Endlich hat es wieder angefangen, Football-Season has started! Und die Packers sind dabei gut in die Preseason gekommen. Der zweite Anzug zeigte eine ansprechende Leistung und gewann gegen die Houston Texans mit 28:26 (14:10). Dabei gelang Equanimeous St. Brown ein Touchdown. Sowohl DeShone Kizer wie auch Tim Boyle wiesen ein 100er-QB-Rating aus.

1st Quarter: EQ mit dem Highlight

Doch der Reihe nach: das erste Highlight der Partie setze DeShone Kizer. Der Backup von Aaron Rodgers scrambelte mit ein paar schönen Haken für 23yards. Leider wurde er wegen eines Holdings zurückgepfiffen. Als die Packers im Anschluss den Ball abgeben mussten, schlug die Stunde der Defense. Zunächst brachten Reggie Gilbert und Kingsley Keke Texans-QB Joe Webb zu Boden, dann tauchte Ka’dar Hollman nach einem viel zu tiefen Pass von Webb und forcierte den ersten Turnover des Abends. Nicht nur wegen dieses Big Plays war Hollman ein echter Lichtblick im Defensive Backfield der Packers.

Die Offensive hatte trotz einiger guter Ansätze aber Sand im Getriebe, so dass die Packers auch bei ihrem zweiten Drive punten mussten. JK Scott brachte Texans Keke Coutee aber in große Verlegenheit. Der Returner rutschte weg, bekam das Ei an die Schulter und EQ St. Brown setzte nach. Der Deutsche daddelte das Ei irgendwie über die Linie. Nach kurzer Beratung der Referees hieß es erstmals in dieser Preseason: TOUCHDOWN PACKERS! Mason Crosby verwandelte den anschließenden Extrapunkt.

Und die Packers-Defense provozierte im ersten Viertel noch einen weiteren Turnover. Bei einem eigentlich ansehenlichen Lauf von Texans-RB Taiwan Jones hatte Raven Greene flinke Hände. Er schlug Jones das Ei aus den Selbigen und Will Redmond recoverte den Forced Fumble.

2nd Quarter: mit Führung in die Halbzeit

Im zweiten Spielabschnitt konnten die Packers einen Drive zunächst nicht vollenden. Die Texans machten es im Anschluss besser. Mit 13 relativ kurzen Plays brachte Webb sein Team in die Redzone, ehe Demarea Crockett das Ei in die Endzone trug. So hieß es Mitte des Quarters 7:7. Die Antwort der Packers darauf war aber mehr als gut aussehend. 10 Plays für 75 Yards, darunter ein offener 23 Yards Pass auf Ryan Tonyan, brachte die Packers erstmals als Offensive in die Endzone. Den finalen Pass von Kizer fing Darrius Sheppard für 14 Yards. Dank Sam Ficken gingen Green and Gold mit 14:7 in Führung. Die Texans verkürzten mit dem Halbzeitpfiff dank eines Fairbanks-Field Goals auf 10:14.

3rd Quarter: Führung ausgebaut

Halbzeit zwei begann mit der zweiten Interception des Abends. Chandon Sullivan fing einen schlechten Pass von Webb ab und trug ihn bis an die 3yard-Linie der Texans zurück. Im Anschluss hatte Tim Boyle, der Kizer nach der Pause als QB ersetzte, ein wenig Mühe diese gute Chance zu verwerten. Doch dank eines Penaltys von Houston hatte er sieben Versuche und brachte den letzten Pass dann doch zu J’Mon Moore zum 21:10 und die Stimmung lief erstmals in diesem ersten Spiel der Preaseason über.

Der anschließende Drive der Texans brachte aber jeden Packers-Fan ins Schwitzen. Der Pass Rush war kaum vorhanden, immer wieder konnte Webb frei werfen oder relativ unbedrängt scrambeln. Mit etwas Glück konnten Houston die knapp sieben Minuten an Ballbesitz nicht nutzen, da Webbs letzter Scramble ein paar Inches zu kurz war. Nun war wieder Boyle an der Reihe und machte seine Sache solide, profitierte aber auch von einer Defensive Pass Interference der Texans. Schließlich feuerte Boyle eine 27 Yards-Bombe in die Endzone, welche von Allen Lazard aus der Luft gepflückt wurde. TOUCHDOWN PACKERS, der Vierte! Mit 28:10 ging es in das letzte Viertel.

