Die erste Woche NFL ist vorbei. Die Packers sind mit einem überzeugenden Sieg gegen den vermeintlich stärksten Divison Rivalen in die Saison gestartet. Es folgt das nächste Division Duell gegen die Detroit Lions. Wir informieren euch ausführlich über das bevorstehende Matchup und zeigen auf, worauf es für die Packers in Woche 2 ankommen wird.

Recap Week 1

Nach einem offensiv mehr als überzeugenden Leistung gegen die Vikings und einem Aaron Rodgers in Bestform, darf man gespannt sein, ob sich die Leistung im Spiel gegen die Lions vorsetzen lässt. Offensiv hatten man zu Beginn des Spiels zwar noch Probleme in der Red Zone und musste hier mir zwei Fieldgoals den Vikings wieder das Feld überlassen, konnte anschließend aber immer besser in der Rhythmus finden.

Durchaus erwähnenswert dabei die Leistung der OLine die keinen einzigen Sack zuließ und Rodgers perfekt beschützt. Ja, die Vikings mussten auf ihren vermutlich besten Passrusher Hunter verzichten, aber auch die Packers spielten in der OLine nicht mit der Standardbesetzung. Elgton Jenkins startete auf Right Tackle, Lucas Patrick übernahm dafür von Jenkins den Platz auf Left Guard und Lane Taylor startete auf Right Guard.

Im Laufe des Spiels verletzte sich zuerst Lucas Patrick, woraufhin Elgton Jenkins zurück auf seine Stammposition gezogen wurde und Rick Wagner auf Right Tackle übernahm. Anschließend fiel auch noch Lane Taylor aus, der mit einer schwereren Knieverletzung den Rest der Saison verpassen wird. Für ihn kam Rookie Jon Runyan in die Partie.

Defensiv hatten man die Vikings zu Anfang im Griff. Zwar konnten die Vikings mit ihrem ersten Drive noch einen Touchdown hinlegen, anschließend folgten aber eine Interception und ein Safety, beide durch Jaire Alexander. Da die Packers Offense aus beiden Turnovern Kapital schlagen konnte, stand die Defense im weiteren Spielverlauf weniger im Fokus.

34 Punkte sind am Ende für die Vikings aber doch ein paar Punkte zu viel gewesen. Da hätte die Defense durchaus besser halten können. Negativ auch, dass man nach dem Touchdown vor der Halbzeit mit nur noch 14 Sekunden auf der Uhr die Vikings nochmals in Field Goal Range ließ und vermeidbarer drei Punkte mit dem Pausenpfiff kassierte. Ein Faktor war sicher aber auch die Verletzung von Kenny Clark, der kurz vor der Halbzeit verletzt raus musste und auch für das kommende Spiel fraglich ist.

Der Gegner

Die Lions im letzten Jahr das schlechteste Team in der NFC North können wieder einmal einen sehr guten Kader präsentieren. Dieses Jahr dürfte definitiv die letzte Chance für Head Coach Matt Patricia sein. Wenn er dieses Jahr nicht liefert (mindestens Playoffs?), dann dürfte es das für ihn gewesen sein.

Die Lions kommen aus einer bitteren Heimniederlage gegen die Bears, in welcher sie eine 17 Punkte Führung in den letzten 20 Minuten noch abgaben. Dabei waren die Bears bis dahin offensiv kaum in Erscheinung gedrehten. Mitch Trubisky spielte wieder das, was man letztes Jahr schon so häufig von ihm gesehen hat. Er klebt an seinen Reads, hielt den Ball zu lange und hatte eine grauenhafte Accuracy. Kurz: Die Lions Defense hatte die Bears Offense eigentlich im Griff.

Die Lions mussten dann verletzungsbedingt einige Umstellungen in der Secondary vornehmen. Von zuvor viel Zone-Coverage stellten die Lions auf Man-Coverage um. Gegen die zweite und dritte Garde der Cornerbacks sah die Bears-Offense und auch Mitch Trubisky plötzlich deutlich besser aus. Das Comeback war die logische Folge. Aus Lions-Sicht nicht schon schlimm genug, führte Matthew Stafford die Lions Offense noch einmal über Feld. Mit sechs Sekunden auf der Uhr ließ Rookie-Runnigback D‘Andre Swift den sicheren Touchdown zum Sieg fallen.

Ways to win – Packers Defense vs. Lions Offense

Wie können die Packers das Laufspiel der Lions um Adrian Petterson und D’Andre Swift ohne Kenny Clark stoppen? Das könnte einer der zentralen Fragen für die Packers Defense sein. Kenny Clark ist zwar offiziell noch nicht raus für das Spiel, vieles deutet allerdings momentan darauf hin. Auch im Spiel gegen die Vikings ging nach dem Ausfall von Kenny Clark nicht mehr viel. Hier half die gute Performance der eigenen Offense, dass das Laufspiel der Vikings weniger zum Tragen kam.

