am Mittwoch Sullivan, Gary, Wagner, EQ, Za’Darius Smith, Ramsey, Patrick, Lewis und King. Wie immer gilt, dass sich erst in der Woche oder kurzfristig entscheidet, wer tatsächlich ausfällt.

Bei den Panthers haben Christian McCaffrey , Robinson (Safety) und Okung (Tackle) nicht trainiert. Ein Auge gilt es definitiv auf den bereits erwähnten DJ Moore zu werfen, der nur limitiert trainieren konnte.

Prediction

Den Packers kommt der Ausfall von McCaffrey sehr gelegen. Die Panthers haben keine schlechte Defense, werden aber am Ende der Packers Offense nicht genügend entgegenzusetzen haben. Die Panthers Offense wird das Spiel lange offen gestalten können und die Packers Defense durchaus vor Probleme stellen können. Am Ende wird Bridgewater aber nicht konstant in der Lage sein, mit dem Scoring der Packers Offense mitzuhalten. Mein Tipp: 31:27