Aaron Jones? Fehlt! David Bakhtiari? Out! Darnell Savage? Auch raus! Kevin King? Fehlt ebenfalls. Allen Lazard? Auf IR. Die Ausfallliste war lang vor dem Spiel am gestrigen Abend, doch die Packers haben die Jungs alle vergessen lassen. Mit einem 35:20 (21:0) kehrt Green and Gold vom Auswärtstrip in Houston zurück. Und das liegt an einer über weite Strecken verbesserten Defensive, an einem bärenstarken Aaron Rodgers und an einem Receiver, welcher an diesem Abend auch CoViD-19 im Alleingang hätte besiegen können. Welcome to the Adams-Show, Ladies and Gentlemen!

1st Quarter

Es war wie immer in diesem Jahr: der erste Drive der Packers saß. Zwar mit etwas Glück (bei einem Sack für acht Yard-Raumverlust gab es eine Strafe gegen Houston), doch am Ende recht souverän. Und das Schöne war: alle Positionen wurden ins Passspiel einbezogen, ehe final Davante Adams den Schlusspunkt setzen durfte. Erst den Verteidiger ausgedreht und dann ohne Probleme zum Touchdown gefangen. 7:0 Packers! Macht in der Summe: der sechste Eröffnungsdrive der Saison, das sechste Scoring! Der Rest des Viertels ist schnell erzählt: beide Teams mussten schnell die Punt Teams rausschicken. Allerdings muss der letzte Pass des Viertels noch erwähnt werden. Ein tiefes Ding von Rodgers zum eigentlich recht gedeckten Adams – perfekt getimet, perfekt gefangen! Vor einer Woche wäre das wohl eine sichere Interception gewesen, gestern Abend waren es 28 Yard-Raumgewinn.

2nd Quarter

Und weil es so schön war folgte im selben Drive noch so ein Ding: Rodgers mit viel Zeit, Adams völlig frei und schon waren die nächsten 36 Yards auf dem Board. Veredelt wurde das Ganze durch den ersten Touchdown von Jace Sternberger. Nach einer perfekten Motion von Williams sah Rodgers seinen Tight End und „Sternie“ durfte erstmals in seiner Karriere über eigene sechs Punkte jubeln. Und wo wir bei Premieren waren: Sekunden vor der Pause durfte auch Malik Taylor über seinen ersten „Sechser“ jubeln. Er fing einen kurzen Pass zum 21:0. Zuvor hatte vor allem Jamaal Williams dafür gesorgt, dass Adams nicht alles schultern musste. Und was war defensiv los? Nix, man hielt die Offensive der Texans in der ersten Hälfte klein, garniert mit je einem Sack von Za’Darius Smith und Krys Barnes. So kam Houston nur einmal in Field Goal-Range, doch Fairbairn nagelte das Ei links am Gestänge vorbei.

3rd Quarter

Mit dem klaren Vorsprung im Rücken kam die Defensive etwas verschlafen aus der Kabine und die Texans deuteten an, dass sie durchaus eine schlagkräftige Offense haben, wenn man sie lässt. Watson fand ohne richtigen Druck die Lösungen und schließlich auch David Johnson in der Endzone, welcher sicher fing. Was folgte war dann die Fortsetzung der Adams-Show. Erst ein kurzer Catch für ein 1st Down, dann stand er auf einmal völlig frei und hatte keine Mühe einen tiefen Pass von Rodgers in die Endzone zu tragen. Mit 28:7 war der alte Abstand wieder hergestellt und damit begann eigentlich die Garbage Time, denn bis zum Viertelende passierte nichts mehr.

4th Quarter

Der Schlussabschnitt wurde dann aber doch recht ereignisreich. Erst nahem ein D-Zug namens Adrian Amos eine Abkürzung und brachte die Texans aus der Red Zone raus. Dann verwandelte Fairbairn das Field Goal zum 10:28. Im anschließenden Drive mussten die Packers punten, doch Scott wurde geblockt und Houston kam in guter Position wieder an den Ball. Die Defensive hielt aber und ließ nur ein weiteres Field Goal zu. Auf das 13:28 aus Texans-Sicht antworteten die Packers aber erst im übernächsten Drive. Ein langer Pass auf Adams (mal wieder) und ein schöner Lauf von Williams brachten die Packers tief in die gegnerische Red Zone. Den Rest erledigte Jamaal selbst und spätestens mit dem 35:13 rund vier Minuten vor dem Ende war die Messe gelesen. Zwar gelang den Texans noch ein zweiter Touchdown zum 20:35, blieb aber nur Statistik. Ebenso wie das schwache Verhalten des Packers-Special Teams beim folgenden Onside-Kick. Immerhin blieb das folgenlos, denn ein harter Hit von Henry Black forcierte ein Fumble, den Amos zurückholte.

Fazit

Es war mal ein Spiel, was vor allem offensiv Spaß gemacht hat. Rodgers fand fast immer die richtigen Lösung und „Tae“ Adams war absolut on Fire. Schön ist auch, dass sich „Sternie“ und Malik Taylor über ihren ersten Touchdown freuen durften. Auch sonst hatte man nicht das Gefühl, dass man mit der Texans-Defense große Probleme hatte. Defensiv war es eine starke Verbesserung zur Vorwoche, nur 17 Punkte zuzulassen ist absolut in Ordnung (das eine FG nach dem geblockten Punt lassen wir mal raus). In der Summe eine Runde Sache und ein nie gefährdeter Sieg.

Spieler des Spiels

Man merkt es an der Artikelüberschrift, der Mann des Abends kann nur Davante Adams heißen. 13 von 16 Pässen für 196 Yards gefangen, dazu zwei Touchdowns – wer immer „Tae“ im Fantasy-Team hat, durfte sich auf die Schultern klopfen. Ebenfalls stark: Rodgers mit einem Rating von 132,4 sowie Jamaal Williams mit 114 Total Yards und einem Touchdown. Defensiv darf man Krys Barnes mit acht Combined Tackles und einem Sack herausheben.