Nur noch drei Spiele, dann ist die Regular Season schon wieder Geschichte. Entgegen vieler Erwartungen stehen die Packers mit einem Record von 10-3 mittendrin im Rennen um die besten Playoff-Plätze. In den nächsten drei Wochen warten zum Abschluss die Divison-Rivalen aus Chicago, Minnesota und Detroit auf unsere Packers. Als erstes wartet das zunächst letzte Heimspiel der laufenden Saison gegen die Bears, die selbst noch eine Mini-Chance auf die Playoffs haben und deren Formkurve in den letzten Woche wieder deutlich nach oben zeigt.

Saisonverlauf der Bears

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Die Bears stehen mit einem Record von 7-6 auf dem dritten Platz der NFC North und haben nur noch eine Mini-Chance auf die Playoffs. Um die Playoffs noch zu erreichen müssten die Bears wohl die restlichen Spiele alle gewinnen und zudem auf Schützenhilfe anderer Teams hoffen. Zwar bestehen auch theoretische Chancen auf die Playoffs bei nur zwei Siegen aus den verbleibenden Spielen, allerdings ist man hier natürlich entsprechend noch abhängiger von anderen Teams.

Insgesamt haben die Bears nicht mehr die dominante Defense der Vorsaison. Dazu kommen die schwankenden Leistungen von Trubisky in der Offense, was die Bears im gesamten nur zu einem durchschnittlichen Team dieses Jahr macht. Die verbesserten Leistungen des Teams in den vergangenen Wochen kommen vermutlich zu spät, um die Saison noch erfolgreich abzuschließen. Nach einer Niederlagen Serie gegen Eagles, Chargers, Saints und Raiders und einem Record von 3-5 war die Saison zu Mitte der Ragular Season im Prinzip schon gelaufen.

Trubisky war zudem länger verletzt und konnte dem Team nicht helfen. Backup Chase Daniel hatte zwar gute Spiele und es war zunächst sogar denkbar, dass Daniels Trubisky seinen Starter-Job streitig machte, aber letztendlich machte auch er aus dem Team keinen echten Anwärter auf die Playoffs.

Hinzu kam die lange Verletzung von Akiem Hicks der den Pass Rush der Bears damit schwächer dar stehen ließ als letzte Saison. Die Defense war nicht mehr in der Lage – anders als vergangene Saison – gegnerische Offense in Schach zu halten und die Schwächen der eigenen Offense zu kaschieren.

Ways to win – Packers Offense vs. Bears Defense

Hier sind zunächst zwei Personalien auf Bears-Seite zu nennen. Die Bears bekommen für das Match Defensive Tackle Akiem Hicks zurück, der neben Kahlil Mack für ordentlich Arbeit für die Packers OLine bedeuten könnte. Mehr Druck durch die Mitte bedeutet eventuell mehr Freiheiten und gute Matchups für Mack. Rodgers geriet in den vergangenen Wochen häufig auch gegen Teams mit schwächerem Passrush unter Druck, was nicht vollständig auf die OLine zurückzuführen ist, sondern auch auf die Tatsache, dass Rodgers häufig den Ball zu lange hält. Hier gilt es vorsichtig zu sein und den Pass Rush der Bears entsprechend zu respektieren und zu berücksichtigen.

Die zweite Personalie ist Linebacker Roquan Smith, der mit einer Verletzung aus dem Spiel gegen die Cowboys im Anschluss auf die Injured Reserve List kam. Smith spielte bis dato eine sehr gute Saison und wird den Bears in der Defense in jedem Fall fehlen.

Auf Packers Seite könnte die Schwächung der Bears Defense auf der Linebacker Position mal wieder eine Chance für Aaron Jones sein. Auch über entsprechende Playdesigns muss es hier wieder mal das Ziel sein Jones in Matchups gegen die Bears Linebacker zu bekommen und die Ausfälle der Bears an dieser Stelle konsequent auszunutzen.

Von den nackten Zahlen her ist die Bears Defense gegen Ende der Saison in vielen Statistiken wieder weit vorne vertreten. Die Bears ließen lediglich 17,8 Punkte pro Spiel zu (Platz 4 in der NFL). Keine Offense konnte gegen die Bears bisher ein Play über 40 Yards kreieren und auch über 20 Yards ließen die Bears nur 6 Plays über die gesamte Saison zu.

Anfälliger sind die Bears definitiv durch die Luft. Aber auch im Passing Game stellen die Bears immer noch eine Top 15 Defense. Gegen den Lauf lassen sie im Schnitt weniger als 100 Yards pro zu und stellen damit eine Top Ten Defense in dieser Statistik.

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Ways to win – Packers Defense vs. Bears Offense

Die große Unbekannte – die Bears Offense. Mitte der Saison spielte Trubisky teilweise unterirdisch schlecht. Er hielt den Ball zu lange, erkannte den Druck gar nicht oder zu spät, warf den Ball teilweise in double und triple Coverage. Aber Trusbiky hat sich gefangen und erlebt gerade einen zweiten Frühling. Auf einen überzeugenden Auftritt gegen die Lions in Woche 13 folgte ein ebenso überzeugender Auftritt gegen die Cowboys in Woche 14. Passerratings von 115,5% und 118,1% stehen zu Buche. Die Bears setzen ihn zudem auch geschickter im Laufspiel ein.

Viel wird auch im Spiel gegen die Packers von Trubisky abhängen. Um zu glauben, dass er sein Tief komplett überwunden hat, waren die Leistungen z.B. gegen die Giants (Woche 12) und die Rams in Woche 11 einfach zu schwach. Hier kam er lediglich auf Quarterback Ratings von 59% und 65,1%. Zudem ist das Laufspiel der Bears absolut kein Faktor in der Offense. Die Bears Runningbacks kommen lediglich auf 3,5 Yards pro Versuch. Gut für die Packers Defense, die bekanntermaßen gegen den Lauf eher nicht so stark verteidigte in der laufenden Saison.

Injury Report

Auf Seiten der Packers sind wir mit dem Injury Report schnell durch. Alle Spieler des 53er Kaders stehen zur Verfügung und sind fit. Der ein oder andere trainierte lediglich eingeschränkt am Mittwoch, was jedoch auf kein Fehlen am Sonntag schließen lassen könnte. Der fitte Kader der Packers kann in den letzten Wochen der Saison ein entscheidender Faktor werden.

Bei den Bears haben diese Woche insgesamt sechs Spieler aus dem 53er Kader nicht trainiert. Darunter u.a. Wide Receiver Taylor Gabriel, Linebacker Danny Trevathan und OLiner Bobby Massie. Ausfälle die neben dem bereits erwähntem Roquan Smith den Bears schmerzen würden.

Prediction

Im heimmischen Lambeau Field gab es bisher erst eine einzige Niederlage. Zweifelfrei gelten die Packers als Favorit. Die OLine der Bears wird ihre Probleme mit dem Pass Rush der Packers haben. Darunter wird auch Trubisky leiden, der bereits im Eröffnungsspiel gegen den Druck der Packers schlecht aussah und teilweise wilde Würfe produzierte. Exemplarische ist die hier spielentscheidende Interception von Trubisky auf Adrian Amos zu nennen. Auch im kommenden Spiel wird die Packers Defense Turnover kreieren können und so den Weg zum Sieg ebnen. Mein Tipp: 27:17