Vor dem Spiel gab es einige interessante Dinge zu verfolgen. Die Packers aktivierten Safety Raven Greene von der Injured Reserve-Liste, zu Spielbeginn war er jedoch trotzdem Inactive. Bei den San Francisco 49ers fiel Star-Tight End George Kittle zu Beginn der Trainingswoche aus, schon am zweiten Trainingstag trainierte er aber wieder voll mit.

1. Viertel: Vielversprechend schlecht

Die 49ers empfingen zu Beginn des Spiels den Ball und nach drei Läufen für 5, 4 und 0 Yards mussten sie direkt punten. Bei den Packers lief es etwas besser: Nach einem Lauf für 9 Yards von Jones und einem kurzen Pass auf Davante Adams, den er für 7 Yards zum neuen First Down trug, konnte man den Ball direkt weiter bewegen als die 49ers. Nach einem kurzen Pass auf Lewis, einem Lauf für 4 Yards und erneut einem kurzen Pass auf Jamaal Williams kam Green Bay aber nur auf 9 der erforderlichen 10 Yards – 4&1 auf der Mittellinie und Matt LaFleur entschied sich, zu punten.

Doch schon im zweiten Drive von San Francisco lief einiges gegen die Packers. Allein mit zwei Pässen – ein rares Gut des Abends – von Jimmy Garoppolo überbrückten die Niners 46 Yards und standen nach drei Plays schon an der 38 Yard-Linie der Packers. Nach einem Pass für Yardverlust beim zweiten Down standen die Niners vor einem 3&8 und alle hofften erneut auf ein Out der Niners – doch es kam anders. 36 Yards vor der Endzone lief Mostert los… und er lief und er lief und zack, Endzone. Die 49ers führen 7:0.

Erneut schafften die Packers im zweiten Play ein First Down, ehe zwei Läufe für 3 Yards ein 3&7 als Aufgabe stellten und der Rookie-Star der 49ers Nick Bosa zuschlug – Sack für -13 Yards – 4&20. Nach einem guten Puntreturn der 49ers, bei dem die Packers einige Male das Tackle verpassten, und einem fragwürdigen Roughing the Passer-Call gegen Kenny Clark benötigte es nicht mehr viel Bewegung durch die 49ers, bis ein Sack von Kyler Fackrell bei 3&6 den Drive der 49ers beendet – 4&14 an der Packers 36 Yard-Linie und das Quarter ist vorbei.

2. Viertel: Der Fehlstart ist perfekt

Das 2. Viertel begann somit direkt mit einem Field Goal – 10:0 für die 49ers. Der nächste Drive der Packers lief noch schlechter als zuvor. Noch vor dem ersten First Down wurde Rodgers bei 3&6 durch einen Defensive Back-Blitz gesackt und verlor den Ball – Billy Turner, der zuvor den Blitz nicht blockte, konnte jedoch den Ball sichern, sodass die Packers den Ball punten können, anstatt den Ball an der eigenen 14 abzugeben. Doch so schwach wie der Drive zuvor war, so schwach war auch der Punt von JK Scott – 23 Yards ins Aus an der eigenen 37, das war mal gar nichts! Die Niners liefen 6 mal und landeten in der Endzone – 17:0.

First Down auf Kumerow, First Down Aaron Jones, First Down durch 2 Läufe von Aaron Jones. Die Packers stehen bei 2&5 an der San Franciscio 25 Yard-Linie und alle freuen sich, dass es jetzt endlich auch bei uns los geht, da geht ein Snap under Center zwischen Linsley und Rodgers schief – der Ball fällt auf den Boden und Buckner konnten den Ball für die Kalifornier sichern – wieder geht es ohne Punkte vom Feld. Mit einigen Plays und einem Lauf über 34 Yards, der erst von Jaire Alexander gestoppt werden konnte, kam es zum Two-Minute Warning erneut zu einem vierten Down für die Niners, das sie direkt danach per Field Goal zu Punkten machten – 20:0.

Noch 2 Minuten zu spielen und Matt Schneidmann (The Athletic Wisconsin) tweetete etwas wie “In Woche 12 stand es zur Halbzeit 23:0 – ist eine Verbesserung.”, doch ein Missverständnis zwischen Rodgers und Geronimo Allison sorgte für eine Interception mit einer Minute auf der Uhr – die 49ers bekamen an der Packers 30 Yards-Linie erneut den Ball, den sie in nur 3 Läufen erneut in die Endzone trugen. – 27:0 und eine Blamage ohnegleichen. Der darauffolgende Drive mit immerhin noch 45 Sekunden (die 49ers bekamen den Ball mit 61 Sekunden auf der Uhr – der Touchdown dauerte also immerhin 16 Spielsekunden) war nach 3 Plays auch schon vorbei und mit dem Punt lief die Zeit aus.

