Und plötzlich ist sie da, die neue NFL Saison. Bereitet man sich normalerweise in den letzten vier Wochen mit den Preseason Spielen so langsam auf die Saison vor, erfolgt dieses Jahr quasi ein Kaltstart. Am Ende konnte sich die Spielergewerkschaft mit ihrer Forderung die Preseason zu streichen durchsetzen. Im Hinblick auf die aktuelle Situation mit Covid-19 sicherlich am Ende die richtige Entscheidung. Man reduziert die Kontaktpersonen und die Preseason Spiele haben ohnehin immer wenig Aussagekraft, wobei es insbesondere für einige Spieler aus den hinteren Reihen häufig die einzige Möglichkeit ist, sich unter Wettbewerbsbedingungen den Coaches zu präsentieren.

Nicht nur auf die Preseason wird bzw. hat sich die Pandemie ausgewirkt. Die Spieler werden während der Saison fortlaufend getestet, das Practice Squad ist größer, die Zeit auf der Injured Reserve List wurde verkürzt, zwei Spieler aus dem Practice Sqaud können zusätzlich zum 53er Kader für ein Spiel nominiert werden, sind nur einige Dinge die eine Durchführung der Saison erleichtern sollen. Die größte Auswirkung für uns TV-Zuschauer wird mit Sicherheit aber das Fernbleiben der Zuschauer in den Stadien sein.

Hier gibt es regional jedoch Unterschiede, denn nicht in allen Bundesstaaten sind Zuschauer komplett ausgeschlossen. In einigen Stadien können zumindest teilweise Zuschauer anwesend sein. So z.B. auch im heutigen Eröffnungsspiel zwischen den Chiefs und den Texans. Die Packers wiederum haben bereits bekannt gegeben, dass die ersten beiden Heimspiele ohne Zuschauer stattfinden werden. Auch die Vikings werden im ersten Spiel gegen unsere Packers auf Zuschauer verzichten müssen.

Offseason der Vikings

Die beiden namenhaftesten Abgänge die hier zunächst zu nennen sind, sind Wide Receiver Stefon Diggs den die Vikings per Trade nach Baffulo schickten und Cornerback Xavier Rhodes der die Vikings in Richtung Indianapolis verließ. Außerdem verloren die Vikings Everson Griffin, der auch bei den Packers kurzzeitig im Gespräch war letztendlich aber bei den Cowboys landete.

Zugeschlagen haben die Vikings beim Ausverkauf der Jaguars und sich die Dienste von Pass Rusher Yannick Ngakoue gesichert. Im Draft gab es in der ersten Runde mit Justin Jefferson Verstärkung auf der Wide Receiver Position. Außerdem gab es nach einem Trade einen weiteren Pick am Ende der ersten Runde. Mit dem 31. Pick sicherte man sich mit Jeff Gladney Ersatz für Xavier Rhodes.

Ways to win – Packers Defense vs. Vikings Offense

Die Defense der Packers ist bis auf Christian Kirksey und Chandon Sullivan unverändert im Vergleich zur vergangenen Saison. Sullivan wird in den Nickel- und Dimepackages die Position von Tramon Williams als Slot Corner übernehmen. Kirksey übernimmt von Blake Martinez den Job als Inside Linebaker. Von Kirksey erhofft man sich in der Position mehr Athletik insbesondere in der Coverage gegen Tight Ends und Runnigbacks.

Gefahr sollte von der Vikings Offense eher in Form des Laufspiels ausgehen. Hier hatten die Packers vergangene Saison bekannter weise immer wieder massive Probleme. Die junge Secondary der Packers hingegen sollte in der Lage sein, dass Passinggame der Vikings zumindest kontrollieren zu können. Sicherlich ist es kein Nachteil, dass man sich bei den Wide Receivern nicht mehr auf ein gefährliches Duo einstellen muss, sondern Hauptaugenmerk auf die Bewachung von Adam Thielen legen kann.

