Wie verschiedene Beat Reporter der Packers übereinstimmend berichteten, bat SS Josh Jones letzte Woche um einen Trade.

Auch wenn er dies auf Instagram in einem Kommentar ein wenig abstritt, dürfte das doch nicht ganz aus der Luft gegriffen sein. Denn vergangenes Jahr und auch im ersten Jahr seiner Karriere spielte der Zweitrundenpick von 2017 bei den Packers maximal eine untergeordnete Rolle; selbst, als quasi alle Safeties vor ihm im Depth Chart ausfielen oder getradet wurden, setzte Mike Pettine quasi ausschließlich auf Kentrell Brice, als auf Jones. Der Wechselwunsch ist daher wohl sehr gut nachzuvollziehen.

Doch Jones steht nunmal bei den Packers für zwei weitere Jahre unter Vertrag. Und auch wenn er nicht die Leistung bringt, die die Packers von ihm erhofft und erwartet haben, so ist er dennoch ein physisch starker Backup, der als Rookie nur wenig Geld verdient.

Als „Return“ können die Packers aber maximal einen Day 3 Pick (und keinen frühen) erwarten – also mehr als einen Fünftrundenpick wird es für ihn wohl nicht geben.

Da haben die Packers dann doch lieber einen billigen Spieler im Roster, den sie bei letztem Bedarf einsetzen können und der zwar weit hinten im Depth Chart sitzt, aber eben fast nichts kostet.

Für Josh Jones ist das schlecht, denn Verhandlungsmasse hat er quasi nicht. Seine Weigerung, zu den OTAs (Trainingseinheiten der Packers) zu erscheinen, bringt ihm also gar nichts. Denn wenn nicht ein Team verrückt genug ist und einiges für ihn bietet (was höchstwahrscheinlich nicht passieren wird), verzichtet er gerade völlig sinnlos auf Gehalt und bringt den Packers damit nur Vorteile. Sie brauchen ihn nicht wirklich und jetzt kostet er sie nicht einmal etwas.

Jones tut mir natürlich etwas leid, denn er steckt in einer festgefahrenen Situation fest, aus der er nicht herauskommt und sich auch nicht selbst befreien kann. Ihn dafür zu verurteilen, wie viele Fans das auf Twitter und auch in unserem Discord-Chat tun, ist falsch. Denn natürlich würde er gerne spielen.

Dass die Packers ihn nicht einfach spielen lassen, ist aber auch klar. Denn auch in Green Bay gilt das Leistungsrecht. Und wer die Leistung nicht bringen kann – aus welchem Grund auch immer – spielt eben nicht. Durch seine Aktion macht sich Jones aber auch im Locker Room und bei den Coaches nicht beliebter…