Der NFL Draft 2020 steht bevor und auch dieses Jahr wollen wir euch wieder die Prospects vorstellen und euch mitteilen, was wir bei unserem Scouting so alles gesehen und herausgefunden haben. Der Menge wegen haben wir die Artikel aufgeteilt. Sowohl das Ranking, als auch die Einschätzung zu den Spielern ist also die Meinung des einzelnen Autors dieses Artikels. Viel Spaß!

In diesem Artikel geht es um die Positionsgruppe der Safeties. Der Artikel enthält alle Spieler, denen der Autor einen Pick in den ersten drei Runden zuteilt, danach ist in der Menge nicht mehr jeder Spieler abdeckbar, weshalb nur einzelne ausgewählte Spieler erwähnt werden. Die Reihenfolge der genannten Spieler ist auch gleichzeitig ein Ranking, wie der Autor die Spieler sortieren würde. Die Anforderungen der Teams unterscheiden sich aber natürlich, weshalb dieses Ranking mit Bedacht zu betrachten ist und nicht für jedes Scheme gilt. Die genannten Maße und Werte sind die offiziellen Combine-Werte. Das angegebene Alter bezieht sich auf das Alter zum Zeitpunkt des Drafts.

Die diesjährige Klasse der Safeties hat eine Doppelspitze und je nachdem, wie welches Team aufgestellt ist bzw. welches Schema es spielt, wird es einen anderen der beiden an Nummer 1 haben. Danach kommt leider nur eine Handvoll Spieler, welche wahrscheinlich an Tag zwei gehen werden, bevor es in den großen Topf von Tag drei geht.
Die Packers haben mit Savage und Amos ihre zwei Starter gefunden (die beiden teilen sich grob gesagt die klassischen Aufgaben Free Safety/Strong Safety), welche beide auch noch nach dieser Saison gültige Verträge haben und beide letzte Saison keinen Grund gegeben haben an Ersatz zu denken. Dahinter wird es aber interessant, zum einen habe ich es bei den Linebackern schon angesprochen: Mike Pettine spielt gerne mit 5 Defensive Backs auf dem Feld, wobei der fünfte DB in der Mitte neben dem Linebacker spielt bzw je nach Aufstellung (bei Motion o.ä) der gegnerischen Offensive die Aufgabe eines Slot Corners übernimmt. Dieser sollte gut gegen den Lauf sein und die entsprechenden Qualitäten eines DBs mitbringen. Hier wird nach einem Starter gesucht (sollte man nicht einen Linebacker nehmen und Kirksey diese Aufgabe übernimmt bzw umgekehrt) oder zumindest nach Konkurrenz für Raven Greene. Zum anderen hat man keinen klaren Nummer drei Safety, der einen sicheren Backup darstellt, denn Redmond ist vor allem Special Teamer und Greene mehr Hybrid als Safety. Gesucht wird also ein Nummer drei Safety (wird aber wohl eher an Tag drei geholt werden) und ein Hybrid für die oben beschriebene Rolle.

Xavier McKinney (21, Alabama)

Größe: 6″ (1,83 m); Gewicht: 201 lbs (91 kg); Armlänge: 30 7/8″ (78 cm); Handspanne: 8 5/8″ (22 cm)
40 Yard Dash: 4,63sec; Vertical Jump: 36″; Bench Press: 19

Xavier McKinney kann fast alles. Er hat für Alabama im Slot oder als Safety agiert oder er war ein freier Spieler an der LoS, in jeder Rolle hat er gezeigt: Er kann sie spielen. Sein Football IQ ist sehr sehr gut, immer wieder gelingt es ihm, Quarterbacks in schlechte Würfe zu ködern oder den Spielzug zu lesen, zu antizipieren und der Offensive den Tag zu versauen. Seine kurzen Antritte sind verdammt schnell und in Verbindung damit kann er sehr harte und gute Tackles austeilen. Auch weiß er, wie er sich im offenen Feld verhalten muss, um Gegenspieler effektiv zu Boden zu bringen, dabei versucht er immer wieder, auch auf den Ball zu gehen und diesen rauszuschlagen. Seine Zonenverteidigung ist sehr gut, er weiß, wie er die Zonen bespielen muss und es sieht sehr flüssig und selbstverständlich aus, wie er sich in ihnen bewegt und reagiert. Seine Mentalität ist ein weiteres großes Plus, genauso wie seine Physis, die für einen Safety im oberen Bereich liegt.

