Mark Murphy schrieb diese Woche in einem Brief an die Shareholder, also die Besitzer der Packers, in dem er verkündete, das jährliche Treffen mit den Jahresberichten von ihm und GM Brian Gutekunst, gefolgt von finanziellen und weiteren Berichten, werde dieses Jahr online stattfinden. Das ist grundsätzlich nichts Neues, auch früher haben die Packers diese Treffen schon online abgehalten. In den letzten Jahren hatte sich allerdings eine gewisse Tradition entwickelt, dass die Shareholder für den einen Tag aus dem ganzen Land nach Green Bay kommen, um sich dort die neuesten Entwicklungen der Packers anzuhören und vielleicht bei Gelegenheit auch den Titletown District zu erkunden.

Murphy gab aber noch weiteres bekannt: So spenden die Packers $1.5 Mio an die beiden Landkreise, in denen sie beheimatet sind. Außerdem geben sie noch Geld an medizinisches Personal in der Region – und darüber hinaus kocht auch die Küchenmannschaft von Lambeau Field, die jetzt gerade ja noch keine Spieler zu verköstigen hat, 1500 Mahlzeiten pro Woche für medizinsches Personal. Darüber hinaus sammeln die Packers auch noch Blutspenden ein und arbeiten eng mit einem ihrer Hauptsponsoren Bellin Health zusammen.

Die Online Meetings für die Spieler werden auch noch weitergehen – und zwar so lange, bis eine Zusammenkunft wieder sicher möglich ist – so schnell wird das vermutlich noch nicht sein. Trotzdem sind die Spieler und Trainer wohl alle in Habachstellung, wie sich die Situation in den USA entwickelt (nicht sehr positiv, die Zahlen steigen wieder).

Wenn es dann wieder losgeht, gibt es einen immer weiter fertig gestellten Titletown Bezirk zu bewundern, mehr Verkaufsstände für Essen und Trinken in Lambeau Field und bessere Netzabdeckung und Wifi.

Und natürlich gibt es in dem Brief noch die Versicherung, dass die Packers genug Rücklagen haben (über $385 Mio), um auch eine Saison ohne Fans locker überstehen zu können.