Woche 4 der Regular Season und auf die Packers wartet das zweite Primetime-Spiel in Folge. In der Nacht von Montag auf Dienstag treffen die Packers auf die Atlanta Falcons. Wir blicken auf das Machup gegen Matt Ryan und seine Falcons und werfen zudem einen ausführlicheren Blick zurück auf Woche 3.

Recap Week 3

Es war das knappe Spiel, welches man im Vorfeld erwarten konnte. Mehrmals wechselte die Führung zwischen den Saints und Packers hin und her. Am Schluss leitete ein Turnover der Packers Defense den Sieg ein.

Die Packers starteten außerordentlich gut und schicken die Saints Offense gleich zu Beginn des Spiels mit einem 3 & out direkt wieder vom Feld. Den anschließenden Drive beendete die Packers Offense mit einem Field Goal, nachdem Rodgers zunächst gesackt wurde, Tonyan jedoch mit seinem anschließenden Catch beim dritten Versuch die Packers wieder in Field Goal Range brachte. Crosby hatte anschließend aus 52 Yards keine Probleme.

Die Saints konnten anschließend insbesondere über das Laufspiel und Kurzpassspiel zum Erfolg kommen und den Ball gut bewegen. Kamara brachte den Ball nach einem langen Lauf mit vielen verpassten Tackles auf Packers Seite in die Redzone und vollendete schließlich auch den Drive mit einem Catch bei Second Down zum Touchdown für die Saints. Die Packers kamen anschließend wieder nur zu einem Field Goal.

Anschließend war wieder die Packers Defense zur Stelle und Drew Brees hatte Glück keinen Turnover produziert zu haben. Kingsley Keke kam zu Brees bei 3rd & 10 durch und schlug den Ball frei. Ein OLiner der Saints konnte den Fumble jedoch recovern und die Saints blieben im Ballbesitz, bzw. punteten den Ball zurück zu den Packers.

Nach einem kurzen Punt und einer Strafe für das Kicking-Team gab es gute Feldposition für die Packers Offense. An der Mittellinie begann der Drive und LaFleur und Rodgers nutzen dies aus, um zum ersten Mal im Spiel einen tiefen Pass zu werfen. Playaction-Pass mit einer 45 Yard-Bombe auf Allen Lazard, der zwar ins straucheln kam, den Ball aber trotzdem kontrollieren konnte und innerhalb der 5 Yard-Line der Saints zu Boden ging. Lazard durfte am Ende des Drives dann auch den Touchdown bejubeln, nachdem er ziemlich frei in der Endzone den Ball von Rodgers bekam.

Den nächsten Drive hätten die Packers Defense schon früh beenden können. Will Redmond verpasste bei 3rd & 15 ein Tackle gegen Kamara, der in der Saints Hälfte das neue First Down erzielen konnte. Bei einem 3rd & 3 an der Packers 30-Yard Line war dann allerding Schluss für die Saints. Nach einem Screen Pass auf Taysom Hill war die Packers Defense zur Stelle und die Saints Offense musste mit einem Field Goal vorlieb nehmen.

Im nächsten Drive mussten die Packers das erste Mal im Spiel punten und gaben den Ball mit etwas mehr als zwei Minuten nochmal den Saints. Nach einer Strafe gegen Za´Darius Smith waren die Saints bereits wieder in der Hälfte der Packers. Mit sechs Sekunden auf der Uhr fand Brees schließlich Sanders in der Endzone zur Halbzeitführung für die Saints.

Halbzeit zwei

Nach der Halbzeit bekam die Packers Offense den Ball. Nach zwei Incompletions hieß es 3rd & 10. Es folgte das zweite Highlight des Abends mit dem zweiten tiefen Ball von Rodgers auf Lazard, der den Pass fing und an der 3 Yard-Line der Saint zu Boden gebracht wurde.

Die Packers benötigten alle vier Versuche um den Ball in die Endzone zubekommen. Bei 4th & Goal war es Aaron Jones der nach einem starken Block von Marcedes Lewis den Ball über die Goalline brachte. Die Packers waren wieder in Führung.

Die Saints marschierten anschließend wieder gut übers Feld. Bereits in der Redzone wollten sie den vierten Versuch, bei noch drei Yards zugehen, eigentlich ausspielen. Nach einem False Start der eigene OLine kam dann jedoch Will Lutz aufs Feld der zum zwischenzeitlichen 20:20 ausglich.

Die Packers waren wieder am Zug. Nach einer Pass Interference gegen die Saints Defense waren die Packers schnell wieder in der Hälfte der Saints. In der Redzone der Saints war es dann Lewis, der seinen zweiten Touchdown in Green & Gold bejubeln durfte. Bei 3rd & 2 war das Play eigentlich schon durch. Rodgers rollte nach außen und verlängerte das Play. Lewis setzte sich, nah an der Grenze des Unerlaubten, gegen seinen Gegenspieler durch und bescherte den Packers die erneute Führung.