Seine Manndeckung ist grundsätzlich okay, aber hier zeigt er manchmal noch Schwächen, die man ausbügeln müsste, wenn es denn geht. Seine Speed ist auch „nur“ knapp gut, er regelt viel über seinen Football IQ, wodurch sein Speed-Defizit weniger auffällt. Auch ist er anfällig dafür, in 1vs1-Situationen zu überdrehen und dadurch Duelle zu verlieren, die er nicht verlieren sollte.

Insgesamt ist er für mich der beste Safety dieses Draftes, nicht unbedingt in einzelnen Disziplinen, aber als Komplettpaket ist er es. Wer ihn draftet, bekommt einen Starter auf der Safety-Position, der vielleicht nicht unbedingt Single High in der NFL spielen sollte, aber alles andere wird er ohne Problem abdecken.
Hätten die Packers nicht zwei Starter auf der Position, wäre ich sofort dabei, ihn nach Green Bay zu holen, so bin ich ein wenig skeptisch, ob man ihn mit dem 30. Pick nehmen sollte. Er wäre ein deutliches Upgrade auf der Hybrid-Position und könnte bei Bedarf Amos und Savage ergänzen, aber ihm könnte ein wenig Masse fehlen, um dauerhaft in der Nähe der LoS zu spielen.

Grant Delpit (21, LSU)

Größe: 6´2″ (1,89 m); Gewicht: 213 lbs (97 kg); Armlänge: 30 3/8″ (77 cm); Handspanne: 9 1/8″ (23 cm)
No Combine

Der beste Safety dieses Draftes, wenn es um die reine Coverage geht, ist eindeutig Grant Delpit. Seine Reichweite ist enorm und seine Athletik erlaubt es ihm, sich, in Zusammenspiel mit seiner Geschmeidigkeit, sehr schnell über das Feld zu bewegen und sehr gut auf Richtungswechsel zu reagieren. Mit seinem Football IQ schafft er es so immer wieder, Plays zu kreieren, er verdient auf jeden Fall das Prädikat „Ball Hawk“. Seine Zonenverteidigung ist außergewöhnlich gut, er schafft es wirklich, ganze Bereiche des Spielfeldes auszuschalten und eine Gefahr darzustellen. Seine Manndeckung ist ein wenig schlechter, aber bei weitem nicht schlecht. Man sollte ihn vielleicht nicht dauerhaft als Manndecker einsetzen, aber er ist trotzdem in keinem Matchup von vornherein auf verlorenem Posten.

Was ihn zur Nummer zwei macht, ist sein grauenhaftes Tackling. Ich weiß nicht, was mit ihm los ist, aber er wirft sich unheimlich schnell Richtung Füße oder verpasst leichte Tacklings vollkommen. Mehr gibt es bei Schwächen für ihn auch nicht zu schreiben, aber diese Schwäche ist so gravierend, dass sie ihn definitiv zur Nummer zwei macht.

Insgesamt also jemand für ein Team, welches seine Coverage Probleme irgendwie lösen muss. Ich weiß nicht, in wie weit man seine Tackling Schwäche in den Griff bekommt, aber sie limitiert ihn zu einem Free Safety/Slot Coverage-Spezialisten, der aber mit ausgemerzter Schwäche sofort zum besten Safety der Klasse werden würde.
Wenn die Packers ihn holen würden, müsste man Amos in die Hybrid-Rolle schieben und Delpit zusammen mit Savage ins Backfield stecken… Wer das mag, für den ist das sicherlich eine Option, ich habe da ein wenig Bauchschmerzen.

