Die Saison ist vorbei, der SuperBowl ist in den Büchern und der Draft steht bald an. Zeit einen Blick auf unsere Rookies zu werfen. Beginnen möchte ich mit der Defense.

Runde Pick Name Position College
1 18 Jaire Alexander CB Louisville
2 45 Josh Jackson CB Iowa
3 88 Oren Burks MLB Vanderbilt
7 232 James Looney DE California „Cal“
7 248 Kendall Donnerson OLB Southeast Missouri State

Jaire Alexander – CB

In der ersten Runde entschieden sich die Packers etwas in ihre Passverteidigung zu investieren und wählten dafür Jaire Alexander aus. Bei vielen Experten war Jaire Alexander kein Kandidat für die erst Runde. Im Mai unterschrieb der Firstround Pick seinen vollständig garantierten 12.05 Mio $ dotierten Rookie Vertrag und erhielt einen Unterschriftenbonus in Höhe von 6,84 Mio $.

Jaire spielte drei Jahre für die Universität Louisville. Dort kam er in seiner Spielzeit auf 77 Tackles und sieben Interceptions.

Bereits im Trainingscamp zeichnete sich die Stärke und Spielintelligenz von Jaire ab. Viel Lob und Interceptions unterstrichen seine Werte. So verwundert es einen nicht, dass Jaire bereits beim ersten Saisonspiel gegen die Bears als Starter auf dem Platz stand und die Saison an erster Stelle auf der Cornerback-Position seines Teams beendet.

In seinem ersten Jahr in der NFL kam Jaire auf 66 Tackles, eine Interception und elf abgewehrte Pässe. Seine 66 Tackles bringen ihn in der NFL auf den 62. Platz aller Defensivebacks und auf den 16. Platz von allen Cornerbacks. Das sind für einen Rookie, welcher „nur“ 13 Spiele gespielt hat, erstaunliche Werte. Mit Jaire haben die Packers für die nächsten Jahre ihren Nummer eins Cornerback gefunden.

Josh Jackson – CB

Jackson wurde in der zweiten Runde an 45. Stelle von den Packers ausgewählt. Er spielte drei Jahre für die Universität von Iowa. In seiner Zeit kam er auf 66 Tackles und acht Interceptions. Wobei man anmerken muss, dass die acht Interceptions alle seiner letzten Saison entstammen sowie 48 seiner Tackles. Das sind bärenstarke Werte. Dies ließ seinen Draftwert gewaltig steigen.

Die Grafik zeigt, dass Jackson im Vergleich zu Alexander nicht ganz so schnell und wendig ist, jedoch bei der Größe und der Kraft punkten kann. Gerade gegen körperlich stark gebaute Receiver sollte sich Jackson besser durchsetzen und in der Press-Coverage seine Vorteile ausspielen können.

Durch den Abgang von HaHa Clinton-Dix und der dringend benötigten Verstärkung auf der Saftey-Position, könnte Jackson in der nächsten Saison ggf. zu einem Positionswechsel treiben. Sein leichter Mangel an Geschwindigkeit befeuert diese Spekulation.

Jackson kam in seiner ersten Saison in der NFL auf insgesamt 49 Tackles und zehn abgewehrte Pässe. Besonders bleibt einem jedoch sein Touchdown nach einem geblocktem Punt gegen die Vikings in Erinnerung. Jackson zeigte diese Saison, warum man ihn in der zweiten Runde ausgewählt hat. Jedoch muss er sich teilweise noch an das Spiel auf dem nächstem Level gewöhnen. Soweit lässt sich sagen, dass Jackson eine solide Saison gespielt hat und wir alle auf die nächste Saison gespannt sein können.

Oren Burks – ILB

In der dritten Runde wählten die Packers Oren Burks aus. Ein für nicht eingefleischte Football Fans eher unbekannter Name. Mit Oren Burks haben die Packers einen Inside Linebacker gedraftet. Eine Position, auf der die Packers eigentlich zwei gesetzte Starter mit Blake Martinez und Jake Ryan haben. Ich persönlich hätte mir lieber einen OLB gewünscht, aber Gutekunst wird schon gewusst haben warum diese Entscheidung gefallen ist.

Oren Burks spielte vier Jahre an der Universität Vanderbilt, von denen er die ersten 2 Jahre auf der Position des Safeties verbrachte. Für die letzten 2 Spielzeiten wechselte er auf die Position des Middle Linebackers. Durch diesen Positionswechsel ist Oren Burks nicht als klassischer MLB zu betrachten, welcher stark gegen den Lauf verteidigen kann, sondern eher als Passverteidiger auftritt. Eine Position, welche immer wichtiger wird aufgrund der schnellen Slot-Receiver und den Thight Ends welche die Mitte des Feldes angreifen.

In seiner ersten Saison kam Oren Burks auf 14 Spiele, von denen er bei 4 als Starter auf dem Platz stand. In dieser Zeit erzielte er, insgesamt 24 Tackles.

James Looney – DE

Mit dem 232. Pick entschieden sich die Packers für James Looney, einem Defensive End. Looney spielte anfänglich für die Universität Wake Forest, wechselte jedoch ein Jahr später an die Universität von California – Rodgers alter Wirkungsstätte. Aufgrund der Transferregelungen am College musste Looney sein erstes Jahr in Kalifornien aussetzen und spielte so drei Saisons, in denen er auf 75 Tackles, 6,5 Sacks und einen Forced Fumble kommt.

Nach dem er seinen Rookie Vertrag unterschrieben hat, wurde Looney im September gewaived und anschließend ins Practice Squad übernommen. Erst am 24. November wurde er in den offiziellen 53 Mann-Kader aufgenommen.  Am Ende der Saison stehen keine Tackles bzw. weitere Stats zu Buche.

Sollte Looney nicht einen ordentlichen Sprung in der Offseason hinlegen, könnte er nächstes Jahr ein möglicher Kandidat für eine Entlassung sein.

Kendall Donnerson – OLB

Acht Plätze trennten Donnerson davon, als Mr. Irrelevant gedraftet zu werden oder gar überhaupt nicht ausgewählt zu werden. Erst mit ihrem letzten Pick entschieden sich die Packers, etwas für Ihren Passrush zu unternehmen – obwohl der Glaube in Donnerson nicht der stärkste sein dürfte. Donnerson spielte drei Jahre für die Universität Missouri State, ein eher nicht sonderlich bekanntes College für Football. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass er nicht zum Combine eingeladen wurde, sondern sich nur den Scouts an seinem Pro-Day präsentieren durfte. Seine körperlichen Fähigkeiten sind jedoch absolut klasse. Bei knappen 25 Kilo mehr als Jaire Alexander, laufen beide ähnliche Zeiten auf 40 Yds. Donnerson ist ein ungeschliffener Diamant, welcher irgendwann sein Potential in der NFL ausleben könnte. Dafür ist aber sicherlich noch eine Menge Arbeit und Zeit von Nöten.

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