Nach einem äußerst bescheidenen Spiel in Woche acht zeigten die Packers im Thursday Night Game die erhoffte Trotzreaktion. Dank eines überragenden Aaron Rodgers siegten die Packers deutlich mit 34:17 (21:3) und stellen die Uhr damit auf 6-2. Auch die Rückkehr von Aaron Jones ins Line-Up war dabei ein wichtiger Faktor.

1st Quarter

Dies zeigte sich direkt im ersten Drive. Zwei Läufe und zwei Catches für 37 Yards Raumgewinn zeigten auf, dass „Showtyme“ wieder keine großen Anläufe brauchte. Den Rest besorgte Rodgers mit einem tiefen Pass auf Davante Adams, der den 37-Yarder in der Endzone fing. Enges Höschen, welches die Schiedsrichter anschauten. Am Ende stand aber der erste Touchdown des Abends und die Führung für Green and Gold. Auch im achten Spiel wurde der Eröffnungsdrive zu Punkten verwandelt, diesmal in sehr schnellen 198 Sekunden. Die folgenden Drives auf beiden Seiten blieben folgenlos, auch weil die Packers mit ihrem zweiten Spielzug etwas überhastet agierten. Der zweite Drive der 49ers brachte dann wieder Punkte aufs Scoreboard. Die stark ersatzgeschwächten Gastgeber hatten einige gute Situationen, die sie in die Red Zone brachten. Den letzten Pass brachte Backup-QB Nick Mullens bei Receiver River Cracraft unter, der aber den Ball nicht festhielt. Daher nahmen die Schiedsrichter den Touchdown zurück und die 49ers konnten durch Robbie Gould „nur“ auf 3:7 verkürzen.

2nd Quarter

So ein bisschen wirkten die Packers zu Beginn des zweiten Viertels im Schlafwagen-Modus – zumal Valdes-Scantling mal wieder Flutschfinger hatte. Doch im Verbund brachten Preston Smith und Raven Greene das Selbstvertrauen wieder zu den Packers zurück. Smith hittete Mullens, der den Ball zwar noch los wurde, doch genau in die Arme von Greene warf. Endlich mal wieder ein wichtiges Big Play der Defensive. Mit Geduld und Spucke veredelte die Offense dann diesen Ballgewinn. Am Ende stand der Mercedes unter den Tight Ends, Marcedes Lewis, frei und fing zur 14:3-Führung. Vorausgegangen war dabei ein Penalty gegen die 49ers. Die Defensive war nun gut drauf – Savage fing fast die nächste Interception. Nochmal ging die Packers-Offense aufs Feld und zeigte gute Läufe und effektives Ball Movement. Am Ende war es dann aber ein langes Brot von Rodgers zum dritten Touchdown des Abends: sein langer Pass über 52 Yards fand Marquez Valdes-Scantling, der diesmal sicher Zugriff und die letzten Schritte in die Endzone machte. Da danach die Defensive weiter aufmerksam war, gingen die Packers mit einer verdienten 21:3-Führung in die Pause.

3rd Quarter

Einen Einbruch erlebten die Packers zunächst nicht. Die Defensive hielt den ersten Drive der 49ers trotz einer unnötigen Strafe gegen Jackson auf. Die Packers-Offense hatte dann einen schönen Drive durch die Luft, unter anderem mit einem tänzelnden Adams und einem sicheren Sternberger. Die Kirsche auf die Sahne durfte dann MVS setzen, der einen schön getimten Pass sicher fing und die Packers mit 28:3 in Führung brachte. Unnötig zu erwähnen, dass Mason Crosby bis dahin alle Extrapunkte verwandelt hatte. Die Defensive wollte der Offensive aber in nichts nachstehen. Auch Za’Darius Smith setzte sein Highlight, sackte Mullens und sorgte für einen Fumble. Natürlich sicherte „Z“ höchstselbst den Ball für Green and Gold. Ein Touchdown-Drive kam aber nicht zustande. Crosby durfte ran und verwandelte sicher zum 31:3. Die Messe war damit gelesen.

4th Quarter

Konzentriert gingen die Packers in den Schlussabschnitt und stoppten auch hier direkt den ersten Drive – in letzter Sekunde muss man dazu sagen. Die Offense nahm durch viel Laufspiel fast acht Minuten von der Uhr, kam aber nicht wirklich in Richtung Endzone. Daher musste Crosby ran, traf aus 53 Yards und ist weiter bei einer perfekten Field Goal-Quote in diesem Jahr (elf von elf). Nun fiel die Spannung bei den Packers ab. Anders ist nicht zu erklären, wie einfach die 49ers den folgenden Drive zu Ende brachten. Fünf Minuten vor dem Ende brachte Richie James das Ei in der der Packers Endzone unter. Am Ausgang des Spiels sollte das natürlich nichts ändern und so durften sich offensiv Lovett und Boyle versuchen und auch statistisch eintragen. Den Drive brachten die Packers aber nicht zum Abschluss, so dass die 49ers nochmal ran durften. Es ging zum Endstand von 17:34 aus Sicht von San Francisco nochmal in die Endzone. McKinnon lief aus einem Yard noch ins statistische Vergnügen.

Fazit

Nehmen wir es so wie es war: die Packers brachten gegen stark ersatzgeschwächte 49ers einen sicheren Sieg nach Hause. Adams und Rodgers waren erneut mit einem starken Spiel zur Stelle, wobei diesmal auch Unterstützung von Ervin und vom arg vermissten Jones kam. Das war offensiv eine Runde Sache, wobei man gegen ein dezimiertes Backfield der 49ers von den anderen Receivern einfach mehr erwarten muss. Defensiv war es ein kleiner Schritt vorwärts, den man aber nicht überbewerten sollte. Aber die Big Plays von Z und Greene waren enorm wichtig, um etwas Selbstvertrauen zu tanken. Dass nun Jaire Alexander auszufallen droht (Gehirnerschütterung), ist eher nicht so doll – denn das eigene Defensive Backfield ist aktuell auch nicht in sehr guter Verfassung.

Spieler des Spiels

Tja an Aaron Rodgers kommt man nicht vorbei. 25 von 31 Pässen an den Mann gebracht, damit 305 Yards und vier Touchdowns erworfen. Vor allem die langen Dinger kamen diesmal mit unglaublicher Sicherheit an. Garniert wird das Ganze noch mit einem Run für sieben Yards und einem 1st Down.
Ebenfalls stark war „Tae“ mit 173 Yards, bei zehn Catches und einem Touchdown. Und erwähnen muss man mal Mason Crosby: in dieser Saison perfekt per Field Goals und dazu 28 von 29 PATs verwandelt und das trotz Verletzungsproblemen aktuell.