Antoine Winfield Jr (21, Ohio State)

Größe: 5´9″ (1,80 m); Gewicht: 203 lbs (92 kg); Armlänge: 30 1/8″ (76,5 cm); Handspanne: 9 1/2″ (24 cm)
40 Yard Dash: 4,45sec; Vertical Jump: 36″; Bench Press: —

Dem 175 cm großen Dynamo aus Minnesota sieht man vor allem seine Power an, er spielt mit einer sehr guten Kontrolle und man merkt: Er hat ein paar Tricks von seinem Vater gelernt (CB für die Bills und Vikings). Sein Football IQ ist bereits auf einem sehr hohen Level und er spielt sehr gut um diesen herum. Seine Fähigkeit, den Ball im Auge zu behalten, ist besonders. Er versucht zum Beispiel auch immer wieder, den Ball beim Tackling herauszuschlagen. Allgemein ist sein Tackling in Ordnung. Seine Manndeckung ist an sich gar nicht schlecht, aber ihm fehlt es gegen große Gegner einfach an Masse und Spannweite.

Was mir nicht gefällt, ist seine Speed, ihm fehlt da sichtlich ein gutes Stück zur Spitze. Allgemein ist seine Athletik nur Durchschnitt. Dies merkt man auch, wenn er mal auf einen Fake hereinfällt, er ist dann im Grunde raus aus dem Spielzug, da es ihm einfach an Speed fehlt, um wieder aufzuholen.

Insgesamt sehe ich ihn trotzdem als Zweitrundenpick an, ihm fehlt die Speed und die Physis, um alleine hinten zu spielen, aber im Verbund könnte er trotzdem einen passablen Starter abgeben. Leider hatte auch er schon mit zwei Verletzungen zu kämpfen, die ihn jeweils eine Saison gekostet haben (2017 Oberschenkel und 2018 Fuß).
Er wäre sicherlich nett bei den Packers, aber einen Zweitrundenpick würde ich für ihn nicht investieren. Er ist keiner, der die Hybrid Rolle übernemen könnte, aber im Verbund mit Amos und/oder Savage könnte er hinten für eine Absicherung sorgen.

Jeremy Chinn (21, Ohio State)

Größe: 6´3″ (1,92 m); Gewicht: 221 lbs (100 kg); Armlänge: 32 1/8″ (81,5 cm); Handspanne: 9 5/8″ (24,5 cm)
40 Yard Dash: 4,45sec; Vertical Jump: 41″; Bench Press: 20

Chinn ist ein Senior Bowl- und Combine-Aufsteiger, welcher vor allem durch seine Physis und seine Nase für Plays gegen den Ball punktet. Hauptsächlich holt er diese durch seinen Willen, den WR beim Fangen des Balles zu stören. Auch beim ihm kann man das Prädikat “Ball Hawk” verwenden. Seine Antizipation für Würfe ist herausragend gut. Wenn er in einer geraden Linie zum Ballträger beschleunigen kann, entwickelt er eine beeindruckende Kraft in seinen Tacklings. In mittleren Zonen wirkt er durch seine gute Beschleunigung in Verbindung mit seiner Ball Hawk-Mentalität sehr gefährlich und er kann dort viel verhindern.

Ich möchte ihn nicht gerne als letzte Reihe der Defensive zu sehen, denn bei ihm prägt sich die Ball Hawk-Mentalität auch durch eine starke Tunnelsicht aus, die bessere Offensiven ausnutzen werden. Seine Manndeckung ist absolut “Work in Progress”, denn bisher hat er sich auf seine Klassen bessere Physis verlassen und hat technisch fast gar nichts drauf, jeder WR/TE/RB konnte ihm da, wenn er wollte, Platz abnehmen.

