Was steht diese Woche an? Nichts geringeres als ein entscheidendes Saisonspiel, wenn man den Worten von Aaron Rodgers glauben mag. Denn der Home-Field Advantage wäre Gold wert – nicht nur für die Packers, sondern auch für die Stadt Green Bay selbst.

Pete Dougherty von packersnews.com hat aufgeschrieben, warum es oft eine gute Idee ist, auf die Analytics zu hören. Die “Gewinnwahrscheinlichkeit” ist ein Stat, der durch jeden Spielzug beeinflusst wird. Ein Touchdown erhöht diese logischerweise um einiges, aber jeder Spielzug verändert diese. Dieser Wert ist abhängig von allen möglichen Faktoren wie Heimteam, wie lange noch zu spielen ist, Down & Distance und allem möglichen. Nun lässt sich mithilfe dieses Werts, den alle Teams ein wenig anders berechnen, ganz schnell sagen, ob es für ein Team sinnvoll ist, bei 4th & goal (wie LaFleur vor der Halbzeit gegen die Panthers) für den Touchdown zu gehen, oder ob man lieber das (sicherere) Field Goal nehmen sollte.

Ein Spieler, der absolut unter dem Radar fliegt, ist Elgton Jenkins. Der Zweitrundenpick der Packers überzeugt als zweitbester Guard der gesamten NFL in der Pass Protection, ist beständig und hat bisher kein einzigen Sack, Hit und nur 10 Pressures zugelassen (einziger Guard der NFL mit über 500 Snaps). Er steht dauerhaft auf dem Feld und ist ein Fels in der Brandung. Wenig überraschend steht er nach einer Woche im Pro Bowl Voting unter den Top 5 seiner Position in der NFC.

Kommen wir noch zu einem anderen Spieler, der ein heimlicher Star ist: Kenny Clark. Der ist nämlich in einem Contract Year und einer der unbemerkten Erfolgsgaranten für die Sack-Zahlen von Preston und Za’Darius Smith. Denn während die beiden von außen der O-Line zusetzen, zieht Clark in der Mitte der Lines fast immer zwei Gegenspieler auf sich. Dadurch ergeben sich für die anderen Rusher Freiheiten, die diese zum Glück zu nutzen wissen. Clark sagt selbst, er suche zur Zeit nicht die großen Sack-Zahlen (was übrigens für seinen Marktwert sehr gut wäre), er sei ein Team-Player, der einfach gerne “Gegenspieler in den Staub schicke”. Cheesehead TV schaut sich seinen Vertrag mal genau an:

Was zur Hölle bedeutet “yeet”? Im Deutschen gibt es keine richtige Übersetzung dafür, es dient im Amerikanischen dazu, um etwas zu betonen und kommt aus der Jugendsprache. Die Packers benutzen es, um ihr Outside Zone Scheme der O-Line zu verkaufen. Ein weiteres Beispiel dafür, wie ein junger Trainerstab ein Miteinander mit seinen Spielern finden kann.

Einen Blick hinter die Kulissen des Trainingsablaufs bietet packers.com, die team-eigene Website. Denn man bekommt sonst wenige Einblicke, wie die Abläufe mit Scout Team (das Team, das in der Trainingswoche den kommenden Gegner simuliert) und “erstem” Team so ablaufen. Lesenswert!

Ein letztes Thema noch, und hier gilt tatsächlich: Last, but not least! Denn die Packers haben in den letzten Wochen viele unnötige Strafen bekommen, insbesondere die während der eigenen Offense im heimischen Lambeau Field. LaFleur und Rodgers nehmen dafür die Schuld auf sich, sagen aber beide, dass es auf jeden Fall besser werden und dass das Thema schnell beseitigt werden muss. Da kann man ja nur zustimmen, denn die Packers sind hier das schlechteste Team der ganzen NFL…