Soo es ist Dienstag und Zeit für die Kolumne. Zwei Spiele gegen unsere größten Rivalen sind absolviert und wir stehen 2-0. Ungeschlagen gegen zwei Teams die vor der Saison, aufgrund ihrer Defensiven, als Topteams eingestuft worden. Für ein Team was zweimal hintereinander die Playoffs verpasst hat klingt das verdammt gut. Für ein Team mit einem Headcoach im ersten Jahr klingt das sehr, sehr gut. Warum gibt es dann Stimmen im Packers Germany Universum die unzufrieden sind?

Was ist da los? Nun zum einen kann man sagen die Packers haben gewonnen, weil die QBs der Gegner Mitchell Trubisky und Kirk Cousins heißen. Der eine macht immer noch Rookiefehler und ist die Inkonstanz in Person und der andere die Definition von überbezahlt. Aber ist es so einfach? Nein ist es nicht und auch wenn man durchaus Kritikpunkte im Spiel findet. Die Offensiven dieser beiden Teams haben ohne ihre QBs genügend „Playmaker“  in ihren Reihen um als gute Offensiven eingestuft zu werden, trotz der Abzüge auf der QB Position. Diese Offensiven, zum Beispiel hatten die Bears letztes Jahr pro Spiel 26 Punkte, gegen die neue Packers Defensive 3.  Stefon Diggs war letztes Jahr einer der besseren Passempfänger mit 1k Yards und 100 Catches. Er wurde, insbesondere von Jaire Alexander, wunderbar in Schach gehalten.

Das sind natürlich beides nur Einzelteile des Gesamtbildes und der Rest der Statistiken der Teams war mit ein, zwei weiteren Ausnahmen auf dem Niveau des Vorjahres. Trotzdem lässt sich aus einzelnen Statistikwerten etwas wichtiges ableiten: Zuerst mal unsere Redzone Defensive ist deutlich besser als letztes Jahr, was bedeutet weniger Punkte werden zugelassen und das Team gewinnt mehr Spiele. Zweitens hat das Team Möglichkeiten einen Passempfänger aus dem Spiel zu nehmen, was im späteren Saisonverlauf zum Beispiel gegen Dallas und die Chargers wichtig wird.

Dann komm ich mal zur Offensive, dem Hauptpunkt weswegen gemeckert wird. Zunächst mal ja einige Meckerer haben zum einen gewissen Teil Recht unsere Offensive ist noch nicht da wo sie sein könnte. Trotzdem hatte unsere Offensive gegen die Vikings 144 Rush Yards und 191 Pass Yards. Das spricht zunächst mal für die von den Fans lange geforderte Ausgeglichenheit zwischen Lauf und Passspiel und sind Werte die, ebenso wie die 21 Punkte absolut in Ordnung gegen die Viking Defensive sind. Gegen die 2018er Defensive wären das die Durchschnittsstatistiken. Nur weil ein Großteil davon im 1. und Anfang des 2. Viertels gefallen ist und danach nicht mehr viel kam, ziehen einige den Schluss unsere Offensive ist nicht gut und das ist schlicht falsch. Schaut mal was ihr vor dem Spiel als Ergebnis getippt hättet, vermutlich nicht viele haben da mehr als 20/21 Punkte auf dem Konto gehabt. Ob man jetzt in jedem Viertel punktet oder in einem Viertel alle Punkte macht ist am Ende egal.

Von daher wenn eine Offensive 21 Punkte gegen eine Vikings Defensive macht die seit Jahren zusammen ist, ist sie nicht schlecht. Sie ist für NFL-Verhältnisse absolut in Ordnung. Dank der Mike Pettine Defensive müssen keine 40 Punkte pro Spiel mehr gemacht werden, man gewinnt auch mit weniger ein Spiel. Also haltet euch vor Augen die Offensive ist deutlich ausgeglichener was Lauf und Pass angeht und bereits auf einem annehmbaren Niveau angekommen. Mit zunehmender Saisondauer wird das alles nur noch eingespielter und besser.