Er hat “Traits”, wie man sie nennt, die ihn zu einem durchaus vielversprechenden Kandidaten machen, aber er hat auch noch einige Punkte, die verbessert werden müssen. Ihn könnte man wahrscheinlich auch in einer Hybri- Rolle sehen (einige sehen in ihm die Budget-Version von Simmons), die Physis dafür hat er auf jeden Fall. Am Anfang würde er definitv davon profitieren, zunächst nur in der Rotation zu spielen, auch um herauszufinden, wo er in der NFL am besten spielt. Spoiler: Single High Safety sollte es niemals werden.
Zu den Packers würde Chinn gut passen, er könnte sowohl die Hybrid-Rolle einnehmen, als auch als dritter Safety vor Amos und Savage auflaufen, um auf die Jagd nach Pässen zu gehen und dabei die Sicherheit zu haben, dass hinter ihm noch zwei Mann sind. Als Note würde ich ihm eine Runde 3 geben, er ist aber definitiv eine Geschmacksfrage für jedes einzelne Team.

Ashtyn Davis (21, Ohio State)

Größe: 6´1″ (1,86 m); Gewicht: 202 lbs (92 kg); Armlänge: 30 1/2″ (77,5 cm); Handspanne: 9 3/8″ (23,8 cm)
Nur Bench Press: 14

Wie es sich für jemanden gehört, der seinen Weg zum College Football über das Track Team (100m, 110m Hürden etc. pp.) fand, ist seine herausragende Stärke seine Geschwindigkeit und seine Fußarbeit. Durch seine Geschwindigkeit kann er Fehler der Gegner sehr gut ausnutzen. In der Zonendeckung behält er gut den Überblick darüber, was um ihn herum passiert. Er hat sehr gut gelernt, bei den Tackles tief zu gehen und so den Gegner zu stoppen. Er war zweimal Special Teams MVP, gespielt hat er dort als Gunner und als Kick Returner. In Manndeckung ist er Mittelmaß, aber mit Potential aufgrund seiner Basics.

Er ist okay als Tackler, aber mehr auch nicht. Auch mehr Konstanz würde ihm hier gut tun. Außerdem gehen mit ihm manchmal die Pferde durch und seine Tacklings werden aufgrund seiner Geschwindigkeit eine Gefahr für Strafen oder sogar für die eigenen Mitspieler. Seine Physis im Allgemeinen ist durchschnittlich, bis auf seinen Speed. Sein Football IQ und sein Spielverständnis sind unterdurchschnittlich, gerade für Play Fakes ist er sehr anfällig.

Definitiv jemand, der seine Zukunft als Backend Safety hat, denn für eine Hybrid- oder Strong Safety-Rolle ist er zu schwach gegen den Lauf. Was für ihn spricht, sind seine Erfolge im Special Team, er dürfte also früh eine Position im 53er Kader sicher haben und sei es nur als Special Teamer. Ansonsten holt man sich einen Rotationsspieler für die Coverage mit viel Speed aber fehlendem Gamesense, den man noch ein bisschen schleifen muss.
Zu den Packers würde auch er passen, denn gute Special Teamer, insbesondere Returner, waren letztes Jahr Mangelware und er könnte über diese Rolle im Kader bleiben, um hinter Savage und Amos einige Schwächen auszubügeln und sie situativ zu ersetzen. Note: Runde 3

Tanner Muse (21, Clemson)

Größe: 6´2″ (1,89 m); Gewicht: 227 lbs (103 kg); Armlänge: 31 1/2″ (80 cm); Handspanne: 9″ (23 cm)
40 Yard Dash: 4,41sec; Vertical Jump: 34.5″; Bench Press: 20

Was er kann: Gegen den Lauf spielen. Er hat seine besten Momente, wenn er Richtung LoS geht und dort an Blockern vorbei schlüpfen und den Ballträger attackieren kann, egal ob das nun der Quarterback oder der Runningback ist. Sollte ihn mal ein Blocker erwischen, ist das auch kein Problem, mit den meisten Blocker wird er im Handfight fertig. Athletisch stechen sein Antritt und sein Topspeed heraus und seine, für einen Safety, relativ große Physis. Die Manndeckung von Tight Ends ist noch nicht ganz auf dem Niveau von anderen, aber er steigert sich und sollte zeitnah dort auf einem soliden Niveau ankommen. Seine Tacklings sind sehr gut, was Sicherheit, Power und Ausführung angeht. Außerdem ist ein erfahrener und guter Special Teamer. Viele Experten preisen seine Führungsqualitäten und seinen Football-Charakter an.

