Ja. Die Packers haben ein Spiel verloren. Ja, die Packers wurden “outcoached”, wie man das im Football-Denglisch so sagt. Ja, die Packers waren im Prinzip ohne Chance. Und ja, Matt LaFleur muss eine Lösung finden, wie er trotz Adams (sic!) die Offense wieder kreativ bekommt.

Aber.

Die Packers stehen bei 8 Siegen und 3 Niederlagen. Vor der Saison hätte jeder – wirklich jeder – diesen Record nach 11 Spielen mit Kusshand genommen. Und jetzt? Naja, jetzt kommen Fragen auf wie: Schaffen wir es noch in die Playoffs? Ist der Trainer gut genug? Kurzum: Es wird einfach alles in Frage gestellt, was der neue Coaching Staff innerhalb weniger Monate auf die Beine gestellt hat. Reporter wie Zach Kruse schreiben davon, dass die Offense “McCarthy-esk” ausgesehen habe. Wie bitte? Ja, das Spiel war nicht gut, aber die Offense deswegen mit einer mehrjährigen Misere und Ideenlosigkeit zu vergleichen (ich will McCarthy nicht schlecht machen, aber die letzten Jahre waren einfach nichts), das geht dann schon ein ganzes Stück zu weit.

Also.

Schalten wir alle mal einen Gang zurück, schauen nach vorne und sehen was da kommt: die Giants. Die Packers haben immer noch die meisten Siege gegen Teams mit einem Winning Record, sind also alles andere als chancenlos gegen “gute” Teams. Es hat jetzt nicht gereicht gegen die 49ers, und es hat deutlich nicht gereicht. Das heißt aber nicht, dass es bei einer Begegnung in den Playoffs auch nur ansatzweise so laufen muss.

Es wird von Trends geschrieben und dass der der Packers nach unten zeigen würde. Naja, die Packers haben ihr Spiel vor den 49ers gewonnen. Die Panthers wurden besiegt und das Gefühl, mit dem man in die Bye Week ging, war ein sehr gutes. Keine oder nur wenige Verletzten, motivierte Spieler und ein Team, das endlich mal wieder als Einheit auftrat mit Spaß im Training und viel Einsatz.

Die Schwächen wurden jetzt aufgezeigt. Das ist nicht nur – wie viele schreiben – hilfreich für den Gegner, die diese ausnutzen können, sondern auch für die Packers und LaFleur, die jetzt daran arbeiten können. Nicht umsonst hat LaFleur seine Konzepte über mehrere Wochen entwickelt und Gegner mit Spielzügen hereingelegt, die mehrere Wochen zuvor leicht verändert gezeigt worden waren. Und das lässt sich auch jetzt wieder nutzen. Immerhin haben die Packers diese Saison noch keine zwei Spiele in Folge verloren.

Das darf, wie auch Aaron Jones feststellt, nicht passieren. Dann ist alles gut. Die Playoffs sind schon (fast) sicher und eine mögliche Bye Week ist auch noch nicht in weiter Ferne, sondern einigermaßen realistisch, wenn auch schwierig zu erreichen. Es ist noch gar nichts verloren, aber schon vieles gewonnen.

Panik und Unruhe sind der falsche Ansatz, Vertrauen und Hoffnung der richtige. Unterstützen wir die Packers mit allem, was wir haben!