Anschließend folgte von Kamara das Play, welches vermutlich bereits um die ganze Welt gegangen sein dürfte. Spät im Down wirft Brees einen Pass auf Kamara. Will Redmond ist eigentlich zur Stelle und kann Kamara noch im Backfield stellen. Er verpasste nicht zum ersten Mal in diesem Spiel das Tackle. Zusammen mit einem Vorblocker macht sich Kamara auf den Weg und auch die restliche Packers Defense bekleckert sich nicht mit Ruhm. 50 Yards Touchdown Run zum erneuten Ausgleich.

Das letzte Viertel

Es ging ins Schlussviertel und auch dieses hatte noch einiges zu bieten. Die Packers bewegten den Ball bis zur Mitte des Feldes, konnten aber zunächst kein neues First Down erzielen. LaFleur entschied sich den vierten Versuch auszuspielen. Rodgers übergab den Ball an Jones der nach einem verpasstem Block von Lazard jedoch kein neues First Down erzielen konnte. Turnover on Downs und gute Feldposition für die Saints.

Doch im vielleicht entscheidenden Moment war die Packers Defense zur Stelle. Za´Darius Smith schlug den Ball gegen Taysom Hill frei und konnte den Ball anschließend auch für sich behaupten. Die Packers gingen anschließend durch Crosby mit 30:27 in Führung.

Auch im anschließenden Drive kann die Defense die Saints bei einem 3rd & 5 vom Feld schicken und der eigenen Offense den Weg zum Sieg ermöglichen. Aaron Rodgers kann die Saints Defense mit seinem Hardcount ins Offside locken. Beim anschließenden Free Play, wird Lazard regelwidrig am Catch in der Endzone gehindert. First Down and Goal an der 1-Yard Line der Saints.

Im zweiten Down kassieren die Saints erneut eine Strafe. Letztendlich findet Rodgers Tonyan in der Endzone zum 37:27 mit noch zwei Minuten auf der Uhr. Die Packes Defense beschränkt sich anschließend darauf keine langen Pässe zuzulassen und gibt den Saints im Kurzpassspiel einige Yards. Mit knapp 30 Sekunden auf der Uhr schießen die Saints das Field Goal und verkürzen noch einmal auf 7 Punkte. Der anschließende Onside Kick gerät jedoch zu kurz und die Packers können zum 37:30 Sieg abknien.

Der kommende Gegner

Wenn man über die Falcons redet, redet man zwangläufig über die kuriosen Ergebnisse der Falcons aus den letzten beiden Wochen. Dass die Falcons keine Shutdown-Defense haben werden, war vor der Saison abzusehen. Dass sie aber innerhalb von zwei Woche zwei sicher geglaubte Partien noch aus der Hand geben, ist dann insbesondere in der Art und Weise schon kurios und lässt Erinnerungen an den Super Bowl XLI aufkommen.

Nachdem die Falcons in Woche eins gegen die Seahawks verloren haben, folgte in Woche zwei die Niederlage bei den Dallas Cowoboys nachdem die Falcons bereits mit 15 Punkten bei nur noch acht Minuten im letzten Viertel führten. Am Ende drehten die Cowboys das Spiel noch, auch dank eines kuriosen Onside-Kicks bei dem das Special Team der Falcons alles andere als gut aussah.

In Woche 3 sorgten die Falcons dann vermutlich dafür, dass die Karriere von Bears Quarterback Mitch Trubiksy nun endgültig als gescheitert bezeichnet werden kann, nachdem Nick Foles die Bears nach einem 16 Punkte Rückstand mit noch knapp 6 Minuten auf der Uhr zum Sieg führte. Binnen zwei Wochen geben die Falcons damit zwei sicher geglaubte Siege noch aus der Hand und stehen statt 2-1 nun mit 0-3 bereits mit dem Rücken zur Wand. Wollen die Falcons noch irgendetwas in dieser Saison erreichen, dann ist das Spiel gegen die Packers eigentlich die letzte Möglichkeit den Schalter umzulegen.

Auch für unseren Head Coach ist das Spiel gegen die Falcons sicherlich besonders. Von 2015 bis 2016 war LaFleur in Diensten der Falcons. Zusammen mit seinem Bruder Mike LaFleur war er dort mit verantwortlich für die starke Offense der Falcons, die ein Jahr später im Super Bowl gegen die Patriots standen.