Was er nicht kann: Laterale Bewegungen, dort wirkt er teilweise so hüftsteif wie eine Bahnschranke. Auch ist er keiner, der Spielzüge antizipiert, er reagiert nur auf das, was passiert. Allgemein wirkt er in der Zonendeckung manchmal ein wenig verloren. Immer wieder passiert es ihm, dass ihn Gegenspieler auf die falsche Fährte locken oder er sich falsch bewegt und Gegnern so Möglichkeiten bietet.

Einige Experten empfehlen ihm einen Wechsel zu den Linebackern und ich kann sehr gut nachvollziehen warum. Er wirkt in der Box deutlich besser, als wenn er tief stehend gegen anrennende WR und TE agieren muss. Er hat die Physis und die „Traits“, um als Linebacker erfolgreich zu sein, während bei ihm als Safety die Coverage Probleme wahrscheinlich zu groß sind.
Er würde für Green Bay perfekt in die Hybrid-Rolle passen, ein etwas „zu“ großer Safety mit Stärken gegen den Lauf und Potential in Manndeckung. Anfangs dürfte Greene der bessere Spieler gegen den Pass sein, aber dies dürfte sich in ein, zwei Jahren ändern. Gegen den Lauf bringt Muse jetzt schon mehr Qualität mit und seine Qualität in den Special Teams sticht heraus. Als Note würde ich ihm eine glatte Runde 4 geben.

Terrell Burgess (21, Ohio State)

Größe: 5`11″ (1,81 m); Gewicht: 202 lbs (92 kg); Armlänge: 29 1/2″ (75 cm); Handspanne: 9 1/4″ (23,5 cm)
40 Yard Dash: 4,46sec; Vertical Jump: 33.5″; Bench Press: 20

Laut einigen Insidern kommen nur wenige an seine Vorbereitungsdisziplin heran, laut seinem Coach ist sein Football IQ exzellent. Was auffällt ist seine Wendigkeit, egal ob in der Zone oder in der Manndeckung, er kann mit jedem Richtungswechsel mitgehen. Dies hilft ihm auch gegen den Lauf wo er sehr schnell umschalten kann und auf den Ballträger triggert. Als umtrainierter Cornerback ist die Manndeckung immernoch eine seiner Stärken. Sein Gefühl für Routen in den Zonen ist gut, er positioniert sich meist so, dass er auf alle Einfluss nehmen kann.

Er hat leider nur in seiner letzten Saison gestartet, trotz seines Fleißes und seines Football IQs. Er ist wendig, aber nicht besonders schnell. Allgemein sind seine Physis und Atheltik nur Durchschnitt. Trotz seines angeblich so hohen Football IQs sind Fakes, Misdirection und ähnliches ein Problem für ihn. Auch merkt man gegen die Topleute auf WR und TE warum er auf Safety gewechselt ist.

Nach drei Jahren als Special Teamer ist auf die Safety Position gewechselt und hatte dort in seinem letzten Jahr seinen Durchbruch. Er hat einige Punkte die ihn als Safety durchaus interessant machen und wenn er weit weg von der LoS weniger von Fakes oder ähnlichem tangiert wird macht er einen ziemlich guten Eindruck. Aufgrund seiner Historie könnte man ihn wohl auch mal in den Slot stellen. Insgesamt steht ihm eine Runde 3 Note ziemlich gut.
Auch er wird wohl vom Board gehen bevor er für die Packers interessant ist, denn wenn man ihn in Runde 4 zum Beispiel bekommen könnte wäre er ein solider Backup der auch noch variabel einsetzbar ist.