3. Viertel: Ein erstes Zucken

Nach der Halbzeit bekommen die Packers den Ball. Adams, Incompletion, Adams, Jones, Jones, Graham, Adams, Jones, Penalty, Allison, Lewis – Touchdown Aaron Jones! 6 Minuten und 11 Sekunden dauerte der erste Scoring Drive unserer Offense, der aber wenigstens mal erfolgreich war – 27:7! Die Packers-Offense zeigte ein erstes Zeichen des Kampfeswillens.

Die Defense jedoch war noch löchriger als zuvor, denn ausschließlich mit Läufen kamen die 49ers erneut über das gesamte Feld und Raheem Mostert erzielte seinen vierten Touchdown des heutigen Abends, der den Halbzeit-Abstand wieder herstellte – 34:7. Während zur Halbzeit Adrian Amos mit einer Brustmuskelverletzung das Spiel vorzeitig beendete, verletzte sich während dieses Drives auch noch Jaire Alexander, sodass die Packers im nächsten Drive ohne 2 Starting-Defensive Backs antreten mussten, doch zunächst war wieder die Offense dran.

Nach einem zwar langsamen aber guten Drive mussten die Packers nach einer Holding-Strafe bei 1&20 starten – nach 3 Plays war es ein 4&2 an der Niners 47 Yards-Linie. Ein kurzer Pass auf Allen Lazard schaffte ein neues First Down zum Ende des dritten Quarters – in den letzten zwei Plays verletzten sich die 49ers Greenlaw und Williams.

4. Viertel: Die Aufholjagd beginnt

Ein tiefer Pass auf Graham – GRAHAM – TOUCHDOWN! Oder auch nicht, die Schiedsrichter nahmen den Call zurück und sagten, Graham wäre an der 1 Yard-Linie Down gewesen, bevor der Ball die Goalline überquerte. Aaron Jones sorgte für den Rest – Touchdown Packers, 34:13. Um schneller Punkte aufzuholen, versuchten die Packers eine Two-Point Conversion, der Pass auf Adams schlug aber fehl.

Die Defense spielte das Spiel jetzt auch mit, denn ein schnelles 3 & Out gab den Packers den Ballbesitz mit 11 Minuten und 24 Sekunden zu spielen – 3 Touchdowns waren das Ziel. Bei 3&5 ging Adams aber mal sowas von steil – und tief und hängte dabei Sherman ab. Ein 65 Yards-Pass brachte schnelle Bewegung rein und führte doch wieder zu Hoffnung, die Packers könnten hier nochmal ernsthaft angreifen. Nach drei Plays für ein neues First Down spielt Aaron Rodgers den Rookie-Tight End Sternberger an und der fängt den Ball in der Endzone für seinen ersten NFL-Touchdown – 34:20.

Doch auch die 49ers realisierten, dass es jetzt nochmal eng werden könnte und legten ein bisschen Arbeit drauf. Nach einer erneut fragwürdigen Pass Interference-Strafe gegen Will Redmond, der für den verletzten Amos spielte, konnten sie ein 3&3 doch noch zu einem neuen First Down verwandeln, sodass sie es schafften nicht nur einiges an Zeit von der Uhr zu nehmen, sondern auch erneut in Field Goal-Range zu kommen. Rookie-Defensive Tackle Kingsley Keke stoppte mit zwei starken Tackles die Läufe von Mostert und die Niners mussten den Kicker aufs Feld lassen. Das anschließende Field Goal zum 37:20 mit 3 Minuten und 26 Sekunden auf der Uhr stellte das Three Score Game wieder her – die Hoffnung schwandt. Nach einem erneuten Sack-Fumble, den erneut der Verursacher Billy Turner recovern konnte, schaffte Rodgers bei 4&13 ein neues First Down durch einen Pass auf Davante Adams zum Two-Minute Warning. 3 Scores in 2 Minuten? Da müssen sich die Packers aber beeilen! Das dachte sich auch Rodgers, denn er forcierte einen tiefen Pass auf Adams – diesmal war Sherman aber zur Stelle und fing das Ei an der eigenen 4 Yards-Linie ab. Matt LaFleurs Timeouts waren verbraucht, drei Mal abknien von Jimmy G führten also erneut dazu, dass Matt sich seinen Freunden Shanahan und Saleh sowie seinem Bruder Mike geschlagen geben musste.

Endstand:
Packers 20:37 49ers.