Heute haben wir die freudige Aufgabe, euch Preston Smith vorzustellen, der in der kommenden Saison gemeinsam mit seinem Namensvetter Za’Darius Jagd auf die gegnerischen Quarterbacks machen wird. Preston Smith ist einer von zwei Outsidelinebackern (OLB), die noch vor dem offiziellen Beginn der Free Agency eine Vereinbarung mit den Packers getroffen haben. Da Preston Smith vermutlich nicht jedem Packersfan ein Begriff sein wird, stellen wir euch unseren neuen Spieler im Folgenden vor.

Preston Smith #94 der Redskins

Smith wurde am 17.11.1992 geboren und ist somit zu Saisonbeginn 26 Jahre alt.  An der Highschool spielte Smith in Stone Mountain im Bundesstaat Georgia. Trotz anderer – vermeintlich attraktiverer Angebote (z.B Kentucky) – wechselte Smith dann zur Mississippi State University. Im Draft 2015 wurde Smith an 38. Stelle in Runde zwei (als siebter Defensive End (DE)) von den Washington Redskins gepickt. Spieler, die auf seiner Position vor ihm gepicked wurden, sind zum Beispiel Dante Fowler Jr. (LA Rams) oder Leonard Williams (NY Jets). Im gleichen Draft haben wir in Runde eins Damarious Randall (seit 2018 Cleveland Browns) und in Runde zwei Quinten Rollins (2018 entlassen, aktuell vereinslos) ausgewählt.

Vom Rookie zum Packer

Preston Smith konnte in seiner Rookie Saison bereits überzeugen. Er kam in allen 16 Spielen zum Einsatz. Insgesamt 8 Sacks, 4 Forced Fumbles sowie eine Fumble Recovery stehen zum Ende der Saison in den Büchern. In seinem zweiten Jahr rutschte seine Sackzahl auf 4,5. Jedoch konnte er eine Interception verbuchen – ein Indiz dafür, dass er nicht nur den Blick für das Überwinden des Offensive Liners (OL) und das Tackling des Quarterbacks hat, sondern ebenfalls für die Situation und den Pass. In den nächsten beiden Jahren erlebten seine Sackzahlen wieder ein Up and Down. 2017 konnte er wieder 8 und im vergangenen Jahr dann 4 Sacks verbuchen. Viele möchten glauben, dass die Qualität eines Passrushers nur in Sackzahlen ausgedrückt wird. Jedoch sollte man sich bei Preston Smith die Hurries ansehen. Damit gemeint sind die Situationen in den er direkten „Druck“ auf den Quarterback ausgeübt hat. Das sind oft die Situationen in denen der Defensive Player den Quarterback erst erreicht, während oder nachdem dieser den Ball geworfen hat bzw. wirft.  2017 war Smith mit Kerrigan und Galette dafür verantwortlich, dass Washingtons D die höchste Pressure Rate (38,3%) aller Teams vorweisen konnte (https://www.footballoutsiders.com/stat-analysis/2018/defense-and-pass-pressure-2017). Auf ihn alleine fielen 29 Hurries und 21 Quarterback Hits. Im letzten Jahr kam Smith auf immerhin noch 12 Quarterback Hits.

Der fromme Wunsch: Gesund soll er sein.

Das für alle Packersfans wohl wichtigste Kriterium für einen Egde Rusher ist jenes, das bei Preston Smith am meisten heraussticht. In den vergangen vier Spielzeiten verpasste Preston Smith kein einziges Spiel und hat in den letzten drei Jahren jedes Spiel gestartet. Nicht minder beindruckend ist seine Anzahl an Total Tackles. Diese steigerte sich von der Rookie Saison mit 35 auf letztjährige 52 Tackles. Natürlich ist das kein Vergleich zu den 144 Total Tackles unsere Tacklingmaschine Blake Martinez, aber die Anforderungen an die Position als OLB sind auch andere. Wichtig an den Stats von Smith ist, dass sichtbar ein Progress stattfindet und er sich in seinem Spiel weiter entwickelt. Geholfen hat ihm in der Vergangenheit bereits unser neuer Inside Linebacker (ILB) Coach Kirk Olivadotti, der diese Position zuvor in Washington inne hatte. Es ist davon auszugehen, dass Olivadotti unseren DC Mike Pettine dabei unterstützen wird, das Beste aus Preston Smith heraus zu holen.

Smith hat bei den Packers einen Vertag über 4 Jahre mit einem Gesamtvolumen von 52 Millionen Dollar unterzeichnet. Dabei sind insgesamt 27,5 Millionen Dollar garantiert. Er wird ca. 13 Millionen Dollar pro Jahr verdienen (https://www.spotrac.com/nfl/green-bay-packers/preston-smith-16762/). Als Fan kann man sich in den kommenden Jahren auf einen erfahrenen und dennoch jungen Edge Rusher freuen, der gemeinsam mit dem Rest der OLBs, der Defensive Line und den ILBs dafür sorgen wird, dass der Druck auf den Quarterback höher sein wird als in den vergangen Jahren.

Wir begrüßen Preston herzlich in Green Bay und wünschen ihm im grün-goldenen Jersey alles Gute!