Und ehe man sich versieht ist sie schon – Woche 17 der Regular Season. Das letzte Spiel des Jahres steht an. Es geht zum letzten Divison Duell nach Detroit gegen die Lions für die die Saison bereits seit mehreren Wochen gelaufen ist.

Saison der Lions

Spätestens nach der Verletzung von Starting Quarterback Matthew Stafford waren die letzten Playoff-Hoffnungen für die Lions in weiter Ferne. Zum Zeitpunkt der Verletzung stand zwar noch nicht fest, wie lange Stafford tatsächlich ausfällt aber bereits in besagter Woche stand man „nur“ bei 3-5-1. Es übernahm Backup Jeff Driskel welcher sich später ebenfalls verletzte.

Mittlerweile stehen die Lions bei 3-11-1 und damit folglich auf den letzten Platz der NFC North. Man darf zwar mit einem Top Five Draft Pick liebäugeln, aber das war zu Saisonbeginn sicher nicht der Anspruch von Head Coach Matt Patricia. Dabei sahen die Lions und insbesondere die Offense im ersten Saisondrittel gar nicht so schlecht aus. Insbesondere Stafford lieferte ab und war bis zu seiner Verletzung auf dem Weg zu einer 5000 Yards Saison.

Patricia schaffte es jedoch in seinem zweiten Jahr als Head Coach der Lions abermals nicht, eine passable Defense auf den Platz zu bekommen, sodass immer wieder die Offense um Stafford die Kohlen aus dem Feuer holen musste. Sicherlich war auch die Niederlage in Green Bay in Woche 6 ein Nackenschlag für die Lions. Ein mehr als glücklicher Sieg der Packers damals mit mehreren fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen, insbesondere in der Endphase das Spiel.

Ways to win – Packers Offense vs. Lions Defense

Das Laufspiel um Aaron Jones, der über 150 Yards und zwei Touchdowns zum Sieg gegen die Vikings besteuerte, war mal wieder die Grundlage für den Auswärtssieg. Die Vikings hatten merklich Respekt vor Aaron Rodgers und stellten in fast allen Spielzügen ihren Cornerbacks zwei tiefe Safeties zur Hilfe. Die sich dadurch ergebenden Freiräume im Laufspiel konnte Jones nahezu perfekt ausnutzen. So war es auch nicht weiter tragisch, dass Rodgers selbst nur knapp 200 Yards und ein Quarterbackrating von 36% beisteuern konnte.

Jetzt warten die Lions, die in der Rushing Defense Platz 21 und Platz 32 in der Passing Defense (beides in Yards/Game) belegen. Grund zur Annahme, dass es offensiv wieder etwas runder laufen könnte. Was spricht dagegen? Es werden vermutlich zwei Stammkräfte der Offense fehlen. Jaamal Williams und Dany Vitale fallen vermutlich aus. Rookie Dexter Williams wird daher vermutlich den ein oder anderen Snap sehen.

Die Gefahr dabei ist, sollte sich Jones nun verletzten ist das Rungame plötzlich quasi gar nicht mehr existent. Alles würde vom Passspiel abhängen, wo die Packers über weiten Strecken der Saison nicht immer souverän aussahen. Außerdem fehlen mit Williams und Vitale zwei starker Blocker, die Rodgers auch Zeit bei PlayAction-Spielzüge verschaffen.

Ways to win Packers Defense vs. Lions Offense

Die Packers kommen defensiv aus dem vielleicht besten Saisonspiel. Die explosive Vikings-Offense konnte man bei 10 Punkte halten, wobei hier die eigene Offense mit 3 Turnovern einen deutlichen Beitrag zu den 10 Punkten leistete.

Jetzt wartet eine deutliche schwächere Offense. Wie gegen die Vikings sollte auch im Pass Rush wieder einiges möglich sein. Gegen unerfahrene Quarterbacks hat es die Defense sehr häufig geschafft Turnover zu kreieren. Das sollte auch gegen David Blough wieder möglich sein.

Am gefährlichsten ist vermutlich noch das Rungame der Lions einzuschätzen. Hier gilt es an die Leistungen aus den letzten Spielen anzuknüpfen, in welchen die Packers Defense am Boden kaum etwas zuließ. Liegt das Spiel der Lions dann in den Händen von Blough, sollten die Packers klar im Vorteil sein.

Injury Report

Auf Packers Seite fallen vermutlich die bereits erwähnten J. Williams und Dany Vitale aus. Außerdem ist Jake Kumerow mit einer Erkältung fraglich. Auch Will Redmond hat die komplette Woche noch nicht trainiert und wird mit großer Wahrscheinlichkeit ausfallen. Alle übrigen gelisteten Spieler dürften fit sein und spielen.

Auf Seite der Lions stehen einige Spieler mit „Questionsable“ im finalen Injury Report. Bis auf einen Spieler (LB Logan) betrifft dies alles potenzielle Starter. Dazu kommen sage und schreibe 15 Spieler auf der Injured Reserve List. Dies ist jedoch für Teams bei denen es um nichts mehr geht grundsätzlich nichts Ungewöhnliches. Augenmerk der Coaches liegt in solchen Spielen auch viel auf den Backups und man schaut, wen man eventuell für die kommende Saison weiter im Kader haben möchte, oder eben nicht.

Prediction

Ein Spiel was die Packers nicht verlieren dürfen. Wer Ansprüche auf den First und Second Seed stellt, darf bei einem Team wie den Lions in deren derzeitiger Verfassung nicht verlieren! Ein Selbstläufer wird das Spiel jedoch nicht. Matt LaFleur sagte unter der Woche bereits, dass die Packers das Spiel wie ein Playoffs-Spiel betrachten. Hier hinter steckt mit ziemlicher Sicherheit auch die Intension, die Spannung hochzuhalten und das Spiel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Trotzdem, solche Spiele können Stolpersteine sein. Die Lions haben die schmerzliche Niederlage zu Anfang der Saison mit Sicherheit noch im Hinterkopf und sicher auch Lust den Packers die Bye Week zu versauen. Wichtigste Prämisse der Packers sollte es in dem Spiel sein früh für klare Verhältnisse zu sorgen und das Risiko minimieren, um kurz vor den Playoffs keine weiteren verletzten Spieler beklagen zu müssen.

Nach holprigem Start wird die Packers Offense ins Rollen kommen und ordentlich Punkte aufs Scoreboard packen können. Die durch Verletzungen limitierte Lions Offense wird mit zunehmender Spieldauer nicht mehr mithalten können. Am Ende werden sich die Packers deutlich durchsetzen. Mein Tipp: 31-10