4th Quarter: Zum Sieg gezittert

Und dieses war aus Packers-Sicht zum Vergessen. Ob man die Geschichte angesichts des hohen Vorsprungs ohne die nötige Spannung anging oder ob die Texans sich zum Auftakt nicht blamieren wollten, soll jeder selbst beurteilen. Letztlich kam wahrscheinlich alles zusammen. So wurde die Geschichte nochmal eng. Jerell Adams verkürzte nach einem kurzen Webb-Pass auf 16:28 aus Texans Sicht (PAT ging rechts vorbei). Der anschließende Kickoff-Return von Teo Redding ging in die Hose, da dieser den Ball an der eigenen 28 Yard-Linie verlor. Glücklicherweise passte das Backfield auf, so dass Houston „nur“ zu einem Field Goal kam. Fairbairn verwandelte 12:13 vor dem Ende zum 19:28.

Mittlerweile war Manny Wilkins als Spielmacher im Einsatz, doch der brachte außer ein paar Scramble-Yards nichts zu Stande (0 von 3 Pässen). Dank Dexter Williams nahmen die Packers aber immerhin noch Zeit von der Uhr. 1:42 vor dem Ende kamen die Texans dann nochmals in Ballbesitz. Sie schaffte es tatsächlich nochmal bis an die Endzone – unterstützt durch eine völlig unnötige Strafe gegen Nydair Rouse. Am Ende hatte Josh Ferguson keine Mühe das Ei in die Endzone zu tragen. Den Onside Kick nach dem PAT sicherte Linebacker Brady Sheldon und die Packers brachten den ersten Sieg in der Preseason knapp über die Zeit.

Resümee

Natürlich ist so ein Preseason-Spiel ein Muster ohne Wert. Die Packers schonten ja praktisch alle Starter und auch bei den Texans saßen die Stars draußen. Und dennoch ist so ein Sieg im ersten Spiel nicht zu verachten, bringt er doch Selbstbewusstsein in das Team. Hinzu kommt, dass man aus Packers-Sicht in realen Bedingungen gesehen hat, was die Idee von Headcoach LaFleur ist. Die Ansätze in der Offensive waren da und man kann sich durchaus vorstellen, dass dies mit der 1st Unit auf dem Feld sehr ansehnlich werden kann.

Flops

Pass Rush: der Pass Rush der Packers war praktisch nicht vorhanden. Webb fand immer wieder Lösungen oder hatte viel Platz zum Scrambeln. Um es mit den Worten von Matt LaFleur zu sagen: „too sloppy“

J’Mon Moore: Ja, er hat einen Touchdown gemacht, ja, bei einem Pass in den Rücken kann er nicht viel machen. Dennoch bekam man den Eindruck, dass Moore an Boden auf die anderen Receiver verlor. Speziell Kumerow, aber auch EQ im Special Team, machten einen besseren Eindruck.

Strafen: 12 Strafen für 102yards – mit so einem Wert darfst du eigentlich nicht mal ein Preseason-Game gewinnen. Vor allem die Strafe gegen Rouse, sowie die eine oder andere kleinere Strafe fallen doch in die Kategorie unnötig.

Tops

Defensive Backfield: nicht nur wegen der Interception von Hollman und der Fumble Recovery von Sullivan hat das sehr junge Backfield einen guten Eindruck hinterlassen. Natürlich passte noch nicht jede Coverage. Schaut man sich die Statistiken von Texans-QB Webb an, dann sieht man, dass die Jungs sehr gute Ansätze lieferten

Dexter Williams: man kann jetzt streiten, ob Williams nicht noch mehr hätte machen können, aber unter dem Strich war das mehr als in Ordnung. 4,4yards pro Lauf und 78 All-Purpose-Yards sind mehr als in Ordnung. Aber als Player to watch hat er einen guten Eindruck hinerlassen.

Offensive Line: vielleicht ist der zweite Anzug der Texans-Defense nicht der Gradmesser, aber die Jungs haben einen sehr guten Job gemacht. Die Pocket hielt und die Spielmacher waren höchst selten in Gefahr (und wenn dann selbst verursacht). Das macht doch Hoffnung.

Verletzungen

Gleich zwei Verletzungen trüben den Eindruck vom Donnerstag. Linebacker Oren Burks verletzte sich früh an der Schulter, so dass sein Abend und vermutlich auch die Preseason früh beendet war. Im letzten Viertel erwischte es auch noch Chandon Sullivan, da scheint die Verletzung aber nicht so groß schlimm zu sein.