“Die Packers sind das schlechteste 13-3 Team aller Zeiten”. “Die Packers werden nächstes Jahr so viel schlechter sein”, “mit diesem Team werden die Packers in den Playoffs sofort ausscheiden.” Das waren die Schlagzeilen der letzten Wochen und Monate, die Meinungen vieler NFL-Fans, die nicht Green und Gold tragen.

Jetzt lauten die Meinungen: “Mit diesem Team werden die Packers nie den Super Bowl gewinnen”. Von mir aus, aber wartet einfach mal ab.

Die Packers starteten mit einem wenig überzeugenden Sieg gegen die Bears in die Saison, aber es war ein Sieg, den viele nicht erwartet hatten. Sie gewannen auch alle anderen Spiele gegen die Divisionsrivalen in der NFC North und sind außerdem mindestens das zweitbeste Team der NFC. Sie haben 13 Spiele gewonnen, sich eine Playoff Bye gesichert und die Seahawks, die zuvor übrigens die 49ers geschlagen hatten, besiegt.

Das Team der Packers hat Probleme, das ist ganz klar. Aber: Jedes andere Team hat auch seine Probleme. Die Chiefs wurden am Anfang der Partie gegen die Texans überrollt, weil die Reciever Flutschfinger hatten. Die Titans spielen derart eindimensional, dass sie trotz Siegen gegen die Patriots und Ravens schon wieder Underdogs sind. Wenn man Jimmy G von den 49ers zu Fehlern zwingt, kann auch er ein Spiel verlieren – denn er dient onehin hauptsächlich eher als “Game Manager” für Kyle Shanahans geniale Offense. Wenn man den Pass Rush der 49ers ausschaltet, durch schnelles Passen / Laufen und gutem O-Line Play, ist auch diese Offense verwundbar.

Und genauso ist es bei den Packers: Wenn ein guter Receiver gegen Kevin King oder ein schneller gegen Tramon Williams steht, wird es einfach gefährlich. Aaron Rodgers muss zeigen, dass er die Leistung aus dem Spiel gegen die Seahawks konservieren kann. Und neben Davante Adams muss noch ein weiterer Receiver stark spielen, damit die Offense nicht nur aus Aaron Jones und Davante Adams besteht.

Moment.

Warum eigentlich nicht? Denn: Solange es funktionert, macht mir das überhaupt nichts aus. Warum hätte Aaron Rodgers den Ball im Spiel gegen die Seahawks zu jemand anderem als Davante werfen sollen? Warum genau? Weil auch andere Spieler frei waren, während Davante ebenfalls frei war? Come on! Rodgers hat genau das Richtige gemacht: Den Ball zum besten frei stehenden Spieler geworfen – und der hat performt und einiges daraus gemacht!

Warten wir es also bitte mal ab, bevor wir die Packers schlecht machen. WIR, wir Packers-Fans müssen als erste an dieses Team glauben, bis zur letzten Sekunde, bis die Uhr abgelaufen ist. Denn mit Rodgers’ Erfahrung kann bis zum Ende alles passieren. Ich gebe euch zehn Sekunden, an drei Spielzüge zu denken, mit denen Rodgers am Ende ein Spiel gewonnen hat. Ich wette, ihr bekommt es locker hin: Die Lions (diese Saison und die Hail Mary), die Bears, wo Cobb den Ball gefangen hat – an die drei habe ich gedacht. Ihr könnt gerne hier als Kommentar schreiben, an welche ihr gedacht habt. Was wichtig ist: Aaron Rodgers kann Spiele entscheiden. Und unsere Defense ist besser als in Woche 12. Freuen wir uns aufs Spiel und an die Zweifler wende ich mich mit den Worten von Aaron Rodgers:

“I don’t give a you-know-what“.