Brandon Jones (21, Texas)

Größe: 5´11 (1,81 m); Gewicht: 198 lbs (90 kg); Armlänge: 30 1/8″ (76,5 cm); Handspanne: 8 3/4″ (22 cm)
No Combine

Er hat einen sehr guten Play Speed gepaart mit einer guten Beschleunigung und einem schnellen Trigger. Auch sein Motor läuft rund um die Uhr heiß, es gibt keine Sekunde, wo man ihn aus einem Spielzug abschreiben kann. Dementsprechend kann man ihn gut alleine hinten lassen, wo er eine gute Übersicht über das Feld hat. Er kann seine Tackles finishen, aber manchmal fehlt es ihm am letzten Bisschen zur Spitze.

Er hat zwar einen sehr guten Speed, aber wenn möglich sollte man ihn aus der Manndeckung fernhalten. Er könnte höchstens eine vertikale Route decken, alles andere endet mit Raumgewinn für den Gegner. Sein Backpedal ist grauenhaft. Auch wirkt er wenig instinktiv. Er kann eine gute Übersicht haben, wenn er den Spielzug vor sich hat, aber wenn es sich um ihn herum entwickelt, verliert er schnell das Gefühl was genau passiert, und er macht Fehler.

Insgesamt wird er bei den großen Jungs wohl auf eine Free Safety-Rolle limitiert sein, denn für Strong oder Hybrid Safety verpasst er mir zu viele Tackles und ist zu schwach in der Manndeckung. Stand jetzt wird er auf Special Teams und eine Backup Rolle limitiert sein.
Zu den Packers könnte man ihn nehmen, hätte dann aber einen etwas besseren Will Redmond und bräuchte noch einen Ersatz für den Strong Safety bzw für die Hybrid Rolle. Als dritter Mann auf dem Feld ist er definitv einsetzbar, wenn man ihn ganz hinten lässt und dadurch Amos oder Savage mehr Freiheiten eröfnet. Seine Note ist eine Runde 4.

K´Von Wallace (21, Clemson)

Größe: 5´11″ (1,81 m); Gewicht: 206 lbs (93 kg); Armlänge: 31″ (78,7 cm); Handspanne: 9 1/8″ (23 cm)
40 Yard Dash: 4,53sec; Vertical Jump: 38″; Bench Press 18

Der Partner in Crime von Tanner Muse und Isaiah Simmons ist der klassischste Safety der drei. Was er gut kann, ist seine schnelle Reaktion auf die Dinge, die vor ihm passieren. In den Zonen wirkt er am komfortabelsten, wenn er irgendwo außen kurze und mittlere Bereiche abdecken und von dort in die Mitte arbeiten oder in der Mitte auf die Jagd nach dem Ball gehen kann. Seine Backpedal ist sehr flüssig und schnell, allgemein bewegt er sich leichtfüßig und kann so einen gewissen Teil des Spielfeldes abdecken. Durch seine Angewohnheit, die Spielzüge sich entwickeln zu lassen und dann schnell darauf zu reagieren, war er auch effektiv gegen Läufe und als später Blitzer. Sein Wille, mit den Tackles auch eine Wirkung zu erzielen, ist außergewöhnlich.

Leider fehlt ihm gegen den Pass die Antizipation, Länge und Physis, um sich gegen WR durchzusetzen. Obwohl er sich eigentlich gut bewegen kann, ist seine Manndeckung wacklig; sobald er “Catch Up” spielen muss, ist es vorbei für ihn. Als Single High fehlt ihm der Topspeed, um das ganze Feld beackern zu können. Er will zwar austeilen bei den Tacklings, aber es ist ihm oft genug passiert, dass er am Ende derjeninge war, welcher am Boden lag.

Er wurde von Clemson sehr variabel eingesetzt, dies könnte ihm helfen, denn ich sehe keine Rolle, wo man ihn ohne viel Training als Starter reinstecken könnte, für Free Safety dürfte ihm der Speed fehlen, für Hybrid die Physis und für Strong Safety die Sicherheit im Tackling sowie bei den beiden letzten die Fähigkeit wirklich effektiv gegen den Lauf zu sein. Er bekommt eine Runde 5 als Note.
Wenn die Packers ihn in Runde 5 oder 6 holen, bekommen sie einen variablen Backup, der überall Erfahrung hat und auch in den Special Teams gut eingesetzt werden kann.