Man darf gespannt sein wie Mike Pettine die Laufverteidigung dieses Jahr angeht. Hier könnte der Vorteil also bei den Vikings und Delvin Cook liegen. Im Passspiel sollte auf dem Papier hingegen die Packers Defense leicht die Nase vorn haben. Entscheidend könnte hier sein, ob die Vikings sich auf ihr Laufspiel konzentrieren können, oder sie gegeben falls mehr passen müssen als ihnen lieb ist, da sie möglicherweise einem Rückstand hinterher rennen. Dann könnte auch der Pass Rush im die Smith Brothers seine Stärke zeigen.

Ways to win – Packers Offense vs. Vikings Defense

Auch die Packers Offense ist kaum verändert im Vergleich zu letztem Jahr. Ein Fragezeichen besteht noch auf der Position des Right Tackle. Billy Turner hatte sich im Camp gegen Neuzugang Ricky Wagner durchgesetzt. Sowohl Turner als auch Wagner sind aber zurzeit verletzt und werden mutmaßlich gegen die Vikings ausfallen. LaFleur hat bisher keinerlei Andeutungen gemacht, wer stattdessen auf Right Tackle starten könnte.

Grade in Bezug auf dieses Fragezeichen in der Offensive Line, kommt es den Packers nicht ganz ungelegen, dass die Vikings auf Pass Rusher Danielle Hunter verzichten müssen. Am Mittwoch verkündeten die Vikings, dass er auf die Injured Reservd Liste geschoben wurde. Damit fällt er mindestens drei Wochen aus, könnte aber damit in Woche 8 gegen die Packers wieder dabei sein.

Im Passing Game gilt es die Cornerbacks der Vikings zu attackieren. Davante Adams wird es dabei wahrscheinlich hauptsächlich mit Mike Hughes zu tun bekommen. Danach wird es auf Cornerback aber dünn. Starter neben Hughes ist Holton Hill der in den vergangene zwei Jahren gerade einmal bei vier Spielen als Starter auf dem Feld stand. Er geht dieses Jahr in seine dritte NFL-Saison. Insbesondere die zweite und dritte Garde auf Cornerback gilt es also in den Fokus zu nehmen. Das Passspiel über Außen, weg von der Mitte und den starken Linebackern der Vikinigs könnte ein probates Mittel sein.

Injury Report

Klar im ersten Spiel gibt es hier nicht wirklich viel zu vermelden. Die Packers müssen bekanntermaßen auf Kamal Martin verzichten. Der Rookie der in den höchsten Tönen gelobt wurde laboriert an einer Knieverletzung und muss sich einer kleineren Operation unterziehen. Außerdem fehlen wie bereits angedeutet Ricky Wagner und mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch Billy Turner.

Außerdem haben am Mittwoch Raven Greene, Montravius Adams und Oren Burks nur leicht trainiert. Ob sie am Sonntag eingreifen können entscheidet sich erst im Laufe der Woche.

Bei den Vikings fehlt der bereits erwähnt Danielle Hunter. Die Vikings haben am Mittwochabend keinen Injury Report bekannt gegeben, sodass zum jetzigen Zeitpunkt nur der Ausfall von Hunter feststeht.

Prediction

Ein wichtiges Spiel in einer vermutlich engen Division direkt zu Beginn. Sicherlich kann man sich leichteres vorstellen. Andererseits: Lieber in der aktuellen Situation bei den Vikings antreten, als im späteren Saisonverlauf. Erstens müssen die Vikings ohne ihr Heimpublikum auskommen. Zweites gibt es im Kader der Vikings offensiv wie defensiv noch einige Fragezeichen und die jeweiligen Einheiten müssen sich erst finden. Die Packers dagegen sind auf beiden Seiten des Balls deutlich besser eingespielt, weil kaum Veränderungen zur Vorsaison.

Laufspiel der Vikings stoppen und die Cornerbacks der Vikings attackieren, sollten die Schlüssel zum Erfolg sein. Auch der Pass Rush der Packers wird den ein oder anderen Nadelstich gegen eine schwache OLine setzen können. Die Packers behalten gegen den Division Rivalen am Ende knapp die Oberhand. Mein Tipp: 24-17