Da Wide Receiver Kenny Golladay vermutlich weiterhin ausfallen wird, sollte den Fokus der Lions noch stärker auf das Laufspiel fallen. Doch auch ohne Golladay kommt eine Menge Arbeit auf die Packers Secondary zu, die auch gegen die Vikings nicht immer Sattelfest wirkte. Gegen die Bears hat Tight End T.J. Hockenson herausgestochen, der nach einem schwierigen ersten Jahr in der NFL sein vermeintlich bestes Spiel seiner noch jungen NFL-Karriere machte (5 Targets, 5 Catches, 56 Yards, 1 Touchdown). Hier kommt wohl die erste richtige Bewährungsprobe auf Neu-Packer Christian Kirksey zu, der eben genau für das Covern von Tight End´s und Runnigbacks ins Team genommen wurde und hier der Packers Defense mehr Athletik geben soll.

Was kann der Pass Rush der Packers gegen die Lions OLine ausrichten? Gegen den vermeintlich starken Pass Rush der Bears ließen die Lions lediglich einen Sack zu. Definitiv ein Indiz für eine gute Protection. Eventuell muss Mike Pettine hier wieder mehr übers Scheme arbeiten. Einige interessante Aufstellungen mit Za´darius Smith, Preston Smith, Kenny Clark und Rashan Gary gab es bereits gegen die Vikings. Erwähnenswerte hierbei, dass Gary die meisten Quarterbackpressueres zu verzeichnen hatte. Positiv für die Packers in dem Zusammenhang, dass zwei Starter der Lions OLine fraglich sind (s.u.).

Ways to win – Packers Offense vs. Lions Defense

Das Duell an der Line of Scrimmage sollte hier klar an die Packers gehen. Trotz der zuvor beschriebenen Verletzungssorgen in der OLine hatten die Packers den Passrush der Vikings komplett unter Kontrolle. Die Lions hingegen konnten der im Vergleich zur Packers OLine schwächer einzuschätzenden Bears-OLine nicht wirklich was anhaben. Der Passrush wirkte ziemlich zahnlos. Augen sollten die Packers OLiner aber vorallem auf Trey Flowers haben, der mit dem Spiel aus dem letzten Jahr sicher noch eine Rechnung offen hat.

Ansonsten gilt an dieser Stelle Ähnliches wie im Spiel gegen die Vikings. Die Packers Offense kann und muss die Cornerbacks der Lions attackieren. Justin Coleman ist auf der IR-Liste, Desmond Trufant wird vermutlich ausfallen, ebenso wie Darryl Roberts. Bleibt fast nur der First Round Pick Jeff Okudah, der im ersten Spiel ebenfalls noch fehlte und gegen die Packers damit sein erstes NFL-Spiel machen konnte. Wenn ein Mitch Trubisky es schafft die Lions Secondary vor Probleme zu stellen, sollte das ein Aaron Rodgers – gerade in der Form des Vikings-Spiels – auch schaffen können.

Weiterhin wird LaFleur wieder viel mit Motions pre Snap, zwei Tight End Sets und zwei Runningback Sets arbeiten. Schön zu sehen dabei auch, wie die Rookies und insbesondere Josiah Degura in die Offense eingebunden wurden. Gegen die Vikings gab es von der Offense kaum Snaps in der sich nicht ein Spieler zuvor bewegte und seine Position wechselte. Die kreativen Spielzüge aus ungewöhnlichen Formationen erhalten Einzug in Green Bay.

Injury Report

Auf Seiten der Parkers werden die bereits erwähnten Kenny Clark und Lane Taylor definitiv ausfallen. Dazu ist EQ weiterhin angeschlagen und fraglich für das Spiel. Ebenfalls fraglich sind Josiah Deguara, Randy Ramsey und Raven Greene. Wieder zur Verfügung stehen dafür wohl Lucas Patrick, Oren Burks und Billy Turner.

Auf Seiten der Lions drohen die Ausfälle von Desmond Trufant (CB) und Darryl Roberts. Hinzu kommt der bereits auf der IR-Liste stehende Justin Coleman. Jeff Okudah ist dagegen nach seiner Verletzung wieder dabei. Er dürfte zusammen mit Amani Oruwariye das Starting Duo auf Cornerback bilden.

Schmerzlich aus Lions Sicht auch der drohende Ausfall von Kenny Golladay. Zudem sind Left Guard Joe Dahl und Right Tackle Vaitai fraglich, deren Ausfall eine Schwächung für die Lions OLine bedeuten könnte.

Prediction

Die Packers sind nach Woche 1 der klarer Favorit. Oft laufen so Spiele jedoch nicht wie erwartet. Die Packers sollten definitiv gewarnt sein und das Spiel keinesfalls auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Lions werden alles daran setzen einen Fehlstart zu vermeiden. Sollten die Packers Offense jedoch auf ähnlichem Niveau spielen wie gegen die Vikings, wird es für die Lions extrem schwer. Die Voraussetzungen mit der angeschlagenen Secondary der Lions ist ähnlich, wie vor dem Vikings Spiel. Die Packers werden das nutzen können. Mein Tipp: 31:17