Ways to win – Packers Defense vs. Falcons Offense

Die Offense um Matt Ryan, Julio Jones und Kelvin Ridley funktioniert. Nach Passingyards sind die Falcons hinter den Cowboys und Bills auf Platz 3 der NFL. Das zeigt, dass die Falcons den Ball bewegen können. Gleichzeitig hat die Packers Defense bisher einiges an Yards zugelassen.

Kernfrage wird sein, ob die Packers Defense Mittel gegen Julio Jones und Calvin Ridley finden können. Wenn beide fit sind kommt viel Arbeit auf die Packers Defense zu. Auch wenn das Laufspiel der Falcons insgesamt weniger gefährlich ist als das Passspiel, ist gerade nach letzter Woche und den vielen Yards von Alvin Kamara klar, dass auch die Falcons möglicherweise versuchen werden den Ball vermehrt zu laufen.

Mike Pettine wird die Yards am Boden vermutlich aber wieder in Kauf nehmen, um keine Big Plays gegen Ridley und Jones zuzulassen. Für die Packers Defense dürfte zudem die Rückkehr von Kenny Clark sowohl gegen den Lauf als auch gegen den Pass helfen. Grade im Pass Rush kann Kenny Clark durch seine Präsenz in der Mitte Räume für die übrigen Pass Rusher der Packers schaffen. Insbesondere der Pass Rush läuft auch der Form und den Zahlen aus dem Vorjahr noch deutlich hinterher.

Ways to win – Packers Offense vs. Falcons Defense

So gut die Falcons Offense den Ball bewegen kann, soviel lässt die eigene Defense auch zu. Nur die Seahawks Defense lässt mehr Yards durch die Luft zu, als die Falcons. Positiv für die Packers ist zweifelsfrei die Rückkehr von Devante Adams. Die Falcons Defense ist anfällig, sodass zu Beginn wieder viel auf viele Punkte für die Packers hindeutet.

Gegen den Lauf bewegt sich die Falcons Defense im Mittelfeld der NFL. Der Fokus der Falcons Defense dürfte auf Adams liegen. Bisher hat Matt LaFleur aber immer wieder für Überraschungen gesorgt und andere Spieler standen letztendlich im Fokus. Im ersten Spiel war es Adams. Im zweiten Spiel Jones und im dritten Spiel Allen Lazard.

Möglichkeiten für die Offense wird es sicher auch wieder über Playaction geben. Dort waren die Packers bisher sehr effektiv. Außerdem kann es in einem möglich Shootout auch darauf ankommen wer den Ball in den eigenen Reihen halten kann und keine Turnover produziert. Auch in dieser Statistik ist die Packers Offense sehr effektiv und erlaubt sich keine Fehler.

Der Ausfall von Lazard ist jedoch in vielerlei Hinsicht ein Verlust für die Packers. Lazard wird nicht nur als Anspielstation fehlen, sondern auch im Rungame als Blocker. Kein anderer Wide Receiver der Packers wurde so häufig im Blocking eingesetzt wie Lazard. Fraglich wer diese Rolle am ehesten übernehmen kann.

Und wie die letzten Spielen, gilt auch hier wieder, dass die Offense die eigene Defense entlasten kann. Mit einer Führung im Rücken spielt es sich für jede Defense leichter.

Injury Report

Bei den Packers ist der schmerzlichste Ausfall wohl der von Allen Lazard. Nach seinem besten Spiel in der NFL muss er sich überraschender Weise einer Operation unterziehen und fällt einige Wochen aus. Erfreulich dagegen, dass sowohl Adams als auch Clark wieder zurück im Training sind und höchstwahrscheinlich für das Spiel am Montag zur Verfügung stehen.

Auf Kirksey werden die Packers ebenfalls eine Weile verzichten müssen. Im Training ist dafür nach seiner Knöchelverletzung auch wieder Deguara. Auch er könnte für Montag wieder fit sein.

Bei den Falcons stehen sowohl Ridley als auch Jones auf dem Injury Report. Beide haben jedoch am Freitag zumindest wieder limitiert trainiert. Ausfallen könnte dagegen Kicker Koo. Ebenfalls fraglich sind die Safeties Neal und Allen.

Prediction

Es könnte ein Trap-Spiel sein. Die Falcons scheinen auf den ersten Blick schlechter als sie es tatsächlich sind. Zudem haben die Packers die Bye Week vor Augen. Vor der Bye Week heißt es nochmal volle Konzentration. Die Packers Offense wird gegen die wacklige Falcons Defense wieder für ordentlich Punkte auf dem Scoreboard sorgen können. Andererseits sind aber auch die Falcons zu einigen Punkten gut. Vieles deutet auf einen Shootout hin in welchem möglicherweise ein Turnover am Ende wieder die Entscheidung bringen kann. Mein Tipp: 37 – 25