#AskPackersGermany meldet sich mit einem Offseason Special. Unserem Fragenaufruf seid ihr wieder zahlreich gefolgt. Euch beschäftigen die Draftpicks, ein möglicher Wide Receiver Trade und das Verhältnis zwischen MLF und ARod. Los geht es!

Ihr habt uns schon gefragt, wie zufrieden wir mit dem Draft sind. Wie zufrieden seid ihr denn? :) (svente94 / Instagram)
Welcher Pick hat die größte Upside? (chrisdieblume / Instagram)

Ich brauchte ein wenig, bis dass ich den Draft „verdaut“ hatte. Wie ihr, war ich auch etwas überrascht über die Picks der Packers. Persönlich gefällt mir unser No. 1 Pick Joradan Love. Ob man unbedingt nach oben traden musste, lasse ich mal dahin gestellt. Mit dem Pick bin ich aber sehr zufrieden. Jordan Love hat definitv Entwicklungspotenzial und kann auch eines Tages die Nachfolge von Aaron Rodgers antreten. Bis dahin ist es hoffentlich noch ein bisschen.

In unserem Podcast haben Chris, Markus und Nik unsere Draftclass ausführlich besprochen. Wer die Folge noch nicht gehört hat, einfach dem Link folgen.

Einen ersten kurzen Überblick über die jeweiligen Picks findet ihr bereits jetzt auf unserer Homepage.

Des Weiteren werden in den kommenden Wochen alle Picks in einem separaten Artikel ausführlich vorgestellt und ihre mögliche Rolle im aktuellen Roster analysiert. Freut euch schon einmal auf die Artikel.

Interessante Frage, die in den US Medien aufkam und eure Einschätzung dazu: Könnte beim aktuellen Team der Eindruck entstehen, dass zuviel in die Zukunft investiert wurde, statt dem Team auch mental einen Push zugeben, um jetzt etwas zu gewinnen? Oder ist man mit einem verlorenen NFCCCG erst einmal satt?
Ist neben dem viel diskutierten Rodgers auch Pettine ein Verlierer, dem offensichtlich auch keine Hilfe gegeben wurde? (Rudolf Jenne / Facebook)

Ich fange mal hinten an. Pettine ist kein Verlierer des Drafts. In der Free Agency 2019 wurden ihm mit den Smith Brothers zwei Spieler zur Verfügung gestellt, die die Defense sofort verstärkt haben. Von Vernachlässigung kann da nicht die Rede sein. Dass man dieses Jahr im Draft eher die Offense adressiert hat und in der Free Agency wieder ruhiger zu Werke ging, ist meines Erachtens keine Vernachlässigung. Zudem wurde mit Christian Kirksey ein Spieler für die Defense unter Vertrag genommen, der bereits mit Pettine in Cleveland zusammen gearbeitet hat. Er kennt das Scheme und sollte damit wenig Eingewöhnungsprobleme bei den Packers haben. Kirksey haben wir euch bereits in einem Artikel vorgestellt.
Dann wäre da auch noch Rashan Gary. In der abgelaufenen Saison hat Kyler Fackrell den Vorzug erhalten. Von ihm erwarte ich mir in dieser Saison etwas.

Eine Investition in die Zukunft finde ich nie schlecht. Aktuell kann niemand sagen, welche konkreten Auswirkungen der Draft auf die Spielphilosophie der Packers haben wird. Es findet kein Mannschaftstraining, etc. statt. Wir wissen es nicht und können ohne etwas gesehen zu haben, keine „richtige“ Einordnung vornehmen.

Ob der ein oder andere mögliche Pick dem Team einen Push gegeben hätte, kann man auch nur sehr schwer beurteilen. Mag sein, dass zwei Wide Receiver in den frühen Runden im Gesamtbild einen positiveren Eindruck hinter lassen hätten. Es würde jedoch nichts für die Zukunft aussagen, da ebenfalls aktuell nicht abschätzbar ist, wie diese Spieler in das System eingebunden worden wären. Eine Menge Konjunktiv!

Wir können nur abwarten was die Zukunft bringt. Die ersten Trainingseinheiten, wann immer sie kommen werden, werden uns hoffentlich mehr Aufschlüsse auf den künftigen Gameplan der Packers liefern.

Traden die Packers noch einen Wide Receiver? (christop.reichle / Instagram)
Trade Williams und 5. Runde für Dez Bryant oder OBJ? (gaumenfreu_n_de / Instagram)
Glaubt ihr an einen großen Wide Receiver Deal als Folge des Drafts? (tim21_7 / Instagram)
Was ist eurer Meinung nach die Intention dahinter, keinen Wide Receiver gedrafted zu haben? (joetan_11 / Instagram)

Dez Bryant und OBJ sind für mich keine geeigneten Kandidaten. Der Eine ist zu alt – sorry Dez – der Andere im Unterhalt einfach zu teuer.

Darüber hinaus haben die Packers bereits in der letzten Saison klar kommuniziert, dass sie an einem Wide Receiver Interesse haben, wenn das Paket stimmt. Bedeutet, dass der Spieler nicht zuviel kosten und zum anderen das Gehalt nicht exorbitant hoch sein darf. Daher glaube ich nicht an einen großen Deal der Packers.

Diese Aussage, dass man den Markt im Blick behält, gilt auch weiterhin. Die Packers wurden bereits mit dem ein oder anderen Spieler in Verbindung gebracht. Ob tatsächlich noch etwas passiert, bleibt abzuwarten.

Zudem haben die Packers mit Devin Funchees einen Wide Receiver unter Vertrag genommen. Dieser wird vermutlich eher WR 2 oder 3 sein. Mit EQ kommt des Weiteren ein Wide Receiver nach langer Verletzung wieder zurück. Entwickelt er sich entsprechend, kann ich mir auch vorstellen, dass die Packers nichts mehr unternehmen werden.

Unser Artikel zu Devin Funchees

EQ für über 700 Yards nächste Saison? (phel93 / Instagram)

Wie viele Snaps EQ in der kommenden Saison erhält, wird sich zeigen. Sofern er verletzungsfrei bleibt, gut arbeitet und den Sprung ins 53 Mann Roster schafft, wird er auch seine Einsatzzeit bekommen. Dann muss er abliefern, sich anbieten und vielleicht sind dann 700 Yards und mehr möglich.

Welche Chance räumt ihr den UDFA ein? (sekundenstunde / Instagram)

Ich kann es dir nicht sagen, da ich mir noch keinen Spieler näher angeschaut habe. Die undrafted Free Agents werden entweder einzeln oder zusammen in einem Artikel beleuchtet werden.

Ein positives Beispiel haben wir euch in den vergangenen Wochen bereits vorgestellt – Allen Lazard.

Liebe Leute, ich hätte eine Frage zu Reggie Begelton. Wie stark ist die CFL einzuschätzen? Bzw. es wird ja wohl schon einige Spieler gegeben haben die von der CFL in die NFL gewechselt sind. Wie haben sich die durch gesetzt? Wie schätzt ihr Begelton von den Videos her ein? Nur von den Videos her würde ich ja sagen er hat auf jeden Fall Talent und könnte den 2. oder 3. WR machen. (Andre Hoffmann / Facebook)

Von Begelton habe ich mir bisher nichts angeschaut und kann ihn daher nicht einschätzen.

Dass ein Spieler vorher in der CFL gespielt hat, muss kein Nachteil sein. Es gibt eine ganze Reihe von Spielern, die ihre Karriere in der CFL begonnen haben und dann in der NFL richtig durchgestartet sind.

Einer der bekanntesten Spieler ist Joe Theismann. Von 1971 – 1973 spielte er in der CFL für die Toronto Argonauts und das, obwohl er im NFL Draft 1971 von den Miami Dolphins in Runde 4 an 99. Stelle gepickt worden ist.

Von 1974 – 1985 spielte Theismann für die Washington Redskins. Ab 1978 war er Starting Quarterback für die Redskins und gewann mit ihnen den Super Bowl XVII.

Hier findet ihr ein Liste mit Spielern, die zu Beginn ihrer Karriere in der CFL gespielt haben und danach in der NFL richtig durch gestartet sind.

Auch wenn ich mir von Begelton bisher noch nichts angeschaut habe, hat er, wie jeder andere Spieler auch, die Chance in der NFL seinen Fußabdruck zu hinterlassen.

Und sonst so?!

Euch beschäftigt auch das Verhältnis von MLF zu ARod. Nik hat hierzu schon einen passenden Artikel verfasst, auf den ich gerne verweise.

Bleibt gesund!
Euer Doc

#GoPackGo

Es handelt sich hierbei um die Meinung des jeweiligen Autors. Diese steht nicht für einzelne Mitglieder oder das komplette Autoren-Team der Packers Germany.